1. bookVolume 78 (2020): Issue 6 (December 2020)
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Journal
eISSN
1869-4179
First Published
30 Jan 1936
Publication timeframe
6 times per year
Languages
German, English
access type Open Access

Labour Supply and Regional Labour Market Situation

Published Online: 22 Dec 2020
Volume & Issue: Volume 78 (2020) - Issue 6 (December 2020)
Page range: 595 - 613
Received: 06 Nov 2019
Accepted: 16 Nov 2020
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eISSN
1869-4179
First Published
30 Jan 1936
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6 times per year
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German, English
Abstract

Germany is particularly affected by demographic change. Therefore, increasing labour market participation is considered an important labour market policy objective because it can counteract shortages of labour supply due to the aging population. The scope for increasing labour force participation is not limited to certain groups of people. It also has a spatial dimension. This paper therefore analyses the regional differences in the labour market participation of men and women of different age groups at the level of German district regions. In particular, we examine regional imbalances in the regional variation of labour force participation. Further relations to regional variables are examined using multiple regressions. The results of the analysis could be interpreted according to the so-called discouragement hypothesis which suggests that unfavourable regional labour market conditions have a negative impact on regional labour force participation. For the regional wage level, only a minimal, mostly positive correlation with the labour force participation can be established, which can be interpreted by the mutually compensating effects of wages. The regional qualification level shows a positive correlation with the participation of middle-aged and older people in the labour market. Finally, further evidence highlights the importance of full-time childcare facilities for the labour force participation of women and, increasingly, men.

Keywords

Einführung

Aufgrund des demographischen Wandels und seiner Auswirkungen auf das Arbeitskräfteangebot wird der Erwerbsbeteiligung verschiedener Bevölkerungsgruppen besondere arbeitsmarktpolitische Aufmerksamkeit zuteil (vgl. Möller 2017; de Graaff/Arribas-Bel/Ozgen 2018). Diskutiert wird insbesondere, wie durch eine Steigerung der Erwerbsbeteiligung unter anderem von Frauen und Älteren demographisch bedingten Engpässen auf dem Arbeitsmarkt entgegengewirkt werden kann. Da die Erwerbsbeteiligung nicht nur nach Personengruppen variiert (für einen Überblick zum individuellen und gesamtwirtschaftlichen Arbeitsangebot siehe z. B. Blien/Meyer 2000; vgl. auch Newbold 2018), sondern auch nach Regionen (vgl. Bogai/Hirschenauer 2006), befasst sich dieser Beitrag mit den vergleichsweise selten thematisierten regionalen Unterschieden in der gruppenspezifischen Erwerbsbeteiligung. Auf der Ebene von Kreisregionen

Zur Definition der Kreisregionen vgl. Kapitel 3.1.

wird insbesondere der Frage nachgegangen, inwieweit regionale Disparitäten in der Erwerbsbeteiligung von Männern und Frauen verschiedener Altersgruppen zu regionalen Unterschieden in der Arbeitsmarktlage in Beziehung stehen. Daneben werden weitere potenzielle Zusammenhänge, wie beispielsweise der Bezug zur regionalen Versorgung mit Kinderbetreuungseinrichtungen, in Regressionsmodellen geprüft.

Für die folgende Analyse stehen uns Daten aus dem Zensus 2011 zur Verfügung, der wie kaum eine andere Datenquelle geeignet ist, Analysen zum regionalen Arbeitsangebot durchzuführen. Anders als beispielsweise die Beschäftigungsstatistik der Bundesagentur für Arbeit (BA) umfasst der Zensus nicht nur einen Großteil, sondern die Gesamtheit der Erwerbstätigen. Auch stellt der Zensus im Unterschied zum Mikrozensus nicht nur eine vergleichsweise kleine Stichprobe dar und ist deshalb auch für kleine Regionaleinheiten, weit unter der Bundesländerebene, aussagefähig.

Wir danken dem Bayerischen Landesamt für Statistik für die Weitergabe dieser Daten.

Allerdings repräsentieren die Daten nur einen Querschnitt und sind regional aggregiert. Dadurch eingeschränkt können wir keinen Anspruch auf eine kausale Klärung der relevanten Prozesse erheben. Uns stehen keine belastbaren Instrumente zur Verfügung, die wir in einer Instrumentalvariablenschätzung verwenden könnten. Auch wenn wir keinen kausalen Anspruch erheben können, sind wir doch in der Lage, bestimmte Einsichten in die Verhältnisse am Arbeitsmarkt zu gewinnen. Unsere multivariaten Analysen erlauben tiefergehende Aussagen, als dies zum Beispiel mit Hilfe von Tabellenanalysen möglich ist. Wir können die Ergebnisse auf vorab formulierte (z. B. theoretische) Erwartungen beziehen und dann diese entweder bestätigen oder zurückweisen. Demgemäß bieten die Ergebnisse Hinweise, wie der derzeit ablaufende Alterungsprozess in den Regionen zu verstehen ist und wie gegebenenfalls wirtschafts- und regionalpolitisch zu reagieren ist.

