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eISSN
2296-990X
Pubblicato per la prima volta
19 Nov 2014
Periodo di pubblicazione
1 volta all'anno
Lingue
Inglese, Tedesco

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Volume 6 (2019): Edizione 1 (January 2019)

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2296-990X
Pubblicato per la prima volta
19 Nov 2014
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14 Articoli
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Editorial

Pubblicato online: 30 Jan 2019
Pagine: 1 - 1

Astratto

access type Accesso libero

Comparison of Supervised-Learning Models and Auditory Discrimination of Infant Cries for the Early Detection of Developmental Disorders / Vergleich von Supervised-Learning Klassifikationsmodellen und menschlicher auditiver Diskriminationsfähigkeit zur Unterscheidung von Säuglingsschreien mit kongenitalen Entwicklungsstörungen

Pubblicato online: 30 Jan 2019
Pagine: 2 - 18

Astratto

Abstract

Die Diskrimination von gesunden und pathologischen Säuglingsschreien kann auf unterschiedliche Weise erfolgen: über computerbasierte Klassifikation von akustischen Parametern des Schreis oder über auditive Diskriminierung durch das menschliche Gehör. In diesem Artikel wird die Leistungsfähigkeit der beiden Verfahren miteinander verglichen.

Ein Hörexperiment mit unterschiedlichen Hörergruppen (Laien, Eltern, Hebammen und Therapeuten) wurde durchgeführt, um zu evaluieren, ob Hörer in der Lage sind, zwischen gesunden und pathologischen Schreien, sowie zwischen verschiedenen Pathologien zu diferenzieren.

In einem Hörtraining wurden den Hörern Schreie von gesunden Säuglingen, von Säuglingen mit Lippen-Kiefer-Gaumenspalte, von Säuglingen mit Hörstörungen, von Säuglingen mit Laryngomalazie, sowie von Säuglingen mit Asphyxie und perinataler intracerebraler Blutung auditiv präsentiert. Im Anschluss fand das Hörexperiment durch Zuordnung von 18 Schreien zu den einzelnen Schreigruppen statt.

Verschiedene computerbasierte Klassifikationsalgorithmen (supervised-learning models) wurden ebenfalls auf den Schreien anhand ihrer akustischen Parameter trainiert.

Die Klassifikationsgenauigkeit der Hörergruppen erzielte einen Kappa-Wert von 0,491 (durchschnittliche Leistungsfähigkeit). Mit einer Sensitivität von 0,64 und einer Spezifität von 0,89 waren die Hörer in der Lage zwischen gesunden und pathologischen Schreien zu differenzieren. Verallgemeinerte lineare gemischte Modelle wurden berechnet, um einen möglichen Einfluss der Gruppenzugehörigkeit der Hörer zu ermitteln. Es konnte kein signifikanter Unterschied in der Klassifikationsgenauigkeit zwischen den Hörergruppen ermittelt werden.

Die computerbasierte Klassifikationsgenauigkeit zeigte signifikant bessere Klassifikationsergebnisse mit einem Kappa-Wert von 0,837.

Parole chiave

  • Infant cry discrimination
  • cry classification
  • human listening
  • hearing experiment
  • auitory discrimnation skills
access type Accesso libero

Who are „Young Carers”? Analysis of the Use of the Term in German Speaking Countries and Development of a Definition / Wer sind Young Carers? Analyse der Begriffsverwendung im deutschsprachigen Raum und Entwicklung einer Definition

Pubblicato online: 12 Mar 2019
Pagine: 19 - 31

Astratto

Abstract

Kinder und Jugendliche als pflegende Angehörige, die ein Familienmitglied oder eine nahestehende Person mit einer Erkrankung oder Beeinträchtigung unterstützen, leben oft versteckt vor der Öffentlichkeit und wenig beachtet vom Gesundheits-, Bildungs- und Sozialwesen. In den letzten Jahren ist ein Anstieg an Forschung und Unterstützungsprojekten zu verzeichnen. Dabei zeigt sich, dass der aus Großbritannien stammende Begriff „Young Carers“ unterschiedlich ins Deutsche übersetzt und je nach Übersetzung mit verschiedenen Attributen besetzt ist. Ein einheitliches Begriffsverständnis ist jedoch für den internationalen wissenschaftlichen Dialog, wie auch Theorie-Praxis-Transfer von hoher Relevanz.

Das Ziel dieses Artikels ist es, unterschiedliche Begriffsverwendungen zu analysieren und zu konzeptualisieren, die von Fachpersonen für die Unterstützung dieser Kinder und Jugendlichen verwendet werden. Davon ausgehend wird eine deutschsprachige Definition dieser Zielgruppe entwickelt, die als Grundlage für den öffentlichen und wissenschaftlichen Diskurs dient.

Die gewählte Methode ist die Begriffsanalyse nach Walker und Avant (2014).

Die Analyse verdeutlichte die unterschiedlichen Verwendungen des Begriffs, wobei zentrale Merkmale – das Vorhandensein einer erkrankten und unterstützungsbedürftigen Person, das Alter der jungen Menschen, die übernommenen Tätigkeiten und das hohe Ausmaß an übertragener Verantwortung – die Zielgruppe charakterisieren.

NNicht alle Kinder von Angehörigen oder Nahestehenden mit Erkrankung oder Beeinträchtigung übernehmen Pflege und Unterstützung. Doch ein Teil von ihnen übernimmt diese Aufgaben in einem signifikanten Ausmaß.

Die Analyse zeigt, dass eine Präzisierung der im deutschsprachigen Raum verwendeten Begrifflichkeiten zur Zielgruppe notwendig ist. Eine gemeinsam verwendete Definition ermöglicht zum einen eine Identifizierung durch Fachpersonen und Betroffene selbst und zum anderen die Anschlussfähigkeit an den rasch voranschreitenden internationalen Diskurs.

Parole chiave

  • Young Carers
  • Young Caregivers
  • Definition
  • Concept Analysis
access type Accesso libero

Cultural adaption and validation of the German version of the diagnostic thinking inventory (DTI-G) / Ein Instrument zur Erhebung diagnostischer Kompetenz: Validierung und kulturelle Adaptation des Diagnostic Thinking Inventory (DTI-G)

Pubblicato online: 13 Mar 2019
Pagine: 32 - 45

Astratto

Abstract

Diagnostische Kompetenz ist ein Kernelement professioneller klinischer Praxis. Verschiedene Instrumente wurden entwickelt, um diagnostische Kompetenz unabhängig von fachspezifischem Wissen zu messen. Eines davon ist das Diagnostic Thinking Inventory (DTI), das in verschiedenen Bereichen zur Überprüfung diagnostischer Kompetenz eingesetzt wird. Verschiedene Studien zeigen eine akzeptable Reliabilität und Validität des DTI. Das Ziel dieser Studie war die Übersetzung und Validierung einer deutschen Version (DTI-G).

Die Übersetzung und kulturelle Adaptation erfolgten nach internationalen Richtlinien. Interne Konsistenz, Trennschärfe der Items, Faktorstruktur, Retest-Reliabilität und known-groups validity wurden untersucht.

388 Physiotherapeuten/-innen füllten den Fragebogen aus. Es zeigte sich eine gute interne Konsistenz für die gesamte Skala (Cronbachs a = 0.84). Die exploratorische Faktorenanalyse zeigte eine fünf-faktorielle Lösung mit 21 Items und einer Varianzaufklärung von 55%. Eine konfirmatorische Hauptkomponentenanalyse bestätigte die fünf-faktorielle Struktur und zeigte eine akzeptable bis gute Modellpassung (CFI = .93; RMSEA = .05; SRMR = .06). Die Retest-Reliabilität war gut mit einem ICC2,1 = 0.87, (p < 0.001, n = 118). Weiterhin zeigten sich signifikante Unterschiede zwischen Teilnehmer/innen mit mehr und weniger als 9 Jahren Berufserfahrung (t385 = 6.00, p < 0.001). Insgesamt unterstützen die Ergebnisse die Konstruktvalidität des DTI-G und zeigen eine gute Retest-Reliabilität.

