1. bookVolumen 60 (2002): Heft 2 (March 2002)
Zeitschriftendaten
License
Format
Zeitschrift
eISSN
1869-4179
Erstveröffentlichung
30 Jan 1936
Erscheinungsweise
6 Hefte pro Jahr
Sprachen
Deutsch, Englisch
Uneingeschränkter Zugang

Langfristige Bevölkerungsentwicklung Brandenburger Städte bis zum Jahre 2040

Online veröffentlicht: 31 Mar 2002
Volumen & Heft: Volumen 60 (2002) - Heft 2 (March 2002)
Seitenbereich: 89 - 99
Zeitschriftendaten
License
Format
Zeitschrift
eISSN
1869-4179
Erstveröffentlichung
30 Jan 1936
Erscheinungsweise
6 Hefte pro Jahr
Sprachen
Deutsch, Englisch
Vorbemerkungen

Die Frage, wie sich gerade in Ostdeutschland die künftige Bevölkerungsentwicklung in den Städten quantitativ und auch qualitativ hinsichtlich der Altersstruktur vollziehen wird, ist sowohl aus städtebaulicher und wohnungswirtschaftlicher Sicht als auch hinsichtlich der Infrastrukturplanung, der Arbeitskräftesituation und anderer Planungserfordernisse von herausragender Bedeutung.

Im Land Brandenburg sind es vor allem die größeren Städte im äußeren Entwicklungsraum (äEr), die in den letzten Jahren überproportionale Einwohnerverluste hinnehmen mussten. Ursache dafür waren neben den Sterbeüberschüssen insbesondere Wanderungsverluste in das eigene Umland, zum größeren Teil aber auch in die alten Bundesländer. Hingegen profitieren die Städte im Brandenburger Teil des engeren Verflechtungsraumes (eVr) von den Zuzügen aus Berlin, was zum Teil zu erheblichen Einwohnergewinnen führt. Nach der aktuellen Bevölkerungsprognose bis zum Jahre 2015, die gemeinsam vom Referat Raumbeobachtung des Landesumweltamtes (LUA) und vom Landesbetrieb für Datenverarbeitung und Statistik (LDS) für die Landkreise und 25 Städte über 20 000 Einwohner (einschließlich der vier kreisfreien Städte) erarbeitet wurde, ist mit einer Fortsetzung dieser Trends zu rechnen:

Bevölkerungsprognose für das Land Brandenburg

Bevölkerungsprognose 1999 bis 2015 (in 1000 Personen)

1999

2015

1999-2015

in%

Land Brandenburg

2 601,2

2 579,8

−21,4

−0,8

davon engerer Verflechtungsraum

916,5

1 070,7

+ 154,2

+16,8

äußerer Entwicklungsraum

1 684,7

I 509,0

−175,6

−10,4

Städte über 20 000 EW

989,5

924,1

−65,4

−6,6

davon im engeren Verflechtungsraum

325,3

352,4

+27,1

+8,3

im äußeren Entwicklungsraum

664,2

571,7

−92,5

−13,9

Quelle: Landesumweltamt Brandenburg/Landesbetrieb für Datenverarbeitung und Statistik

Allerdings reicht der Zeithorizont der bisherigen Bevölkerungsprognosen für viele Fragestellungen nicht aus. Erforderlich ist ein Blick weit über den Zeitpunkt von 2015 hinaus.

Trotz aller Probleme, die mit kleinräumigen Vorausschätzungen verbunden sind, werden im Folgenden Bevölkerungsvorausschätzungen bis zum Jahre 2040 für alle 25 Brandenburger Städte mit mehr als 20 000 Einwohnern vorgelegt. Sie sollen aufzeigen, welche Entwicklungen eintreten würden, wenn die zu Grunde gelegten Annahmen zur Fruchtbarkeit, zur Sterblichkeit und zu den Wanderungen eintreffen. Aus den Ergebnissen können die politisch handelnden Akteure Schlussfolgerungen für die langfristige Steuerung von Stadtentwicklungsprozessen ableiten.

Im Bewusstsein der Allgemeinheit ist die Schrumpfung der Städte nach wie vor mit einem negativen Image verbunden. Dem sollte entgegengewirkt werden, weil in rückläufigen Einwohnerzahlen durchaus auch städtebauliche Entwicklungschancen liegen können. Wichtig ist das Wissen um die langfristigen Trends der Bevölkerungsentwicklung, um die ökonomischen Auswirkungen von Fehlentscheidungen wegen mangelnder Information so gering wie möglich zu halten.

Die langfristigen Vorausschätzungen bis zum Jahre 2040 berücksichtigen sowohl die natürliche Komponente aus Geburten und Sterbefällen als auch die räumliche Komponente aus Zuzügen und Fortzügen. Dabei wird nicht nach Wanderungsreichweiten unterschieden, d.h. die Fortzüge enthalten sowohl Wanderungen in das Umland der Städte (Suburbanisierung) als auch die Fernwanderung, beispielsweise in die alten Bundesländer.

Die Problemlage in den ostdeutschen Städten

Spätestens seitdem sich im Februar 2000 die Kommission „Wohnungswirtschaftlicher Strukturwandel in den neuen Bundesländern“ konstituiert und inzwischen ihren Bericht vorgelegt hat, ist das Problem des Wohnungsleerstandes auf Grund der demographischen Entwicklungen und einer verfehlten Förderpolitik Anfang der 90er Jahre in den ostdeutschen Städten in das öffentliche Bewusstsein gerückt.

Wenn auch in einigen westdeutschen Städten erste Anfänge solcher Entwicklungen auftreten, bleibt es doch auf lange Sicht ein überwiegend ostdeutsches Problem.

In der Bundesrepublik Deutschland leben rund 60 % der Bevölkerung in Städten mit mehr als 20 000 Einwohnern. Von 1989 bis 1999 hat ihre Zahl um etwa eine halbe Mio. Personen zugenommen. Dabei verlief die Entwicklung in den alten und in den neuen Bundesländern gegensätzlich.