Überlegungen zu den Determinanten der regionalen Erwerbsbeteiligung

In der Literatur zum Arbeitskräfteangebot werden individuelle, regionale oder nationale Unterschiede im Partizipationsverhalten auf eine Fülle an angebotsbezogenen, nachfragebezogenen und politisch-institutionellen Einflussfaktoren zurückgeführt. Einige dieser Faktoren werden im Folgenden näher dargestellt, und zwar jene, die uns wesentlich erscheinen für das Verständnis der regional variierenden Erwerbsbeteiligung in Deutschland und die deshalb in der eigenen empirischen Analyse (vgl. Kapitel 3) berücksichtigt werden.

Zu diesen Faktoren gehört das regionale Lohnniveau. Es gilt, abgeleitet aus der neoklassischen Arbeitsmarkttheorie (vgl. Franz 2013), als zentrale Determinante der regionalen Erwerbsbeteiligung, insbesondere der von verheirateten Frauen (vgl. Mincer 1962; Acemoglu/Autor/Lyle 2004; Nawata/Li 2004; Möller/König 2011). Allerdings ist die Wirkungsrichtung im Vorhinein unbestimmt, das heißt, ein niedriges regionales Lohnniveau kann für sie erwerbsmindernd oder erwerbssteigernd wirken: Erwerbsmindernd, weil ein niedriges Niveau wegen der geringen eigenen Verdienstmöglichkeiten nur einen schwachen Anreiz impliziert, selbst eine Arbeit aufzunehmen. Erwerbssteigernd, weil ein niedriges Lohnniveau geringe Verdienstmöglichkeiten des Ehemanns zur Folge hat und sich daraus die Notwendigkeit ergibt, zum Haushaltseinkommen beizutragen. In dem Maße, wie sich das Erwerbsverhalten und die Haushaltstätigkeit von Frauen und Männern angleichen, gelten entsprechende Argumente auch für Männer. Sie lassen sich auf unverheiratet zusammenlebende Paare verallgemeinern.

Eine kausale Analyse der familialen Interaktionen ist hier nicht beabsichtigt. Hierfür bräuchte man Individualdaten, die den Haushaltskontext und den Längsschnitt wiedergeben.

Ungünstige regionale Arbeitsmarktverhältnisse mit hoher Arbeitslosigkeit und schrumpfender Beschäftigung beeinflussen die regionale Erwerbsbeteiligung und damit das regionale Arbeitskräfteangebot negativ. Grund dafür sind sogenannte Entmutigungseffekte (discouraged worker effects). Vor allem Erwerbspersonen, denen Alternativrollen zur Erwerbstätigkeit offenstehen, geben ihren Wunsch, erwerbstätig zu sein, ganz oder vorübergehend auf und ziehen sich angesichts der schlechten Erwerbsmöglichkeiten in die ‚Stille Reserve‘ zurück. Allerdings können neben den Entmutigungseffekten auch konträr wirkende Zusatzarbeitseffekte (added worker effects) auftreten: Weil Arbeitslosigkeit das Einkommen der betroffenen Haushalte verringert, suchen bisher nicht erwerbstätige Haushaltsmitglieder einen Arbeitsplatz. Zusatzarbeitseffekte führen also zu einer steigenden Erwerbsbeteiligung und einem steigenden Arbeitskräfteangebot bei ungünstiger Arbeitsmarktlage. Vorliegende Ergebnisse weisen jedoch darauf hin, dass Entmutigungseffekte gegenüber Zusatzarbeitseffekten dominieren und deshalb – netto – von einem negativen Einfluss ungünstiger Arbeitsmarktbedingungen auf die Erwerbsbeteiligung auszugehen ist (vgl. Lundberg 1985; Zweimüller 1990; Briscoe/Wilson 1992; Tano 1993; Fuchs/Weber 2017).

Im Rahmen einer Untersuchung der regionalen Erwerbsbeteiligung in Deutschland entwickelten auch Möller und Aldashev (2007) in Anlehnung an Mortensen und Pissarides (1994) ein suchtheoretisches Modell, in dem individuelles Optimierungsverhalten zu hoher Erwerbsbeteiligung bei hohen Löhnen und zu niedriger Erwerbsbeteiligung bei hoher Arbeitslosigkeit führt.