Das DTI-G kann somit die Beurteilung und Entwicklung diagnostischer Kompetenz in der physiotherapeutischen Praxis und Ausbildung unterstützen. Weitere Forschung ist nötig, um den DTI-G auch für andere Gesundheitsberufe zu validieren.

Parole chiave

  • Diagnostic Ability
  • Diagnostic Thinking Inventory
  • Validation
  • Clinical Reasoning
access type Accesso libero

Telephone Interpreting in Home Postpartum Care of Allophone Migrant Women by Midwives / Telefondolmetschen in der geburtshilflichen Nachbetreuung von fremdsprachigen Migrantinnen durch Hebammen zu Hause

Pubblicato online: 22 Mar 2019
Pagine: 46 - 57

Astratto

Abstract

Die gesundheitliche Benachteiligung von Migrantinnen in der geburtshilflichen Versorgung verschärft sich, wenn Sprachbarrieren vorliegen. Dolmetschen optimiert die Verständigung und das Outcome von Mutter und Kind, ist aber für viele Fachpersonen und Migrantinnen unzugänglich. Ein regionales Hebammennetzwerk stellt die in der Schweiz nicht krankenkassenpflichtigen Telefondolmetschdienste zur Verfügung. In dieser Untersuchung wurden der von Hebammen wahrgenommene Nutzen, die Einsatzbereiche und Schwierigkeiten des Telefondolmetschens im Rahmen der häuslichen Wochenbettnachsorge untersucht.

Die Daten wurden bei jedem gedolmetschten Gespräch zwischen September 2013 und März 2016 durch die Hebammen des Netzwerkes erhoben. Der Fragebogen enthielt deskriptiv analysierte Fragen mit Mehrfachantworten, eine Frage mit visueller Analogskala sowie Freitextfelder.

Insgesamt wurden 46 Fragebogen ausgewertet. Zehn von 29 eigens dazu geschulte Hebammen nutzten den Telefondolmetschdienst, und zwar vorwiegend zur Erfassung der Anliegen der Frau und zur Vermittlung von Informationen. Thema waren vor allem die somatische Gesundheit von Mutter und Kind und das Stillen, seltener die psychosoziale Situation und Informationen zu Versorgungsangeboten. Die erreichte Verständigung, die Zufriedenheit der Klientin und eine Verbesserung der Gesundheitskompetenz wurden als Vorteile gesehen. Schwierigkeiten, insbesondere mit dem zusätzlichen Zeitaufwand, der Telefonverbindungsqualität und der Qualität der Übersetzung, wurden seltener erlebt. Insgesamt schätzten die Hebammen den Nutzen des Telefondolmetschens für die Betreuungsqualität mit 7,4 von 10 möglichen Punkten ein.

Obschon Telefondolmetschen die Qualität der Versorgung verbessert, wurde es von den Hebammen verhältnismässig wenig genutzt. Schulungen und möglicherweise Videodolmetschen haben das Potenzial, die Qualität der gedolmetschten Gespräche zu erhöhen und mögliche Hürden bei der Anwendung zu minimieren. Psychosoziale Themen sollten vermehrt besprochen werden.

Parole chiave

  • Telephone interpreting
  • migrants
  • communication barriers
  • postnatal care
  • midwives
  • quality of health care
access type Accesso libero

Delirium-Prevention Programs in German and Austrian Hospitals – Views on Goals, Barriers, Facilitators and Implementation Procedures: A Qualitative Telephone Study / Programme zur Delirprävention in deutschsprachigen Krankenhäusern: eine qualitative, telefonische Befragung zu den Zielstellungen, Barrieren, Förderbedingungen und Umsetzungsschritten in der Implementationsphase

Pubblicato online: 04 Apr 2019
Pagine: 58 - 65

Astratto

Abstract

Darstellung der Zielsetzungen, Barrieren, Förderbedingungen und Umsetzungsschritte im Rahmen der Implementation von Delirpräventionsprogrammen in Deutschland und Österreich.

Qualitative, semi-strukturierte Experteninterviews mit 9 Krankenhausakteuren aus dem Bereich der Implementation von Delirpräventionsprogrammen in Deutschland und Österreich.

Ziele sind die Reduktion der Delirinzidenz, Verbesserung der Behandlungsqualität und Erhöhung der Mitarbeiterzufriedenheit, als Barrieren werden die sektoralisierten Krankenhausprozesse, Finanzierungslücken und die personelle Umsetzung benannt. Die öfentliche Wahrnehmung des Programmes, eine gezielte interne und externe Kommunikation sowie finanzielle Mittel für hauptamtliches Personal wurden als Förderelemente identifiziert. Wichtige Elemente zur Umsetzung sind u. a. interdisziplinäre Arbeitsgruppen und Netzwerke zur Generierung von Synergieeffekten.

Eine Anschubfinanzierung ist ein wichtiger Schlüssel für eine leitliniengerechte Delirprävention. Derzeit stehen die sektoralisierten Krankenhausprozesse einer umfassenden, patientenorientierten Delirprävention in der klinischen Routine entgegen. Um dies aufzubrechen, müssen Förderprogramme initiiert werden, damit eine Schließung dieser Versorgungslücke im deutschsprachigen Raum zeitnah gelingt.

Parole chiave

  • Delirium
  • Prevention
  • Finance
  • Implementation
access type Accesso libero

Views of practice owners on intraprofessional cooperation in teams of professionally trained and academic therapists / Sichtweisen von Praxisinhabern/-innen auf die intraprofessionelle Zusammenarbeit in Teams von berufsfachschulisch ausgebildeten und akademisierten Therapeuten/-innen

Pubblicato online: 10 Sep 2019
Pagine: 103 - 115

Astratto

Abstract

Durch die Akademisierung der Therapieberufe Ergotherapie, Logopädie und Physiotherapie in Deutschland entstehen neue herausfordernde Teamkonstellationen in der intraprofessionellen Zusammenarbeit. Unterschiedliche Qualifikationsniveaus werden sichtbar und bilden ein Spannungsfeld aufgrund meist identischer Arbeitsinhalte bei gleicher Vergütung.

Wie erleben berufsfachschulisch ausgebildete Leitungspersonen die intraprofessionelle Zusammenarbeit von berufsfachschulisch ausgebildeten und akademisierten Angestellten im Praxisteam?

Die Studie beschreibt aus Sicht von berufsfachschulisch ausgebildeten Therapeuten/-innen deren Erfahrungen aus dem Berufsalltag mit akademisierten Angestellten zur Ableitung von Chancen, Herausforderungen und Gelingensfaktoren in der intraprofessionellen Zusammenarbeit.

Vorgestellt wird eine Qualitative Inhaltsanalyse mit Computerunterstützung in MAXQDA von n=9 halbstrukturierten fokussierten Interviews aus einer zweiarmigen Querschnittsstudie mit externer Methodentriangulation. Die Daten werden durch n=85 Freitextnennungen zweier Online-Befragungen ergänzt.

Die Leitungspersonen begrüßen die Akademisierung zum Zweck der beruflichen Stabilität, der gesellschaftlichen Anerkennung und dem Vorantreiben der Forschungslage. In der intraprofessionellen Zusammenarbeit herrscht ein überwiegend gleichberechtigtes Arbeitsklima. Die Daten zeigen ebenso eingeschränkte berufspraktische Fertigkeiten bei den akademisierten Angestellten sowie eine geringe Praxisbindung aufgrund unbefriedigender Entwicklungsperspektiven und einer zu niedrigen Vergütungssituation.