Bevölkerungsentwicklung in Städten mit mehr als 20 000 Einwohnern in der Bundesrepublik Deutschland

gesamt

davon

West

Ost

Anzahl der Städte

681

570

111

Bevölkerung 1989 in Mio.

46,6

36,1

10,5

Bevölkerung 1999 in Mio.

47,0

37,6

9,4

Veränderung 1999 zu 1989 in Mio.

0,4

1,5

-1,1

Veränderung 1999 zu 1989 in %

0,9

4,2

-10,3

durchschnittliche Veränderung pro Stadt in Personen

625

2 650

-9 800

Anzahl Städte mit positiver Entwicklung

524

518

6

Anzahl Städte mit negativer Entwicklung

157

52

105

Anteil der Städte mit positiver Entwicklung in %

77

91

5

Anteil der Städte mit negativer Entwicklung in %

23

9

95

Quelle: Deutscher Städtetag, eigene Berechnungen

So haben die ostdeutschen Städte in diesen zehn Jahren bis zu einem Viertel ihrer Einwohner verloren, die Städte Weißwasser, Hoyerswerda und Wolfen sogar noch mehr. Die absolut höchsten Rückgänge hatten Leipzig mit rund 84 000 Personen, Halle mit rund 67 000 und Chemnitz mit 60 000. In der Summe aller 111 ostdeutschen Städte mit mehr als 20 000 Einwohnern betrug der Verlust etwa eine Million Personen, d.h. im Durchschnitt je Stadt fast 10 000. Demgegenüber haben die 570 westdeutschen Städte dieser Größengruppe insgesamt um etwa 1,5 Mio. Einwohner zugenommen, im Durchschnitt also um ca. 2 600.

Nur etwa 5 % der ostdeutschen Städte, die fast alle im Umland von Berlin bzw. im Umland anderer großer Städte (Markkleeberg bei Leipzig, Radebeul bei Dresden) liegen, hatten einen Einwohnerzuwachs. Sie profitierten von Suburbanisierungsprozessen, die etwa ab 1993 einsetzten. Die Stadt Falkensee im westlichen Berliner Umland hatte von allen größeren deutschen Städten die höchste relative Bevölkerungszunahme (44 %).

Von den westdeutschen Städten hatten über 90 % eine positive und weniger als 10 % eine negative Bevölkerungsentwicklung. Die Abnahme betrug in der Regel weniger als 5 %.

Unter den 400 deutschen Städten mit dem größten relativen Bevölkerungszuwachs von 1989 bis 1999 sind nur drei aus den neuen Bundesländern zu finden (Falkensee, Bernau bei Berlin sowie Markkleeberg bei Leipzig).

Ein wesentlicher Grund für die Bevölkerungsabnahme der ostdeutschen Städte sind die Wanderungsverluste überwiegend jüngerer und aktiver Altersgruppen. Das hat zu einer nachhaltigen Verschlechterung der Altersund Qualifikationsstruktur der verbleibenden Bevölkerung geführt. Umgekehrt haben die Wanderungsprozesse bei 90 % der westdeutschen Städte zu einer Verbesserung dieser Strukturen geführt, was sich dort auch in der künftigen Entwicklung positiv bemerkbar machen wird.

Abbildung 1

Bevölkerungsentwicklung der Städte mit mehr als 20 000 Einwohnern im Ost-West-Vergleich (1989 bis 1999 in %)

Quelle: Deutscher Städtetag, eigene Berechnungen

Abbildung 2

Index der Bevölkerungsentwicklung der Städte mit mehr als 20 000 Einwohnern (1989=100)

Quelle: Deutscher Städtetag, eigene Berechnungen

Überproportionale Einwohnerrückgänge werden auch auf lange Sicht ein überwiegend ostdeutsches Problem sein, da sich hier die Schrumpfungsprozesse in allen größeren Städten ungebremst und in ganz anderer Größenordnung als in den alten Bundesländern vollziehen.

Zur Plausibilität langfristiger Bevölkerungsvorausschätzungen

Es wird hier der Versuch unternommen, für die 25 Brandenburger Städte über 20 000 Einwohner aufbauend auf der Prognose bis 2015 Bevölkerungsvorausschätzungen über diesen Zeitraum hinaus bis zum Jahre 2040 vorzunehmen.

Die Frage ist, wie seriös solche langfristigen Aussagen sind, wenn doch eine ganze Reihe von Einflussfaktoren heute nur vage beschrieben werden können, weil sie z.B. von künftigen gesetzlichen Regelungen abhängig sind oder von Verhaltensmustern der Bevölkerung, die wiederum durch zahlreiche unbekannte Größen, insbesondere die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, beeinflusst werden.

Bei der Interpretation der Ergebnisse muss man deshalb das allgemeine „Trilemma“ von Bevölkerungsprognosen im Blick haben. Es besteht darin, dass die drei Grundforderungen an solche Prognosen, nämlich gleichzeitig möglichst langfristig, kleinräumig und zuverlässig zu sein, nicht miteinander vereinbar sind. Für die Brandenburger Städte bedeutet dies, dass die einzukalkulierenden Unsicherheiten bei den geringen statistischen Massen und dem fernen Betrachtungshorizont nicht unerheblich sind.

Unstrittig ist allerdings, dass die Aussagen trotz aller Unsicherheiten benötigt werden.

Zu beachten ist, dass ein großer Teil der künftigen natürlichen Bevölkerungsentwicklung durch den bereits jetzt stark deformierten Altersaufbau in den Städten vorher bestimmt ist und im Wesentlichen nur noch durch Wanderungen beeinflusst werden kann.