Zusätzlich zu diesen theoretisch motivierten Erwartungen kann an Ergebnisse empirischer Studien angeknüpft und überprüft werden, ob sich deren Befunde in unseren widerspiegeln. Hier erweist sich das Qualifikationsniveau als bedeutsam. Höherqualifizierte mit guten Beschäftigungs- und Verdienstmöglichkeiten zeigen im mittleren und oberen Altersbereich eine hohe Arbeitsmarktpräsenz (vgl. Jaumotte 2003; Pena-Boquete 2016). Im unteren Altersbereich ist das Gegenteil der Fall, denn lange Ausbildungszeiten führen zu späten Übergängen vom Bildungs- in das Erwerbssystem und reduzieren somit die Erwerbsbeteiligung der Jüngeren. Auf regionaler Ebene sind demnach positive und negative Zusammenhänge zwischen der Erwerbsbeteiligung und dem Qualifikationsniveau zu erwarten: positive bei den mittleren und oberen Altersgruppen, negative bei den unteren Altersgruppen.

Schließlich sind Merkmale der betreffenden Regionen von Bedeutung. Zwischen hoch und gering verdichteten Regionen sind Unterschiede in der Erwerbsbeteiligung zu erwarten, weil Urbanisationsvorteile, wie ein großes und sektoral/beruflich differenziertes Arbeitsplatzangebot, die Erwerbsbeteiligung begünstigen (vgl. Falk/Leoni 2010). Ein weiterer Faktor, der besonders die regionale Frauenerwerbsbeteiligung betrifft, ist die Versorgung mit Kinderbetreuungseinrichtungen, denn diese sind vor allem für Mütter eine wichtige Voraussetzung, um Familie und Beruf verbinden zu können (vgl. Cornelißen 2005; Ridderbusch 2005; Garcia-Moran 2010).

Nicht zu unterschätzen, wenngleich quantitativen Analysen nur schwer zugänglich, sind kulturelle Unterschiede zwischen den Regionen. Zu Zeiten der DDR war Erwerbstätigkeit für alle eine Selbstverständlichkeit. Während in Westdeutschland der Wandel des Frauenerwerbsverhaltens nur allmählich vorankam, war in Ostdeutschland die kontinuierliche Vollzeitberufstätigkeit der Frauen die Regel und hat die dortige Einstellung zur Frauenerwerbstätigkeit nachhaltig geprägt (vgl. Besenthal/Lang 2004). Dies hat sich in den Präferenzen der Menschen verankert und wird selbst an die nachgewachsene Generation weitergegeben (vgl. Blien/Möller/ Van et al. 2016). Das in Deutschland noch immer erkennbare Ost-West-Gefälle in der Frauenerwerbsbeteiligung ist dadurch mit bedingt. Auch Unterschiede zwischen Bundesländern können unter Umständen auf derartige Effekte zurückgeführt werden.

Methodische Vorgehensweise
Datenbasis und Raumeinheiten

In der nachfolgenden empirischen Untersuchung werden die geschlechts- und altersgruppenspezifischen regionalen Erwerbsquoten des Zensus 2011 mit Hilfe von Querschnittsregressionen analysiert. Der Zensus bietet für Analysen der regionalen Erwerbsbeteiligung einen großen Vorteil, denn er ist die einzige Datenquelle, der sachlich und räumlich tief gegliederte Erwerbsquoten direkt entnommen werden können. Die Daten des Zensus wurden auf der Basis von Registerinformationen und ergänzenden Erhebungen gewonnen (vgl. Statistisches Bundesamt 2011). Neben dem Zensus werden zur Darstellung regionaler Kontextmerkmale weitere Datenquellen genutzt, nämlich die Arbeitslosen- und Beschäftigungsstatistik der Bundesagentur für Arbeit (BA) sowie die Datenbank INKAR des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR).

https://www.inkar.de (21.10.2020).

Räumliche Untersuchungseinheiten der Analyse sind die Kreisregionen des Bundesgebiets (Gebietsstand vom 31. Dezember 2011). Hierbei handelt es sich um eine Gebietsgliederung des BBSR, deren Raumeinheiten größtenteils (326 von insgesamt 363) identisch sind mit den kreisfreien Städten und Landkreisen in Deutschland. In bestimmten Fällen stellen sie allerdings Kreisaggregate dar. Dies bedeutet, dass kleinere kreisfreie Städte mit weniger als 100.000 Einwohnern, die vor allem in Bayern vorkommen, jeweils mit dem am stärksten verflochtenen „Umland-Landkreis“ zu einer Kreisregion zusammengefasst werden. Kreisregionen, die Kreisaggregate bilden, bestehen also in der Regel aus einer kreisfreien Stadt und einem Landkreis. Zwei dieser 37 Kreisregionen umfassen allerdings jeweils zwei Stadtkreise und einen Landkreis.