Die Erweiterung berufspraktischer Fertigkeiten von akademisierten Angestellten bedarf der Bereitstellung zeitlicher und finanzieller Ressourcen durch die Praxisleitung. Für die weitere Bindung akademisierter Angestellter an die Praxis müssen strukturelle Anreize durch mehr Verantwortung, erweiterte Tätigkeitsfelder oder qualifikations- und leistungsgerechte Vergütungsmodelle gesetzt werden, um gleichzeitig die Patientenzufriedenheit und -anbindung abzusichern.

Parole chiave

  • higher education
  • professional education
  • therapy professions
  • cooperative behavior
  • intraprofessionality
  • qualitative content analysis
access type Accesso libero

Pelvic floor muscles after birth: Do unstable shoes have an effect on pelvic floor activity and can this be measured reliably? – A feasibility study / Der Beckenboden nach der Geburt: Verändern instabile Schuhe die Aktivität und kann diese reliabel gemessen werden? – Eine Machbarkeitsstudie

Pubblicato online: 06 Nov 2019
Pagine: 116 - 123

Astratto

Abstract

Nach einer Geburt leiden Frauen oftmals an Harninkontinenz. Training der Beckenbodenmuskulatur hat nachweislich einen präventiven wie auch mildernden Efekt auf Harninkontinenz.

Das primäre Ziel dieser Machbarkeitsstudie war es, den Efekt von Schuhwerk (kyBoot und barfuß) auf die Aktivität der Beckenbodenmuskulatur zu untersuchen. Das sekundäre Ziel war es, Variablen zu definieren, welche in Laborumgebung reliabel messbar sind und Aufschluss auf die Beckenbodenaktivität geben.

15 Frauen, 8 Wochen bis 6 Monate nach Geburt, wurden für diese Studie rekrutiert. Zwei Schuhkonditionen (barfuß und kyBoot) und 3 Bewegungsaufgaben (Gehen, Stehen mit aktivem und passivem Beckenboden) wurden analysiert. Die Aktivität des Beckenbodens wurde mitels einer vaginalen Elektrode erfasst. Dreidimensionale Kinematik wurde erfasst. Die Aktivität von abdominaler, Rücken- und glutealer Muskulatur wurde mitels Oberflächen-Elektromyographie erhoben. Die maximale Beckenbodenaktivität mit den zwei Schuhkonditionen wurde verglichen und die Korrelation der Beckenbodenaktivität mit kinematischen Variablen und Oberflächenmuskulatur berechnet.

Die maximale Aktivität des Beckenbodens während des Gehens war signifikant höher barfuß. Für die Steh-Versuche wurden keine Unterschiede zwischen den Schuhkonditionen gefunden. Es wurden keine Variablen gefunden, welche mit der Aktivität der Beckenbodenmuskulatur korrelierten.

Bezüglich Aktivierung der Beckenbodenmuskulatur kann keine Empfehlung für oder gegen das Tragen von kyBoot abgegeben werden. Es sind technische Entwicklungen notwendig, um die Beckenbodenmuskulatur reliabel erfassen zu können.

Parole chiave

  • unstable shoe
  • barefoot
  • pelvic floor musculature
  • postpartum
  • vaginal electromyography
  • feasibility study
access type Accesso libero

Assessing the quality of life and well-being of older adults with physical and cognitive impairments in a German-speaking setting: A systematic review of validity and utility of assessments / Die Erfassung von Lebensqualität und Wohlbefinden älterer Menschen mit psychischen und kognitiven Einschränkungen: ein systematisches Literaturreview zur Validität und Praktikabilität deutschsprachiger Assessments

Pubblicato online: 10 Dec 2019
Pagine: 124 - 143

Astratto

Abstract

Für Gesundheitsfachpersonen, die mit älteren Menschen mit physischen und kognitiven Einschränkungen arbeiten, ist die Verbesserung der Lebensqualität und des Wohlbefindens ihrer Klientinnen und Klienten ein wichtiges Ziel. In dieser Studie wurden Validität und Praktikabilität deutschsprachiger Assessments zur Erfassung von Lebensqualität und Wohlbefinden in der Anwendung mit dieser Klientengruppe beurteilt.

In einer ersten Literaturrecherche wurden in bestehenden Übersichtsarbeiten potenziell geeignete Assessments identifiziert. Für diese wurden in den Datenbanken MEDLINE, CINAHL und PsycINFO eine systematische Suche mit geeigneten Keywords zu den Bereichen „Validität“, „Praktikabilität“, „ältere Menschen“ und „Deutschsprachigkeit“ durchgeführt. Assessments, für welche Evidenz identifiziert werden konnte, wurden bezüglich Validität und Praktikabilität in der Anwendung mit älteren Menschen mit physischen und kognitiven Einschränkungen beurteilt.

Für 14 von 27 identifizierten Assessment wurde im Rahmen der systematischen Literaturrecherche genügend Evidenz gefunden, um sie bezüglich Validität und Praktikabilität zu beurteilen. Die Assessments WHOQOL-BREF, WHOQOL-OLD, WHO-5, EUROHIS-QOL 8, SF-36, SF-12, EQ-5D, NHP, SEIQOL-DW, SWLS, PANAS, QUALIDEM, QOL-AD und DQOL wurden anhand von 82 Studien beurteilt. WHOQOL-BREF, WHO-5, SF-36, SF-12, EQ-5D, NHP, QUALIDEM, QOL-AD und DQOL werden in dieser Arbeit näher betrachtet.

Grundsätzlich unterscheiden sich die 14 Assessments stark bezüglich der Operationalisierung von Lebensqualität/ Wohlbefinden, der Art der Beurteilung (Selbst- oder Fremdbeurteilung) und dem Ausmaß verfügbarer Evidenz. Im Spezifischen empfehlen wir folgende Assessments zur Erfassung von Lebensqualität und Wohlbefinden von älteren Menschen mit physischen und kognitiven Einschränkungen: WHOQOL-BREF zur Selbstbeurteilung, QUALIDEM zur Fremdbeurteilung von Menschen mit schwerer Demenz und zusätzlich den EQ-5D bei Projekten mit gesundheitsökonomischen Fragestellungen.

Parole chiave

  • Quality of Life
  • Well-Being
  • Assessment
  • Older Adults
  • Evaluation
  • Physical Impairment
  • Cognitive Impairment

Contribution to the HoGe conference 2018 „Digital learning and teaching“

access type Accesso libero

Editorial: Digitales Lernen und Lehren

Pubblicato online: 25 May 2019
Pagine: 66 - 67

Astratto

access type Accesso libero

Blind Flight into the eHealth World? Deficits in the education of health professionals hamper process of professionalization. Contribution to the HoGe conference 2018 „Digital learning and teaching“ / Blindflug in die eHealth-Welt? Bildungsdefizite machen Professionalisierungsbemühungen der Gesundheitsberufe zunichte. Beitrag zur HoGe–Tagung 2018 „Digitales Lernen und Lehren“

Pubblicato online: 25 May 2019
Pagine: 68 - 78

Astratto

Abstract

Dieses Essay beschreibt die digitale Transformation unserer Gesellschaft und deren kumulative Auswirkungen im Gesundheitswesen, welches zunehmend industrialisiert wird und in dem entsprechend ökonomisch orientiertes Managementdenken Einzug hält. Wie die Gesundheitsfachleute darauf reagieren, wird aufgezeigt. Die beschriebenen Trends wurden schon vor 20 Jahren aus ökonomisch-politischer, epidemiologisch-medizinischer und informatiktechnischer Sicht beschrieben und Konsequenzen für die Gesundheitsversorgung skizziert: Sie prophezeiten einen grundlegenden Wandel im Verhältnis zwischen Patienten/-innen und Healthprofessionals und stellen deren Selbstverständnis und Stellenwert radikal infrage. Durch die Digitalisierung gewonnene Zeitressourcen werden kaum für die Zuwendung zu Patienten/-innen eingesetzt, da teure und gut ausgebildete Menschen nicht „unproduktiv“ sein dürfen. Ein Blick in die Zukunft skizziert die Arbeitswelt 4.0 im Gesundheitswesen und fragt, wie sich das Verhältnis zwischen Menschen und Healthprofessionals mit dem Einsatz von humanoiden Robotern im Gesundheitswesen ändern wird.