Die Ursachen für die Deformationen im Altersaufbau sind zum großen Teil in historischen Ereignissen der Vergangenheit zu suchen. Kriege, Wirtschaftskrisen, politische Veränderungen, aber auch staatliche Maßnahmen der Familienpolitik und Phasen mit konzentrierter Neuansiedlung von Unternehmen und damit einhergehendem Wohnungsbau für die Beschäftigten hinterlassen ihre mehr oder weniger deutlichen Spuren im Altersaufbau der Bevölkerung.

So zeigt die Alterspyramide der Bevölkerung aller ostdeutschen Städte die tiefen Einschnitte im Ergebnis zweier Weltkriege ebenso wie die Auswirkung der „Pille“ bzw. der Legalisierung des Schwangerschaftsabbruchs mit dem relativen Geburtenminimum um das Jahr 1973 (wovon natürlich auch die westdeutschen Städte betroffen waren), insbesondere aber den historisch einmaligen Einschnitt auf Grund der politischen Wende nach 1989.

Abbildung 3

Altersaufbau der Bevölkerung der Stadt Cottbus 1999 in %

Quelle: eigene Berechnungen

Wenn diese schwach besetzten jüngeren Jahrgänge der Frauen in das geburtenfähige Alter hineinwachsen, dann wird es wiederum zu niedrigeren Geburtenzahlen kommen. Dieser Effekt, das so genannte „demografische Echo“ wird sich in immer weiter abgeschwächter Form über viele Generationen fortsetzen (sofern kein Ausgleich durch Wanderungen erfolgt).

Alle Städte in Brandenburg zeigen - ähnlich wie die Stadt Cottbus - diese historisch bedingten Einschnitte. Allerdings sind die Jahrgänge in Abhängigkeit von Besonderheiten im Wanderungsgeschehen unterschiedlich besetzt.

Diskussion verschiedener Varianten am Beispiel der Stadt Schwedt /Oder

Um die Wirkungen von unterschiedlichen Annahmen zu den Geburten, Sterbefällen, Zuzügen und Wegzügen auf die langfristige Bevölkerungsentwicklung und die Altersstruktur der Städte aufzuzeigen, wurden zunächst am Beispiel der Stadt Schwedt/Oder verschiedene Varianten untersucht. Alle Varianten haben die aktuelle Bevölkerungsprognose für das Jahr 2015 als Grundlage, in der für die Stadt Schwedt/Oder eine Einwohnerzahl von 34 100 Personen erwartet wird.

Folgende Varianten wurden untersucht:

Drei Varianten der natürlichen Entwicklung

Geburtenziffernsumme 1 350 Geburten jel 000 Frauen konstant bis 2040

Geburtenziffernsumme Anstieg auf 1 600 bis 2020, danach konstant

Geburtenziffernsumme Absinken auf 1 000 bis 2023, danach konstant

Drei Varianten der Wanderungsannahmen

ausgeglichener Wanderungssaldo bis 2040, Geburtenziffernsumme wie Variante 1

negativer Wanderungssaldo (-200 Pers./a), Geburtenziffernsumme wie Variante 1

positiver Wanderungssaldo (+200 Pers./a), Geburtenziffernsumme wie Variante 1

Zusammenfassende Bewertung der Varianten

Die sechs Varianten machen deutlich, welchen Einfluss die Veränderung einzelner natürlicher und räumlicher Parameter auf die Bevölkerungsentwicklung insgesamt und auf die Entwicklung wichtiger Altersgruppen haben kann und welcher Entwicklungskorridor sich daraus ableiten lässt (vgl. Tab. 3).

Vergleich verschiedener Varianten für Schwedt/Oder

Altersgruppe

Ist

Variante

1

2

3

4

5

6

Jahr (Angaben in 1 000 Personen)

1999

2040

2040

2040

2040

2040

2040

0 bis unter 20

8,7

3,0

3,6

2,2

2,1

1,3

3,7

20 bis unter 40

11,9

4,4

4,5

4,3

3,2

1,6

5,2

40 bis unter 60

12,7

5,9

5,9

5,9

5,6

3,8

7,4

60 und älter

7,9

10,4

10,4

10,4

11,1

10,4

11,8

Gesamt

41,2

23,7

24,3

22,9

22,0

17,1

28,0

Quelle: eigene Berechnungen

Für Schwedt/Oder ergaben die Berechnungen eine Spannweite zwischen der Negativ-Variante 5 und der Positiv-Variante 6 von etwa 4 000 Personen für das Jahr 2025 und von rund 11 000 Personen im Jahre 2040. Unsicherheiten in diesen Größenordnungen sind also zu kalkulieren. Wichtig ist vor allem, dass die Stadt auch bei Eintreffen aller positiven Annahmen immer noch einen Bevölkerungsrückgang zwischen 2015 und 2040 von etwa 7 000 Personen haben wird mit gravierenden Veränderungen der Altersstruktur zu Lasten der jüngeren und zu Gunsten der älteren Jahrgänge. Die Variante 4 mit der höchsten Eintrittswahrscheinlichkeit hat einen Bevölkerungsrückgang von rund 12 000 Personen zwischen 2015 und 2040 als Berechnungsergebnis. (Anzumerken wäre noch, dass ein Absinken der Einwohnerzahl nach dem Jahre 2015 nur dann verhindert werden kann, wenn ein Wanderungsgewinn von durchschnittlich 430 Personen pro Jahr über den Gesamtzeitraum erzielt werden könnte. Unter dieser Voraussetzung würde die Einwohnerzahl von 34 100 Personen im Jahre 2015 auch noch im Jahre 2040 vorhanden sein.)

Zu den Annahmen der Bevölkerungsvorausschätzungen

Die dargestellten Varianten für die Stadt Schwedt/ Oder zeigen, welche Auswirkungen die verschiedenen Annahmen zu den natürlichen und räumlichen Parametern auf die Einwohnerentwicklung haben. Ein großer Teil künftiger Entwicklungen ergibt sich aus dem bereits gegenwärtig stark deformierten Altersaufbau. Das betrifft die Bevölkerungsentwicklung insgesamt, insbesondere jedoch auch die starken Verschiebungen in der Altersstruktur. Die natürlichen Parameter lassen sich noch am ehesten einschätzen, weil gravierende Änderungen des Verhaltens unwahrscheinlich sind. Ihre Wirkung auf die Bevölkerungsentwicklung ist ohnehin begrenzt. Größere Unsicherheiten sind bei den Wanderungsannahmen zu kalkulieren. Für alle Brandenburger Städte, die nicht im Umland von Berlin liegen, ist im günstigsten Falle mit einem ausgeglichenen Wanderungssaldo zu rechnen, Wanderungsgewinne dürften in keinem Falle realistisch sein.

Für die Vorausschätzungen der Brandenburger Städte über 20 000 Einwohner (Gebietsstand 1999) wird deshalb von folgenden Annahmen ausgegangen (methodisches Muster ist die Variante 4 von Schwedt/Oder):

Die natürlichen Parameter des Jahres 2015 der aktuellen Prognose werden konstant bis zum Jahre 2040 fortgeschrieben (Geburtenziffernsumme: 1 350).

Für alle Städte im äußeren Entwicklungsraum wird für jedes Berechnungsjahr ein ausgeglichener Wanderungssaldo angenommen, die Zu- und Fortzüge haben also die gleiche Größe, berücksichtigen aber die unterschiedliche Altersstruktur der Zuzüge und Fortzüge.

Für alle Städte im Umland von Berlin werden die Zu- und Fortzüge des Jahres 2015 der aktuellen Prognose konstant bis zum Jahre 2040 fortgeschrieben.

Es wird für jede Stadt prinzipiell nur diese eine Variante berechnet. Bei der Interpretation ist jedoch in jedem Falle ein Entwicklungskorridor entsprechend dem Beispiel Schwedt/Oder zu berücksichtigen, auch wenn er zahlenmäßig nicht belegt wird.

Vergleichende Ergebnisse der langfristigen Bevölkerungsentwicklung in ausgewählten Brandenburger Städten

Die 25 in die Berechnung einbezogenen Städte Brandenburgs, die 1999 mehr als 20 000 Einwohner hatten, repräsentieren zusammen mit fast einer Million Einwohner annähernd 40 % der Bevölkerung des Landes. Rund ein Drittel dieser Städte befinden sich im Umland von Berlin, zwei Drittel im äußeren Entwicklungsraum.

Von 1999 bis zum Jahre 2040 würde die Bevölkerungszahl dieser Städte in der Summe um über eine Viertel Million Personen (= 27 %) zurückgehen. Dieser Rückgang bezieht sich fast ausschließlich auf die Städte im äußeren Entwicklungsraum. Drei Viertel des Bevölkerungsverlustes betrifft den Zeitraum nach 2015.

Nur drei Städte im Umland von Berlin werden sich voraussichtlich positiv entwickeln (Potsdam, Falkensee und Bernau bei Berlin). Zwölf der 25 Städte werden im Jahre 2040 unter die Größe von 20 000 Einwohner abgesunken sein. Potsdam wird mit über 100 000 Einwohnern die einzige Großstadt im Land Brandenburg sein.

Bevölkerungsvorausschätzung ausgewählter Brandenburger Städte bis 2040

Bevölkerungsentwicklung bis 2040

2015 zu 1999

2040 zu 2015

2040 zu 1999

in 1000

%

in 1000

%

in 1000

%

Summe Städte

−65,4

−6,6

−202,9

−22,0

−268,3

−27,1

Städte im eVr

27,1

8,3

−35,8

−10,2

−8,7

−2,7

Städte im äEr

-92,5

-13,9

-167,1

-29,2

-259,6

-39,1

Quelle: eigene Berechnungen

Abbildung 4

Bevölkerungsentwicklung ausgewählter Städte von 1999 bis 2040 (in 1 000)

Quelle: eigene Berechnungen

An dieser Entwicklung sind die natürliche Komponente aus Geburten und Sterbefällen und die räumliche Komponente aus Zuzügen und Fortzügen unterschiedlich beteiligt. Im Gesamtzeitraum bis 2040 stehen in der Summe der Städte den 538 000 Sterbefällen nur 235 000 Geburten gegenüber, was also einen negativen natürlichen Saldo von 303 000 Personen ergibt. Zu einem geringen Teil (35 000 Personen) wird diese negative natürliche Entwicklung durch Wanderungsgewinne abgeschwächt. Das betrifft allerdings nur Städte im Umland von Berlin. Diese haben auf Grund der positiven Wanderungssalden auch eine günstigere Altersstruktur und weisen demzufolge deutlich geringere Sterbeüberschüsse auf als die Städte im äußeren Entwicklungsraum. Dort werden die Sterbeüberschüsse durch Wanderungsverluste (gilt entsprechend der getroffenen Annahmen nur für den Zeitraum bis 2015) noch verstärkt. Im Ergebnis verlieren die Städte im Brandenburger Teil des engeren Verflechtungsraumes in der Summe nur geringfügig an Einwohnern, während der Rückgang aller betrachteten Städte des äußeren Entwicklungsraumes mehr als eine Viertel Million Einwohner beträgt.

Natürliche und räumliche Bevölkerungsentwicklung Brandenburger Städte

Natürliche und räumliche Entwicklung 2000 bis 2040 in 1000 Personen

Geborene

Gestorbene

Saldo natürl.

Saldo räumt.