Auf dem Hintergrund der obigen Ausführungen macht die Analyse von Bildungsempfehlungen aus Deutschland und der Schweiz deren Defizite deutlich. Als Fazit resultiert die Forderung nach einer zukunftsgerichteten Ausbildung von Healthprofessionals, welche die Auswirkungen der Digitalisierung auf unsere Identitäten, Beziehungen, Werte und Haltungen schon heute thematisiert – und auch die Grundsatzfrage nicht scheut, ob Berufe und Ausbildungen in der heutigen Form noch zielführend sind.

Parole chiave

  • Health Professions
  • Medical Education
  • Educational strategy
  • Digitalization
  • Robot
  • Algorithm
  • Professionalization
  • eHealth
access type Accesso libero

The inverted classroom in health care – learner in the focus of digital change. Contribution to the HoGe conference 2018 „Digital learning and teaching“ / Der Inverted Classroom in den Gesundheitsberufen – Lernende im Fokus des digitalen Aufbruchs. Beitrag zur HoGe-Tagung 2018 „Digitales Lernen und Lehren“

Pubblicato online: 25 May 2019
Pagine: 79 - 89

Astratto

Abstract

Digitalisierungsprozesse stellen gegenwärtig und zukünftig spezifische Anforderungen an die berufliche Handlungsfähigkeit. Gerade in den Gesundheitsberufen stehen Akteure vor der Herausforderung, mit den technologischen Entwicklungen Schritt zu halten und strukturellen Veränderungen von Arbeits-, Lern- und Kommunikationsprozessen zu begegnen und zu gestalten. Hinzu kommt die Notwendigkeit, Qualifizierungsstrukturen zu modernisieren und eine stärkere Theorie-Praxis-Verzahnung zu realisieren. Das Inverted-Classroom-Modell (ICM) liefert einen vielversprechenden konzeptionellen Rahmen, diese Aufgaben systematisch anzugehen und bietet passende Ansatzpunkte für eine nachhaltige Integration in bestehende Strukturen. Im ICM werden klassische Lehr-/Lernräume vertauscht und mithilfe von digitalen Medien aktiv verknüpft, sodass mehr Raum für gestaltende, selbstständige und kooperative Lernprozesse entsteht. In diesem Beitrag werden die zielgruppenorientierte Entwicklung und Umsetzung des ICM für die Ausbildung von Logopäd/-innen und die Weiterbildung zu Hygienefachkräften vorgestellt sowie Gelingensbedingungen abgeleitet. Dazu werden die Ergebnisse aus zwei Evaluationsschriten wiedergegeben – der Zielgruppenanalyse (standardisierte Fragebögen) und der Testung der technischen und mediendidaktischen Umsetzung (Fokusgruppen). Die Ergebnisse aus der standardisierten Befragung ergaben ein heterogenes Bild hinsichtlich der Erfahrung im Umgang mit digitalen Medien und verdeutlichten die Notwendigkeit praxisorientierter, flexibler Lernangebote. Auf dieser Basis wurden eine Lernplattform mit adäquaten Kommunikations- und Lernwerkzeugen sowie Lerninhalten entwickelt. In Fokusgruppen wurden Stärken und Schwächen der Umsetzung identifiziert, die zu technischen und didaktischen Anpassungen führten. Durch die starke Zielgruppenorientierung konnten deutliche Mehrwerte generiert werden, die zu höherer Akzeptanz führen und die Voraussetzung für eine nachhaltige Integration sind. Mit dem ICM gelingt es in beiden Zielgruppen, aktive Auseinandersetzungsprozesse zu initiieren und eine fruchtbare Verbindung zwischen theoretischem Wissen und praktischen Erfahrungen zu etablieren.

Parole chiave

  • Inverted Classroom
  • digital change
  • vocational health training
  • target group orientation
  • speech therapists
  • hygiene specialists
access type Accesso libero

How can problem-based learning be realised in blended learning format? Contribution to the HoGe conference 2018 „Digital learning and teaching“ / Wie kann problembasiertes Lernen im Blended-Learning-Format umgesetzt werden? Beitrag zur HoGe–Tagung 2018 „Digitales Lernen und Lehren“

Pubblicato online: 25 May 2019
Pagine: 90 - 96

Astratto

Abstract

Auf die wachsenden Anforderungen im eHealth-Bereich können sich Studierende durch gezielten Einsatz von mediengestützten Unterrichts-Setings schon in der Ausbildung vorbereiten. Problembasiertes Lernen (PBL) ist ein lernerzentrierter Bildungsansatz, der auf authentischen Problemen basiert. Die Siebensprung-Methode ist eine etablierte Methode zur Umsetzung von PBL und zur theoretischen Bearbeitung von Problemstellungen im Unterricht. PBL unterliegt der Gefahr der „Untersteuerung des Lernprozesses“ (Müller Werder, 2013). E-Learning kann die Prozesssteuerung effizienter gestalten und durch rollenspezifische Templates besser strukturieren. Am Beispiel eines Studienganges Pflege der Höheren Fachschule in der Schweiz werden erste Möglichkeiten zur Umsetzung in den Gesundheitsberufen aufgezeigt und kritisch diskutiert. In der vorliegenden Fallstudie sollte die Frage beantwortet werden: Wie kann problembasiertes Lernen im Blended Format umgesetzt werden?

Parole chiave

  • problem-based learning
  • blended learning
  • ePBL
access type Accesso libero

Studying from the Sofa. Contribution to the HoGe conference 2018 „Digital learning and teaching“ / Studieren vom Sofa aus.Beitrag zur HoGe–Tagung 2018 „Digitales Lernen und Lehren“

Pubblicato online: 25 May 2019
Pagine: 97 - 102

Astratto

Abstract

Am 1.10.2018 ging ein neues Online-Studienangebot mit 43 Pilotstudierenden an den Start. Der Bachelorstudiengang „Interprofessionelle Gesundheitsversorgung – online“ richtet sich an berufserfahrene, dreijährig ausgebildete Logopäden/-innen, Physio- und Ergotherapeuten/-innen und Pflegekräfte incl. Alten- u. Kinderkranken- bzw. Kindergesundheitspflege. Im Rahmen des Forschungsprojektes HCP (Health Care Professionals) wurde der Studiengang von einem sechsköpfigen interprofessionellen Wissenschaftlerinnenteam über drei Jahre an der Alice-Salomon-Hochschule in Berlin entwickelt. Bis Ende Juli 2020 werden das berufsbegleitende Studienformat, das mediendidaktische online-basierte Konzept und die Inhalte erprobt und evaluiert. Die fortschreitenden Entwicklungen technologiegestützter Lern-/Lehrszenarien werden in die Weiterentwicklung des Online-Studienangebots ebenso einfließen wie die Evaluationsergebnisse aus der Pilotphase des Studiengangs „interprofessionelle Gesundheitsversorgung – online“.