Entwicklung

Entwicklung

Summe Städte

234,9

538,2

−303,3

35,0

Städte im eVr

102,5

187,5

−85,0

76,3

Städte im äEr

132,4

350,7

−218,3

−41,4

Quelle: eigene Berechnungen

Abbildung 5

Saldo der natürlichen und räumlichen Bevölkerungsentwicklung ausgewählter Städte von 2000 bis 2040 (in 1 000)

Quelle: eigene Berechnungen

Zur Altersstruktur

Der zum Teil erhebliche Bevölkerungsrückgang in allen Städten des äußeren Entwicklungsraumes geht einher mit dramatischen Veränderungen in der Altersstruktur. Dieser Aspekt ist für die Stadtentwicklung möglicherweise von größerer Bedeutung als die rückläufige Gesamtentwicklung. So werden diese Städte bis zum Jahre 2040 fast zwei Drittel der Personen unter 20 Jahre verlieren und in ähnlicher Größenordnung die Personen von 20 bis 40 Jahren. Auch die Altersgruppe der 40- bis 60-Jährigen wird abnehmen (um ca. 40%). Dagegen wird die Zahl der über 60-Jährigen um etwa 17 % zunehmen.

Deutlich anders wird sich die Altersstruktur der Städte im engeren Verflechtungsraum entwickeln, weil hier die Wanderungsgewinne die altersstrukturbedingten Verluste in den jüngeren Altersgruppen teilweise ausgleichen. So beträgt hier der Rückgang der unter 20-Jährigen nur etwa ein Viertel. Andererseits ist das Anwachsen der über 60-Jährigen mit mehr als drei Viertel weitaus höher als in den Städten des äußeren Entwicklungsraumes. Hier schlagen die Wanderungsgewinne der 90er Jahre zu Buche, die innerhalb des langfristigen Betrachtungszeitraumes das Rentenalter erreichen.

Altersgruppe unter 20 Jahre

In dieser Altersgruppe wird nur für die Stadt Falkensee eine positive Entwicklung über den Gesamtzeitraum hinweg erwartet. Während die weiteren Städte im Berliner Umland relativ moderate Rückgänge aufweisen (Potsdam, Ludwigsfelde, Bernau bei Berlin), liegt der Verlust bei Städten im äußeren Entwicklungsraum zum Teil über 70 % (Senftenberg, Prenzlau, Wittenberge, Rathenow und Schwedt/Oder). Die letztgenannten Städte im äEr werden mit Ausnahme von Senftenberg im Jahre 2040 einen Anteil der unter 20-Jährigen an der Gesamtbevölkerung von weniger als 10 % haben. Dagegen liegen einige Städte im Berliner Umland bei über 15 %. Dazu gehören Potsdam, Falkensee, Ludwigsfelde und Bernau bei Berlin.

Abbildung 6

Bevölkerungsentwicklung ausgewählter Städte der Altersgruppe bis unter 20 Jahre von 1999 bis 2040 (in 1 000)

Quelle: eigene Berechnungen

Altersgruppe 20 bis unter 40 Jahre

Die Altersgruppe der Auszubildenden und der Erwerbstätigen im jüngeren und mittleren Alter hat ein ähnliches Entwicklungsmuster wie die Gruppe der unter 20-Jährigen, d.h. die relativen Veränderungen über den Gesamtzeitraum bis 2040 sind bei fast allen Städten für die beiden Altersgruppen sehr ähnlich. Deutliche Abweichungen gibt es bei der Stadt Potsdam, wo der Rückgang um 35 % den Rückgang der unter 20-Jährigen erheblich übertrifft, und bei Falkensee fällt die Zunahme um einiges geringer aus als bei den unter 20- jährigen Personen. Bei allen anderen Städten liegen die Abweichungen nur bei wenigen Prozentpunkten. Der Anteil der Personen von 20 bis unter 40 Jahren an der Gesamtbevölkerung wird im Jahre 2040 bei einigen Städten im Berliner Umland über 20 % liegen (Ludwigsfelde, Bernau bei Berlin, Falkensee), im Extremfall jedoch in Städten des äußeren Entwicklungsraumes auf 13% und darunter absinken (z.B. Eisenhüttenstadt).

Abbildung 7

Bevölkerungsentwicklung ausgewählter Städte der Altersgruppe 20 bis unter 40 Jahre von 1999 bis 2040 (in 1 000)

Quelle: eigene Berechnungen

Altersgruppe 40 bis unter 60 Jahre

Nur in zwei Städten wird über den Gesamtzeitraum ein Anwachsen dieser Altersgruppe erwartet (Potsdam, Falkensee). In allen anderen Städten ist die Entwicklung rückläufig in Größenordnungen bis zu -70 % (Rathenow). Das Muster des zeitlichen Verlaufes ist in fast allen Städte gleich: Zunächst erfolgt eine Zunahme bis etwa zum Jahre 2010, in den Städten Potsdam und Falkensee wanderungsbedingt auch darüber hinaus, und anschließend setzt ein kontinuierlicher Rückgang bis zum Jahre 2040 ein. Nur in einigen Städten (Cottbus, Senftenberg, Wittenberge und Schwedt / Oder) beginnt der Rückgang unmittelbar in den nächsten Jahren. Der Anteil der Altersgruppe an der Gesamtbevölkerung schwankt im Jahre 2040 zwischen 17 % in Rathenow und 40 % in Eisenhüttenstadt. Nur zwei weitere Städte überschreiten die 30 %-Grenze (Cottbus und Potsdam).