Parole chiave

  • interprofessional education
  • interprofessional cooperation
  • online studies
  • health care
14 Articoli
access type Accesso libero

Editorial

Pubblicato online: 30 Jan 2019
Pagine: 1 - 1

Astratto

access type Accesso libero

Comparison of Supervised-Learning Models and Auditory Discrimination of Infant Cries for the Early Detection of Developmental Disorders / Vergleich von Supervised-Learning Klassifikationsmodellen und menschlicher auditiver Diskriminationsfähigkeit zur Unterscheidung von Säuglingsschreien mit kongenitalen Entwicklungsstörungen

Pubblicato online: 30 Jan 2019
Pagine: 2 - 18

Astratto

Abstract

Die Diskrimination von gesunden und pathologischen Säuglingsschreien kann auf unterschiedliche Weise erfolgen: über computerbasierte Klassifikation von akustischen Parametern des Schreis oder über auditive Diskriminierung durch das menschliche Gehör. In diesem Artikel wird die Leistungsfähigkeit der beiden Verfahren miteinander verglichen.

Ein Hörexperiment mit unterschiedlichen Hörergruppen (Laien, Eltern, Hebammen und Therapeuten) wurde durchgeführt, um zu evaluieren, ob Hörer in der Lage sind, zwischen gesunden und pathologischen Schreien, sowie zwischen verschiedenen Pathologien zu diferenzieren.

In einem Hörtraining wurden den Hörern Schreie von gesunden Säuglingen, von Säuglingen mit Lippen-Kiefer-Gaumenspalte, von Säuglingen mit Hörstörungen, von Säuglingen mit Laryngomalazie, sowie von Säuglingen mit Asphyxie und perinataler intracerebraler Blutung auditiv präsentiert. Im Anschluss fand das Hörexperiment durch Zuordnung von 18 Schreien zu den einzelnen Schreigruppen statt.

Verschiedene computerbasierte Klassifikationsalgorithmen (supervised-learning models) wurden ebenfalls auf den Schreien anhand ihrer akustischen Parameter trainiert.

Die Klassifikationsgenauigkeit der Hörergruppen erzielte einen Kappa-Wert von 0,491 (durchschnittliche Leistungsfähigkeit). Mit einer Sensitivität von 0,64 und einer Spezifität von 0,89 waren die Hörer in der Lage zwischen gesunden und pathologischen Schreien zu differenzieren. Verallgemeinerte lineare gemischte Modelle wurden berechnet, um einen möglichen Einfluss der Gruppenzugehörigkeit der Hörer zu ermitteln. Es konnte kein signifikanter Unterschied in der Klassifikationsgenauigkeit zwischen den Hörergruppen ermittelt werden.

Die computerbasierte Klassifikationsgenauigkeit zeigte signifikant bessere Klassifikationsergebnisse mit einem Kappa-Wert von 0,837.

Parole chiave

  • Infant cry discrimination
  • cry classification
  • human listening
  • hearing experiment
  • auitory discrimnation skills
access type Accesso libero

Who are „Young Carers”? Analysis of the Use of the Term in German Speaking Countries and Development of a Definition / Wer sind Young Carers? Analyse der Begriffsverwendung im deutschsprachigen Raum und Entwicklung einer Definition

Pubblicato online: 12 Mar 2019
Pagine: 19 - 31

Astratto

Abstract

Kinder und Jugendliche als pflegende Angehörige, die ein Familienmitglied oder eine nahestehende Person mit einer Erkrankung oder Beeinträchtigung unterstützen, leben oft versteckt vor der Öffentlichkeit und wenig beachtet vom Gesundheits-, Bildungs- und Sozialwesen. In den letzten Jahren ist ein Anstieg an Forschung und Unterstützungsprojekten zu verzeichnen. Dabei zeigt sich, dass der aus Großbritannien stammende Begriff „Young Carers“ unterschiedlich ins Deutsche übersetzt und je nach Übersetzung mit verschiedenen Attributen besetzt ist. Ein einheitliches Begriffsverständnis ist jedoch für den internationalen wissenschaftlichen Dialog, wie auch Theorie-Praxis-Transfer von hoher Relevanz.

Das Ziel dieses Artikels ist es, unterschiedliche Begriffsverwendungen zu analysieren und zu konzeptualisieren, die von Fachpersonen für die Unterstützung dieser Kinder und Jugendlichen verwendet werden. Davon ausgehend wird eine deutschsprachige Definition dieser Zielgruppe entwickelt, die als Grundlage für den öffentlichen und wissenschaftlichen Diskurs dient.

Die gewählte Methode ist die Begriffsanalyse nach Walker und Avant (2014).

Die Analyse verdeutlichte die unterschiedlichen Verwendungen des Begriffs, wobei zentrale Merkmale – das Vorhandensein einer erkrankten und unterstützungsbedürftigen Person, das Alter der jungen Menschen, die übernommenen Tätigkeiten und das hohe Ausmaß an übertragener Verantwortung – die Zielgruppe charakterisieren.

NNicht alle Kinder von Angehörigen oder Nahestehenden mit Erkrankung oder Beeinträchtigung übernehmen Pflege und Unterstützung. Doch ein Teil von ihnen übernimmt diese Aufgaben in einem signifikanten Ausmaß.

Die Analyse zeigt, dass eine Präzisierung der im deutschsprachigen Raum verwendeten Begrifflichkeiten zur Zielgruppe notwendig ist. Eine gemeinsam verwendete Definition ermöglicht zum einen eine Identifizierung durch Fachpersonen und Betroffene selbst und zum anderen die Anschlussfähigkeit an den rasch voranschreitenden internationalen Diskurs.

Parole chiave

  • Young Carers
  • Young Caregivers
  • Definition
  • Concept Analysis
access type Accesso libero

Cultural adaption and validation of the German version of the diagnostic thinking inventory (DTI-G) / Ein Instrument zur Erhebung diagnostischer Kompetenz: Validierung und kulturelle Adaptation des Diagnostic Thinking Inventory (DTI-G)

Pubblicato online: 13 Mar 2019
Pagine: 32 - 45

Astratto

Abstract

Diagnostische Kompetenz ist ein Kernelement professioneller klinischer Praxis. Verschiedene Instrumente wurden entwickelt, um diagnostische Kompetenz unabhängig von fachspezifischem Wissen zu messen. Eines davon ist das Diagnostic Thinking Inventory (DTI), das in verschiedenen Bereichen zur Überprüfung diagnostischer Kompetenz eingesetzt wird. Verschiedene Studien zeigen eine akzeptable Reliabilität und Validität des DTI. Das Ziel dieser Studie war die Übersetzung und Validierung einer deutschen Version (DTI-G).

Die Übersetzung und kulturelle Adaptation erfolgten nach internationalen Richtlinien. Interne Konsistenz, Trennschärfe der Items, Faktorstruktur, Retest-Reliabilität und known-groups validity wurden untersucht.

388 Physiotherapeuten/-innen füllten den Fragebogen aus. Es zeigte sich eine gute interne Konsistenz für die gesamte Skala (Cronbachs a = 0.84). Die exploratorische Faktorenanalyse zeigte eine fünf-faktorielle Lösung mit 21 Items und einer Varianzaufklärung von 55%. Eine konfirmatorische Hauptkomponentenanalyse bestätigte die fünf-faktorielle Struktur und zeigte eine akzeptable bis gute Modellpassung (CFI = .93; RMSEA = .05; SRMR = .06). Die Retest-Reliabilität war gut mit einem ICC2,1 = 0.87, (p < 0.001, n = 118). Weiterhin zeigten sich signifikante Unterschiede zwischen Teilnehmer/innen mit mehr und weniger als 9 Jahren Berufserfahrung (t385 = 6.00, p < 0.001). Insgesamt unterstützen die Ergebnisse die Konstruktvalidität des DTI-G und zeigen eine gute Retest-Reliabilität.