Abbildung 8

Bevölkerungsentwicklung ausgewählter Städte der Altersgruppe 40 bis unter 60 Jahre von 1999 bis 2040 (in 1 000)

Quelle: eigene Berechnungen

Altersgruppe 60 Jahre und älter

Die Entwicklung dieser Altersgruppe ist in den einzelnen Städten höchst unterschiedlich. Städte, die 1999 bereits einen hohen Anteil der über 60-Jährigen von 24 und mehr Prozent hatten, werden bis zum Jahre 2040 kaum eine Veränderung erfahren (Finsterwalde, Senftenberg, Brandenburg an der Havel) bzw. werden sich wie im Falle von Lauchhammer und Wittenberge mehr oder weniger deutlich rückläufig entwickeln. Auf der anderen Seite stehen die Städte im eVr, die durch Wanderungsgewinne geprägt sind. Diese Gewinne wirken sich langfristig so aus, dass die Zahl älterer und alter Menschen drastisch ansteigen wird. So wird sich die Zahl der über 60-Jährigen in Ludwigsfelde bis 2040 nahezu verdoppeln. Der Zuwachs in Bernau bei Berlin liegt bei 130 % und im Extremfall in Falkensee bei 225 %. Der Anteil dieser Altersgruppe wird 2040 bereits in einigen Städten die 50 %-Marke überschritten haben (Rathenow, Strausberg, Prenzlau und Schwedt/Oder) bzw. liegt geringfügig darunter (Wittenberge, Hennigsdorf, Neuruppin). Es dürfte für die Stadtentwicklung eine große und ungewohnte Herausforderung bedeuten, wenn sich die Hälfte der Stadtbevölkerung im Rentenalter oder kurz davor befindet, d.h. nur noch in Einzelfällen berufstätig ist.

Abbildung 9

Bevölkerungsentwicklung ausgewählter Städte der Altersgruppe 60 Jahre und älter von 1999 bis 2040 (in 1 000)

Quelle: eigene Berechnungen

Schlussfolgerungen

Ein großer Teil der künftigen demografischen Entwicklungen in den Städten des Landes Brandenburg ist durch historische Ereignisse vorbestimmt und nur noch in engen Grenzen durch geeignete Maßnahmen und politische Entscheidungen beeinflussbar. Das gilt insbesondere für die Geburten und Sterbefälle, die zukünftig immer mehr zu den ausschlaggebenden Faktoren der Bevölkerungsentwicklung werden.

Daraus ergibt sich als Schlussfolgerung, dass bestimmte Entwicklungen wie z.B. der Anstieg des Durchschnittsalters der Bevölkerung als Normalität hingenommen werden müssen. Es hilft nicht weiter, die „Überalterung“ oder gar „Vergreisung“ zu beklagen, sondern man muss sich schon jetzt auf die mit Sicherheit eintretende Situation durch entsprechende Maßnahmen einstellen.

Dabei geht es nicht nur um altersadäquate Arbeitsplätze, um altersgerechten Wohnraum, mehr Pflegeheimplätze und Pflegedienste. Es geht auch darum, für die so genannten „jungen Alten“, die nicht mehr im Arbeitsprozess stehen, aber noch vital und unternehmungsfreudig sind, entsprechende Angebote zu unterbreiten. Das betrifft Freizeit, Sport, Bildung, Kultur und Reisen, insbesondere auch die ehrenamtliche Tätigkeit in diesen und anderen Bereichen. Dabei geht Erweiterungsbedarf bei der sozialen Infrastruktur mit Zielrichtung älterer Menschen einher mit Schrumpfung im Bereich der Angebote für die Jüngsten (Kindertagesstätten, Schulen).

Die veränderte Zusammensetzung und die gefährdete Regeneration des Humankapitals stellt alle Städte vor neuartige Herausforderungen.

Abbildung 10

Summe der 25 Städte über 20 000 Einwohner im Jahr 1999

Quelle: eigene Berechnungen

Abbildung 11

Bevölkerungsentwicklung Brandenburger Städte 2040 gegenüber 1999 in %

Quelle: LDS Brandenburg

Die älteren Menschen sollen aber nicht nur als Last für die Gesellschaft gesehen werden. Sie treten immer auch als Konsumenten von Waren und Dienstleistungen auf. Der Markt hat sie möglicherweise bisher noch nicht genügend beachtet. Immerhin scheint es nicht unrealistisch zu sein, dass im Jahre 2040 in vielen Städten die Hälfte der Einwohnerzahl aus über 60-jährigen Personen bestehen wird.

Von den demografischen Faktoren ist die Wanderung noch am ehesten zu beeinflussen, insbesondere durch Arbeitsplatzangebote bzw. auch durch ein den unterschiedlichen Bedürfnissen angepasstes Wohnungsangebot. Auch hierbei gilt, dass bestimmte Entwicklungen, wie z.B. die Suburbanisierungsprozesse, zur Normalität gehören.

Die fortschreitende Suburbanisierung sollte allerdings die Kommunalpolitiker nicht davon abhalten, ihre (Kern-)Stadt so attraktiv wie möglich zu gestalten, große Anstrengungen zur Sanierung der künftig noch benötigten Wohnbausubstanz zu unternehmen und lebendige Innenstädte zu entwickeln, die in ihrer historischen Gestalt Identifikation vermitteln und als Konzentrationspunkt von Handel und Dienstleistung die Funktion des Zentralortes gewährleisten.

Entscheidendes Kriterium für die Wahl des Wohnsitzes der arbeitsfähigen Bevölkerung dürfte auch in Zukunft der Arbeitsplatz in zumutbarer Entfernung sein. Nur wo es gelingt, Arbeitsplätze und Ausbildungsplätze langfristig zu stabilisieren bzw. auch neu zu schaffen, kann Abwanderungstendenzen dieser Bevölkerungsschichten entgegengewirkt werden. Alle anderen Maßnahmen können dagegen immer nur flankierenden Charakter tragen.

Für die anwachsende ältere Generation wird ein reiches urbanes Leben und die Dienstleistungsqualität eine hohe Bedeutung haben.

Wichtig ist dabei der Blick über das Jahr 2015 hinaus. Bei allen Unsicherheiten, die einzukalkulieren sind, dürften die dargestellten Trends so oder ähnlich eintreten. Das bedeutet, dass die Zahl der Kinderweiter deutlich abnehmen, die Zahl der über 65-Jährigen weiter zunehmen und sich auch die Verschiebung innerhalb des erwerbsfähigen Alters zu Gunsten älterer Menschen fortsetzen wird.

Da schon ab 2010/2015 auch mit einer Abnahme der erwerbsfähigen Personen zu rechnen ist, könnte auch die Frage auftauchen, wie die vorhandenen Arbeitsplätze, sofern sie stabil gehalten werde können, mit Personen aus der eigenen Wohnbevölkerung zu besetzen sind (unter Beachtung möglicher Pendlerbeziehungen). Daraus könnte die Legitimation abgeleitet werden, dass Wanderungsgewinne ab einem bestimmten Zeitpunkt auch in den Städten des äußeren Entwicklungsraumes zu einer realistischen Variante gehören. Diese Problematik sollte vertiefend untersucht werden. Insbesondere ist zu klären, wo das Potenzial für solche arbeitsplatzbedingten Wanderungen zu suchen ist, da zumindest in den neuen Bundesländern der Rückgang der Personen im erwerbsfähigen Alter flächendeckend eintreten wird. Die Wahrscheinlichkeit, dass Arbeitsplätze in bedeutendem Umfang von Zuzüglern aus den Beitrittsländer im Rahmen der EU- Osterweiterung, insbesondere aus Polen, besetzt würden, wird überwiegend als sehr gering eingeschätzt. Brandenburg dürfte trotz seiner zentralen Lage in einer erweiterten EU eher als Transitland fungieren.

An der Situation der brandenburgischen Städte, insbesondere im äußeren Entwicklungsraum, ist nichts zu beschönigen. Allerdings scheint schon viel gewonnen zu sein, wenn die mit Sicherheit eintretenden langfristigen demografischen Entwicklungstendenzen in das Bewusstsein aller Akteure gerückt werden, um auf die-ser Basis strategische Leitlinien entwickeln zu können. Dabei geht es einerseits um die Stabilisierung der vorhandenen bzw. die Schaffung neuer Arbeits- und Ausbildungsplätze, um aktive Jahrgänge zu halten oder gar zu gewinnen und andererseits um die Schaffung von besonderen Angeboten für die ältere Bevölkerung, die sich nicht nur auf die Pflege und Betreuung, sondern auch auf die Teilnahme am Erwerbsleben, an Bildung und Kultur bzw. auf die aktive Beteiligung am Gemeinwesen beziehen. Nur so kann die Situation der Brandenburger Städte nachhaltig verbessert werden. Dabei wird für viele Infrastrukturbereiche ein Paradigmenwechsel von einer „Wachstumsstrategie“ zu einer „Bewältigungsstrategie“ erforderlich, um den Herausforderungen des „Schrumpfens“ der Städte gewachsen zu sein. Künftig kommt es darauf an, Lebensqualität nicht mehr ausschließlich über das Wachstum zu definieren und dann auch zu finanzieren, weil die Lage sich in dieser Hinsicht grundlegend wandelt.

Abbildung 1

Bevölkerungsentwicklung der Städte mit mehr als 20 000 Einwohnern im Ost-West-Vergleich (1989 bis 1999 in %)Quelle: Deutscher Städtetag, eigene Berechnungen
Bevölkerungsentwicklung der Städte mit mehr als 20 000 Einwohnern im Ost-West-Vergleich (1989 bis 1999 in %)Quelle: Deutscher Städtetag, eigene Berechnungen

Abbildung 2

Index der Bevölkerungsentwicklung der Städte mit mehr als 20 000 Einwohnern (1989=100)Quelle: Deutscher Städtetag, eigene Berechnungen
Index der Bevölkerungsentwicklung der Städte mit mehr als 20 000 Einwohnern (1989=100)Quelle: Deutscher Städtetag, eigene Berechnungen

Abbildung 3

Altersaufbau der Bevölkerung der Stadt Cottbus 1999 in %Quelle: eigene Berechnungen
Altersaufbau der Bevölkerung der Stadt Cottbus 1999 in %Quelle: eigene Berechnungen

Abbildung 4

Bevölkerungsentwicklung ausgewählter Städte von 1999 bis 2040 (in 1 000)Quelle: eigene Berechnungen
Bevölkerungsentwicklung ausgewählter Städte von 1999 bis 2040 (in 1 000)Quelle: eigene Berechnungen

Abbildung 5

Saldo der natürlichen und räumlichen Bevölkerungsentwicklung ausgewählter Städte von 2000 bis 2040 (in 1 000)Quelle: eigene Berechnungen
Saldo der natürlichen und räumlichen Bevölkerungsentwicklung ausgewählter Städte von 2000 bis 2040 (in 1 000)Quelle: eigene Berechnungen

Abbildung 6

Bevölkerungsentwicklung ausgewählter Städte der Altersgruppe bis unter 20 Jahre von 1999 bis 2040 (in 1 000)Quelle: eigene Berechnungen
Bevölkerungsentwicklung ausgewählter Städte der Altersgruppe bis unter 20 Jahre von 1999 bis 2040 (in 1 000)Quelle: eigene Berechnungen

Abbildung 7

Bevölkerungsentwicklung ausgewählter Städte der Altersgruppe 20 bis unter 40 Jahre von 1999 bis 2040 (in 1 000)Quelle: eigene Berechnungen
Bevölkerungsentwicklung ausgewählter Städte der Altersgruppe 20 bis unter 40 Jahre von 1999 bis 2040 (in 1 000)Quelle: eigene Berechnungen

Abbildung 8

Bevölkerungsentwicklung ausgewählter Städte der Altersgruppe 40 bis unter 60 Jahre von 1999 bis 2040 (in 1 000)Quelle: eigene Berechnungen
Bevölkerungsentwicklung ausgewählter Städte der Altersgruppe 40 bis unter 60 Jahre von 1999 bis 2040 (in 1 000)Quelle: eigene Berechnungen

Abbildung 9

Bevölkerungsentwicklung ausgewählter Städte der Altersgruppe 60 Jahre und älter von 1999 bis 2040 (in 1 000)Quelle: eigene Berechnungen
Bevölkerungsentwicklung ausgewählter Städte der Altersgruppe 60 Jahre und älter von 1999 bis 2040 (in 1 000)Quelle: eigene Berechnungen

Abbildung 10

Summe der 25 Städte über 20 000 Einwohner im Jahr 1999Quelle: eigene Berechnungen
Summe der 25 Städte über 20 000 Einwohner im Jahr 1999Quelle: eigene Berechnungen

Abbildung 11

Bevölkerungsentwicklung Brandenburger Städte 2040 gegenüber 1999 in %Quelle: LDS Brandenburg
Bevölkerungsentwicklung Brandenburger Städte 2040 gegenüber 1999 in %Quelle: LDS Brandenburg

Bevölkerungsentwicklung in Städten mit mehr als 20 000 Einwohnern in der Bundesrepublik Deutschland

gesamt

davon

West

Ost

Anzahl der Städte

681

570

111

Bevölkerung 1989 in Mio.