Das DTI-G kann somit die Beurteilung und Entwicklung diagnostischer Kompetenz in der physiotherapeutischen Praxis und Ausbildung unterstützen. Weitere Forschung ist nötig, um den DTI-G auch für andere Gesundheitsberufe zu validieren.

Parole chiave

  • Diagnostic Ability
  • Diagnostic Thinking Inventory
  • Validation
  • Clinical Reasoning
access type Accesso libero

Telephone Interpreting in Home Postpartum Care of Allophone Migrant Women by Midwives / Telefondolmetschen in der geburtshilflichen Nachbetreuung von fremdsprachigen Migrantinnen durch Hebammen zu Hause

Pubblicato online: 22 Mar 2019
Pagine: 46 - 57

Astratto

Abstract

Die gesundheitliche Benachteiligung von Migrantinnen in der geburtshilflichen Versorgung verschärft sich, wenn Sprachbarrieren vorliegen. Dolmetschen optimiert die Verständigung und das Outcome von Mutter und Kind, ist aber für viele Fachpersonen und Migrantinnen unzugänglich. Ein regionales Hebammennetzwerk stellt die in der Schweiz nicht krankenkassenpflichtigen Telefondolmetschdienste zur Verfügung. In dieser Untersuchung wurden der von Hebammen wahrgenommene Nutzen, die Einsatzbereiche und Schwierigkeiten des Telefondolmetschens im Rahmen der häuslichen Wochenbettnachsorge untersucht.

Die Daten wurden bei jedem gedolmetschten Gespräch zwischen September 2013 und März 2016 durch die Hebammen des Netzwerkes erhoben. Der Fragebogen enthielt deskriptiv analysierte Fragen mit Mehrfachantworten, eine Frage mit visueller Analogskala sowie Freitextfelder.

Insgesamt wurden 46 Fragebogen ausgewertet. Zehn von 29 eigens dazu geschulte Hebammen nutzten den Telefondolmetschdienst, und zwar vorwiegend zur Erfassung der Anliegen der Frau und zur Vermittlung von Informationen. Thema waren vor allem die somatische Gesundheit von Mutter und Kind und das Stillen, seltener die psychosoziale Situation und Informationen zu Versorgungsangeboten. Die erreichte Verständigung, die Zufriedenheit der Klientin und eine Verbesserung der Gesundheitskompetenz wurden als Vorteile gesehen. Schwierigkeiten, insbesondere mit dem zusätzlichen Zeitaufwand, der Telefonverbindungsqualität und der Qualität der Übersetzung, wurden seltener erlebt. Insgesamt schätzten die Hebammen den Nutzen des Telefondolmetschens für die Betreuungsqualität mit 7,4 von 10 möglichen Punkten ein.

Obschon Telefondolmetschen die Qualität der Versorgung verbessert, wurde es von den Hebammen verhältnismässig wenig genutzt. Schulungen und möglicherweise Videodolmetschen haben das Potenzial, die Qualität der gedolmetschten Gespräche zu erhöhen und mögliche Hürden bei der Anwendung zu minimieren. Psychosoziale Themen sollten vermehrt besprochen werden.

Parole chiave

  • Telephone interpreting
  • migrants
  • communication barriers
  • postnatal care
  • midwives
  • quality of health care
access type Accesso libero

Delirium-Prevention Programs in German and Austrian Hospitals – Views on Goals, Barriers, Facilitators and Implementation Procedures: A Qualitative Telephone Study / Programme zur Delirprävention in deutschsprachigen Krankenhäusern: eine qualitative, telefonische Befragung zu den Zielstellungen, Barrieren, Förderbedingungen und Umsetzungsschritten in der Implementationsphase

Pubblicato online: 04 Apr 2019
Pagine: 58 - 65

Astratto

Abstract

Darstellung der Zielsetzungen, Barrieren, Förderbedingungen und Umsetzungsschritte im Rahmen der Implementation von Delirpräventionsprogrammen in Deutschland und Österreich.

Qualitative, semi-strukturierte Experteninterviews mit 9 Krankenhausakteuren aus dem Bereich der Implementation von Delirpräventionsprogrammen in Deutschland und Österreich.

Ziele sind die Reduktion der Delirinzidenz, Verbesserung der Behandlungsqualität und Erhöhung der Mitarbeiterzufriedenheit, als Barrieren werden die sektoralisierten Krankenhausprozesse, Finanzierungslücken und die personelle Umsetzung benannt. Die öfentliche Wahrnehmung des Programmes, eine gezielte interne und externe Kommunikation sowie finanzielle Mittel für hauptamtliches Personal wurden als Förderelemente identifiziert. Wichtige Elemente zur Umsetzung sind u. a. interdisziplinäre Arbeitsgruppen und Netzwerke zur Generierung von Synergieeffekten.

Eine Anschubfinanzierung ist ein wichtiger Schlüssel für eine leitliniengerechte Delirprävention. Derzeit stehen die sektoralisierten Krankenhausprozesse einer umfassenden, patientenorientierten Delirprävention in der klinischen Routine entgegen. Um dies aufzubrechen, müssen Förderprogramme initiiert werden, damit eine Schließung dieser Versorgungslücke im deutschsprachigen Raum zeitnah gelingt.

Parole chiave

  • Delirium
  • Prevention
  • Finance
  • Implementation
access type Accesso libero

Views of practice owners on intraprofessional cooperation in teams of professionally trained and academic therapists / Sichtweisen von Praxisinhabern/-innen auf die intraprofessionelle Zusammenarbeit in Teams von berufsfachschulisch ausgebildeten und akademisierten Therapeuten/-innen

Pubblicato online: 10 Sep 2019
Pagine: 103 - 115

Astratto

Abstract

Durch die Akademisierung der Therapieberufe Ergotherapie, Logopädie und Physiotherapie in Deutschland entstehen neue herausfordernde Teamkonstellationen in der intraprofessionellen Zusammenarbeit. Unterschiedliche Qualifikationsniveaus werden sichtbar und bilden ein Spannungsfeld aufgrund meist identischer Arbeitsinhalte bei gleicher Vergütung.

Wie erleben berufsfachschulisch ausgebildete Leitungspersonen die intraprofessionelle Zusammenarbeit von berufsfachschulisch ausgebildeten und akademisierten Angestellten im Praxisteam?

Die Studie beschreibt aus Sicht von berufsfachschulisch ausgebildeten Therapeuten/-innen deren Erfahrungen aus dem Berufsalltag mit akademisierten Angestellten zur Ableitung von Chancen, Herausforderungen und Gelingensfaktoren in der intraprofessionellen Zusammenarbeit.

Vorgestellt wird eine Qualitative Inhaltsanalyse mit Computerunterstützung in MAXQDA von n=9 halbstrukturierten fokussierten Interviews aus einer zweiarmigen Querschnittsstudie mit externer Methodentriangulation. Die Daten werden durch n=85 Freitextnennungen zweier Online-Befragungen ergänzt.

Die Leitungspersonen begrüßen die Akademisierung zum Zweck der beruflichen Stabilität, der gesellschaftlichen Anerkennung und dem Vorantreiben der Forschungslage. In der intraprofessionellen Zusammenarbeit herrscht ein überwiegend gleichberechtigtes Arbeitsklima. Die Daten zeigen ebenso eingeschränkte berufspraktische Fertigkeiten bei den akademisierten Angestellten sowie eine geringe Praxisbindung aufgrund unbefriedigender Entwicklungsperspektiven und einer zu niedrigen Vergütungssituation.

Die Erweiterung berufspraktischer Fertigkeiten von akademisierten Angestellten bedarf der Bereitstellung zeitlicher und finanzieller Ressourcen durch die Praxisleitung. Für die weitere Bindung akademisierter Angestellter an die Praxis müssen strukturelle Anreize durch mehr Verantwortung, erweiterte Tätigkeitsfelder oder qualifikations- und leistungsgerechte Vergütungsmodelle gesetzt werden, um gleichzeitig die Patientenzufriedenheit und -anbindung abzusichern.

Parole chiave

  • higher education
  • professional education
  • therapy professions
  • cooperative behavior
  • intraprofessionality
  • qualitative content analysis
access type Accesso libero

Pelvic floor muscles after birth: Do unstable shoes have an effect on pelvic floor activity and can this be measured reliably? – A feasibility study / Der Beckenboden nach der Geburt: Verändern instabile Schuhe die Aktivität und kann diese reliabel gemessen werden? – Eine Machbarkeitsstudie

Pubblicato online: 06 Nov 2019
Pagine: 116 - 123

Astratto

Abstract

Nach einer Geburt leiden Frauen oftmals an Harninkontinenz. Training der Beckenbodenmuskulatur hat nachweislich einen präventiven wie auch mildernden Efekt auf Harninkontinenz.

Das primäre Ziel dieser Machbarkeitsstudie war es, den Efekt von Schuhwerk (kyBoot und barfuß) auf die Aktivität der Beckenbodenmuskulatur zu untersuchen. Das sekundäre Ziel war es, Variablen zu definieren, welche in Laborumgebung reliabel messbar sind und Aufschluss auf die Beckenbodenaktivität geben.

15 Frauen, 8 Wochen bis 6 Monate nach Geburt, wurden für diese Studie rekrutiert. Zwei Schuhkonditionen (barfuß und kyBoot) und 3 Bewegungsaufgaben (Gehen, Stehen mit aktivem und passivem Beckenboden) wurden analysiert. Die Aktivität des Beckenbodens wurde mitels einer vaginalen Elektrode erfasst. Dreidimensionale Kinematik wurde erfasst. Die Aktivität von abdominaler, Rücken- und glutealer Muskulatur wurde mitels Oberflächen-Elektromyographie erhoben. Die maximale Beckenbodenaktivität mit den zwei Schuhkonditionen wurde verglichen und die Korrelation der Beckenbodenaktivität mit kinematischen Variablen und Oberflächenmuskulatur berechnet.

Die maximale Aktivität des Beckenbodens während des Gehens war signifikant höher barfuß. Für die Steh-Versuche wurden keine Unterschiede zwischen den Schuhkonditionen gefunden. Es wurden keine Variablen gefunden, welche mit der Aktivität der Beckenbodenmuskulatur korrelierten.

Bezüglich Aktivierung der Beckenbodenmuskulatur kann keine Empfehlung für oder gegen das Tragen von kyBoot abgegeben werden. Es sind technische Entwicklungen notwendig, um die Beckenbodenmuskulatur reliabel erfassen zu können.

Parole chiave

  • unstable shoe
  • barefoot
  • pelvic floor musculature
  • postpartum
  • vaginal electromyography
  • feasibility study
access type Accesso libero

Assessing the quality of life and well-being of older adults with physical and cognitive impairments in a German-speaking setting: A systematic review of validity and utility of assessments / Die Erfassung von Lebensqualität und Wohlbefinden älterer Menschen mit psychischen und kognitiven Einschränkungen: ein systematisches Literaturreview zur Validität und Praktikabilität deutschsprachiger Assessments

Pubblicato online: 10 Dec 2019
Pagine: 124 - 143

Astratto

Abstract

Für Gesundheitsfachpersonen, die mit älteren Menschen mit physischen und kognitiven Einschränkungen arbeiten, ist die Verbesserung der Lebensqualität und des Wohlbefindens ihrer Klientinnen und Klienten ein wichtiges Ziel. In dieser Studie wurden Validität und Praktikabilität deutschsprachiger Assessments zur Erfassung von Lebensqualität und Wohlbefinden in der Anwendung mit dieser Klientengruppe beurteilt.

In einer ersten Literaturrecherche wurden in bestehenden Übersichtsarbeiten potenziell geeignete Assessments identifiziert. Für diese wurden in den Datenbanken MEDLINE, CINAHL und PsycINFO eine systematische Suche mit geeigneten Keywords zu den Bereichen „Validität“, „Praktikabilität“, „ältere Menschen“ und „Deutschsprachigkeit“ durchgeführt. Assessments, für welche Evidenz identifiziert werden konnte, wurden bezüglich Validität und Praktikabilität in der Anwendung mit älteren Menschen mit physischen und kognitiven Einschränkungen beurteilt.

Für 14 von 27 identifizierten Assessment wurde im Rahmen der systematischen Literaturrecherche genügend Evidenz gefunden, um sie bezüglich Validität und Praktikabilität zu beurteilen. Die Assessments WHOQOL-BREF, WHOQOL-OLD, WHO-5, EUROHIS-QOL 8, SF-36, SF-12, EQ-5D, NHP, SEIQOL-DW, SWLS, PANAS, QUALIDEM, QOL-AD und DQOL wurden anhand von 82 Studien beurteilt. WHOQOL-BREF, WHO-5, SF-36, SF-12, EQ-5D, NHP, QUALIDEM, QOL-AD und DQOL werden in dieser Arbeit näher betrachtet.

Grundsätzlich unterscheiden sich die 14 Assessments stark bezüglich der Operationalisierung von Lebensqualität/ Wohlbefinden, der Art der Beurteilung (Selbst- oder Fremdbeurteilung) und dem Ausmaß verfügbarer Evidenz. Im Spezifischen empfehlen wir folgende Assessments zur Erfassung von Lebensqualität und Wohlbefinden von älteren Menschen mit physischen und kognitiven Einschränkungen: WHOQOL-BREF zur Selbstbeurteilung, QUALIDEM zur Fremdbeurteilung von Menschen mit schwerer Demenz und zusätzlich den EQ-5D bei Projekten mit gesundheitsökonomischen Fragestellungen.

Parole chiave

  • Quality of Life
  • Well-Being
  • Assessment
  • Older Adults
  • Evaluation
  • Physical Impairment
  • Cognitive Impairment

Contribution to the HoGe conference 2018 „Digital learning and teaching“

access type Accesso libero

Editorial: Digitales Lernen und Lehren

Pubblicato online: 25 May 2019
Pagine: 66 - 67

Astratto

access type Accesso libero

Blind Flight into the eHealth World? Deficits in the education of health professionals hamper process of professionalization. Contribution to the HoGe conference 2018 „Digital learning and teaching“ / Blindflug in die eHealth-Welt? Bildungsdefizite machen Professionalisierungsbemühungen der Gesundheitsberufe zunichte. Beitrag zur HoGe–Tagung 2018 „Digitales Lernen und Lehren“

Pubblicato online: 25 May 2019
Pagine: 68 - 78

Astratto

Abstract

Dieses Essay beschreibt die digitale Transformation unserer Gesellschaft und deren kumulative Auswirkungen im Gesundheitswesen, welches zunehmend industrialisiert wird und in dem entsprechend ökonomisch orientiertes Managementdenken Einzug hält. Wie die Gesundheitsfachleute darauf reagieren, wird aufgezeigt. Die beschriebenen Trends wurden schon vor 20 Jahren aus ökonomisch-politischer, epidemiologisch-medizinischer und informatiktechnischer Sicht beschrieben und Konsequenzen für die Gesundheitsversorgung skizziert: Sie prophezeiten einen grundlegenden Wandel im Verhältnis zwischen Patienten/-innen und Healthprofessionals und stellen deren Selbstverständnis und Stellenwert radikal infrage. Durch die Digitalisierung gewonnene Zeitressourcen werden kaum für die Zuwendung zu Patienten/-innen eingesetzt, da teure und gut ausgebildete Menschen nicht „unproduktiv“ sein dürfen. Ein Blick in die Zukunft skizziert die Arbeitswelt 4.0 im Gesundheitswesen und fragt, wie sich das Verhältnis zwischen Menschen und Healthprofessionals mit dem Einsatz von humanoiden Robotern im Gesundheitswesen ändern wird.