46,6

36,1

10,5

Bevölkerung 1999 in Mio.

47,0

37,6

9,4

Veränderung 1999 zu 1989 in Mio.

0,4

1,5

-1,1

Veränderung 1999 zu 1989 in %

0,9

4,2

-10,3

durchschnittliche Veränderung pro Stadt in Personen

625

2 650

-9 800

Anzahl Städte mit positiver Entwicklung

524

518

6

Anzahl Städte mit negativer Entwicklung

157

52

105

Anteil der Städte mit positiver Entwicklung in %

77

91

5

Anteil der Städte mit negativer Entwicklung in %

23

9

95

Vergleich verschiedener Varianten für Schwedt/Oder

Altersgruppe

Ist

Variante

1

2

3

4

5

6

Jahr (Angaben in 1 000 Personen)

1999

2040

2040

2040

2040

2040

2040

0 bis unter 20

8,7

3,0

3,6

2,2

2,1

1,3

3,7

20 bis unter 40

11,9

4,4

4,5

4,3

3,2

1,6

5,2

40 bis unter 60

12,7

5,9

5,9

5,9

5,6

3,8

7,4

60 und älter

7,9

10,4

10,4

10,4

11,1

10,4

11,8

Gesamt

41,2

23,7

24,3

22,9

22,0

17,1

28,0

Bevölkerungsprognose für das Land Brandenburg

Bevölkerungsprognose 1999 bis 2015 (in 1000 Personen)

1999

2015

1999-2015

in%

Land Brandenburg

2 601,2

2 579,8

−21,4

−0,8

davon engerer Verflechtungsraum

916,5

1 070,7

+ 154,2

+16,8

äußerer Entwicklungsraum

1 684,7

I 509,0

−175,6

−10,4

Städte über 20 000 EW

989,5

924,1

−65,4

−6,6

davon im engeren Verflechtungsraum

325,3

352,4

+27,1

+8,3

im äußeren Entwicklungsraum

664,2

571,7

−92,5

−13,9

Natürliche und räumliche Bevölkerungsentwicklung Brandenburger Städte

Natürliche und räumliche Entwicklung 2000 bis 2040 in 1000 Personen

Geborene

Gestorbene

Saldo natürl.

Saldo räumt.

Entwicklung

Entwicklung

Summe Städte

234,9

538,2

−303,3

35,0

Städte im eVr

102,5

187,5

−85,0

76,3

Städte im äEr

132,4

350,7

−218,3

−41,4

Bevölkerungsvorausschätzung ausgewählter Brandenburger Städte bis 2040

Bevölkerungsentwicklung bis 2040

2015 zu 1999

2040 zu 2015

2040 zu 1999

in 1000

%

in 1000

%

in 1000

%

Summe Städte

−65,4

−6,6

−202,9

−22,0

−268,3

−27,1

Städte im eVr

27,1

8,3

−35,8

−10,2

−8,7

−2,7

Städte im äEr

-92,5

-13,9

-167,1

-29,2

-259,6

-39,1

Beyer, Wolf (2002): Langfristige Veränderungen der Bevölkerungsstruktur im Land Brandenburg. In: Zöpel, Chistoph (Hrsg.): Brandenburg 2025 in der Mitte Europas, Bd. 2, S. 375BeyerWolf2002Langfristige Veränderungen der Bevölkerungsstruktur im Land BrandenburgZöpel, Chistoph (Hrsg.): Brandenburg 2025 in der Mitte Europas2375Search in Google Scholar

Landesumweltamt Brandenburg (Hrsg.) (2001): Übersichten zur Entwicklung der Wohnbevölkerung im Gemeinsamen Planungsraum Berlin—Brandenburg. = Fachbeiträge, H. 58. PotsdamLandesumweltamt Brandenburg (Hrsg.) (2001): Übersichten zur Entwicklung der Wohnbevölkerung im Gemeinsamen Planungsraum Berlin—Brandenburg. = Fachbeiträge, H. 58. PotsdamSearch in Google Scholar

Landesumweltamt Brandenburg (Hrsg.) (2001): Analyse der Wanderungsverflechtungen der Regionalen Entwicklungszentren (REZ) des Landes Brandenburg im Zeitraum 1991 bis 1998. = Fachbeiträge, H. 63. PotsdamLandesumweltamt Brandenburg (Hrsg.) (2001): Analyse der Wanderungsverflechtungen der Regionalen Entwicklungszentren (REZ) des Landes Brandenburg im Zeitraum 1991 bis 1998. = Fachbeiträge, H. 63. PotsdamSearch in Google Scholar

Landesumweltamt Brandenburg; Landesbetrieb für Datenverarbeitung und Statistik (Hrsg.) (2001): Bevölkerungsprognose des Landes Brandenburg für den Zeitraum 2000–2015. PotsdamLandesumweltamt Brandenburg; Landesbetrieb für Datenverarbeitung und Statistik (Hrsg.) (2001): Bevölkerungsprognose des Landes Brandenburg für den Zeitraum 2000–2015. PotsdamSearch in Google Scholar

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