Auf dem Hintergrund der obigen Ausführungen macht die Analyse von Bildungsempfehlungen aus Deutschland und der Schweiz deren Defizite deutlich. Als Fazit resultiert die Forderung nach einer zukunftsgerichteten Ausbildung von Healthprofessionals, welche die Auswirkungen der Digitalisierung auf unsere Identitäten, Beziehungen, Werte und Haltungen schon heute thematisiert – und auch die Grundsatzfrage nicht scheut, ob Berufe und Ausbildungen in der heutigen Form noch zielführend sind.

Parole chiave

  • Health Professions
  • Medical Education
  • Educational strategy
  • Digitalization
  • Robot
  • Algorithm
  • Professionalization
  • eHealth
access type Accesso libero

The inverted classroom in health care – learner in the focus of digital change. Contribution to the HoGe conference 2018 „Digital learning and teaching“ / Der Inverted Classroom in den Gesundheitsberufen – Lernende im Fokus des digitalen Aufbruchs. Beitrag zur HoGe-Tagung 2018 „Digitales Lernen und Lehren“

Pubblicato online: 25 May 2019
Pagine: 79 - 89

Astratto

Abstract

Digitalisierungsprozesse stellen gegenwärtig und zukünftig spezifische Anforderungen an die berufliche Handlungsfähigkeit. Gerade in den Gesundheitsberufen stehen Akteure vor der Herausforderung, mit den technologischen Entwicklungen Schritt zu halten und strukturellen Veränderungen von Arbeits-, Lern- und Kommunikationsprozessen zu begegnen und zu gestalten. Hinzu kommt die Notwendigkeit, Qualifizierungsstrukturen zu modernisieren und eine stärkere Theorie-Praxis-Verzahnung zu realisieren. Das Inverted-Classroom-Modell (ICM) liefert einen vielversprechenden konzeptionellen Rahmen, diese Aufgaben systematisch anzugehen und bietet passende Ansatzpunkte für eine nachhaltige Integration in bestehende Strukturen. Im ICM werden klassische Lehr-/Lernräume vertauscht und mithilfe von digitalen Medien aktiv verknüpft, sodass mehr Raum für gestaltende, selbstständige und kooperative Lernprozesse entsteht. In diesem Beitrag werden die zielgruppenorientierte Entwicklung und Umsetzung des ICM für die Ausbildung von Logopäd/-innen und die Weiterbildung zu Hygienefachkräften vorgestellt sowie Gelingensbedingungen abgeleitet. Dazu werden die Ergebnisse aus zwei Evaluationsschriten wiedergegeben – der Zielgruppenanalyse (standardisierte Fragebögen) und der Testung der technischen und mediendidaktischen Umsetzung (Fokusgruppen). Die Ergebnisse aus der standardisierten Befragung ergaben ein heterogenes Bild hinsichtlich der Erfahrung im Umgang mit digitalen Medien und verdeutlichten die Notwendigkeit praxisorientierter, flexibler Lernangebote. Auf dieser Basis wurden eine Lernplattform mit adäquaten Kommunikations- und Lernwerkzeugen sowie Lerninhalten entwickelt. In Fokusgruppen wurden Stärken und Schwächen der Umsetzung identifiziert, die zu technischen und didaktischen Anpassungen führten. Durch die starke Zielgruppenorientierung konnten deutliche Mehrwerte generiert werden, die zu höherer Akzeptanz führen und die Voraussetzung für eine nachhaltige Integration sind. Mit dem ICM gelingt es in beiden Zielgruppen, aktive Auseinandersetzungsprozesse zu initiieren und eine fruchtbare Verbindung zwischen theoretischem Wissen und praktischen Erfahrungen zu etablieren.

Parole chiave

  • Inverted Classroom
  • digital change
  • vocational health training
  • target group orientation
  • speech therapists
  • hygiene specialists
access type Accesso libero

How can problem-based learning be realised in blended learning format? Contribution to the HoGe conference 2018 „Digital learning and teaching“ / Wie kann problembasiertes Lernen im Blended-Learning-Format umgesetzt werden? Beitrag zur HoGe–Tagung 2018 „Digitales Lernen und Lehren“

Pubblicato online: 25 May 2019
Pagine: 90 - 96

Astratto

Abstract

Auf die wachsenden Anforderungen im eHealth-Bereich können sich Studierende durch gezielten Einsatz von mediengestützten Unterrichts-Setings schon in der Ausbildung vorbereiten. Problembasiertes Lernen (PBL) ist ein lernerzentrierter Bildungsansatz, der auf authentischen Problemen basiert. Die Siebensprung-Methode ist eine etablierte Methode zur Umsetzung von PBL und zur theoretischen Bearbeitung von Problemstellungen im Unterricht. PBL unterliegt der Gefahr der „Untersteuerung des Lernprozesses“ (Müller Werder, 2013). E-Learning kann die Prozesssteuerung effizienter gestalten und durch rollenspezifische Templates besser strukturieren. Am Beispiel eines Studienganges Pflege der Höheren Fachschule in der Schweiz werden erste Möglichkeiten zur Umsetzung in den Gesundheitsberufen aufgezeigt und kritisch diskutiert. In der vorliegenden Fallstudie sollte die Frage beantwortet werden: Wie kann problembasiertes Lernen im Blended Format umgesetzt werden?

Parole chiave

  • problem-based learning
  • blended learning
  • ePBL
access type Accesso libero

Studying from the Sofa. Contribution to the HoGe conference 2018 „Digital learning and teaching“ / Studieren vom Sofa aus.Beitrag zur HoGe–Tagung 2018 „Digitales Lernen und Lehren“

Pubblicato online: 25 May 2019
Pagine: 97 - 102

Astratto

Abstract

Am 1.10.2018 ging ein neues Online-Studienangebot mit 43 Pilotstudierenden an den Start. Der Bachelorstudiengang „Interprofessionelle Gesundheitsversorgung – online“ richtet sich an berufserfahrene, dreijährig ausgebildete Logopäden/-innen, Physio- und Ergotherapeuten/-innen und Pflegekräfte incl. Alten- u. Kinderkranken- bzw. Kindergesundheitspflege. Im Rahmen des Forschungsprojektes HCP (Health Care Professionals) wurde der Studiengang von einem sechsköpfigen interprofessionellen Wissenschaftlerinnenteam über drei Jahre an der Alice-Salomon-Hochschule in Berlin entwickelt. Bis Ende Juli 2020 werden das berufsbegleitende Studienformat, das mediendidaktische online-basierte Konzept und die Inhalte erprobt und evaluiert. Die fortschreitenden Entwicklungen technologiegestützter Lern-/Lehrszenarien werden in die Weiterentwicklung des Online-Studienangebots ebenso einfließen wie die Evaluationsergebnisse aus der Pilotphase des Studiengangs „interprofessionelle Gesundheitsversorgung – online“.

Parole chiave

  • interprofessional education
  • interprofessional cooperation
  • online studies
  • health care

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