Variablen für ein Regressionsmodell

Abhängige Variablen der Querschnittsregressionen bilden die Erwerbsquoten der Männer und Frauen im Alter von 15 bis unter 25, 25 bis unter 55 und 55 bis unter 65 Jahren zum Stichtag 9. Mai 2011. Diese Quoten aus dem Zensus 2011 spiegeln für sechs Bevölkerungsgruppen den Anteil der Erwerbspersonen wider, das heißt den Anteil derjenigen, die als Erwerbstätige oder Erwerbslose auf dem Arbeitsmarkt präsent sind. Die Erwerbsstatus des Zensus basieren auf dem Labour-Force-Konzept der International Labour Organisation (ILO) (vgl. Rengers 2004). Erwerbstätig ist danach „jede Person im erwerbsfähigen Alter ab 15 Jahren, die in einem einwöchigen Berichtszeitraum (9. bis 15. Mai 2011) mindestens eine Stunde lang gegen Entgelt oder im Rahmen einer selbstständigen oder mithelfenden Tätigkeit gearbeitet hat. Auch eine Person, die sich in einem formalen Arbeitsverhältnis befindet, das diese im Berichtszeitraum nur vorübergehend nicht ausgeübt hat, gilt als erwerbstätig.“ Als erwerbslos gilt „jede Person im erwerbsfähigen Alter ab 15 Jahren, die im Berichtszeitraum (9. bis 15. Mai 2011) nicht erwerbstätig war, aber in den letzten vier Wochen vor der Befragung aktiv nach einer Tätigkeit gesucht hat. Auf den zeitlichen Umfang der gesuchten Tätigkeit kommt es nicht an. Eine neue Arbeit muss innerhalb von zwei Wochen aufgenommen werden können. Die Einschaltung einer Agentur für Arbeit oder eines kommunalen Trägers in die Suchbemühungen ist nicht erforderlich.“

Die Erläuterungen zu „erwerbstätig“/„erwerbslos“ wurden dem Online-Glossar der Zensusdatenbank des Zensus 2011 entnommen; https://ergebnisse.zensus2011.de/#Glossary: (23.10.2020).

Auf Grund der Vorüberlegungen (vgl. Kapitel 2) wird von folgenden Variablen angenommen, dass sie zur regionalen Erwerbsbeteiligung in Beziehung stehen:

die Arbeitslosenquote der Männer bzw. Frauen 2010

die Entwicklung der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung der Männer bzw. Frauen zwischen 2000 und 2011

das Medianentgelt der Männer bzw. Frauen 2010

die logarithmierte Einwohnerdichte 2011

die Hochqualifiziertenquote der Männer bzw. Frauen 2011

die Kinderquote (unter 6 Jahre) 2011

die Betreuungsquote der Kleinkinder unter drei Jahren 2011

eine Dummy-Variable, die zwischen ost- und westdeutschen Kreisregionen unterscheidet

Tabelle 1 gibt einen Überblick über die Ausprägungen aller verwendeten metrischen Variablen auf der Ebene der Kreisregionen.

Deskriptive Statistik für die metrischen Regressionsvariablen

Abhängige und unabhängige Variablen Minimum Maximum Arithmetisches Mittel Median Standardabweichung
Erwerbspersonenquote zum 9. Mai 2011 (in %)

Anteil der Erwerbspersonen an der Einwohnerzahl im gleichen Altersbereich am 9. Mai 2011

15- bis unter 25-jährige Männer 44,6 75,8 61,5 61,5 5,5
15- bis unter 25-jährige Frauen 44,6 69,3 57,4 57,5 4,7
25- bis unter 55-jährige Männer 84,8 97,0 92,5 93,0 2,2
25- bis unter 55-jährige Frauen 68,3 92,3 84,2 84,3 3,6
55- bis unter 65-jährige Männer 58,0 84,7 73,3 73,6 4,0
55- bis unter 65-jährige Frauen 42,0 81,8 58,9 58,9 5,0
Arbeitslosenquote 2010 (in %)

Anteil der Arbeitslosen an der Zahl aller zivilen Erwerbspersonen im Jahresdurchschnitt 2010

Männer 1,7 16,9 7,3 6,4 3,3
Frauen 2,2 17,0 7,1 6,4 3,1
Beschäftigtenentwicklung 2000/2011,
jeweils zum 30. Juni (in %)

Entwicklung der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung zwischen 30. Juni 2000 und 30. Juni 2011

-28,1 31,0 -1,0 -0,8 9,6
Männer -18,0 31,5 6,0 6,6 9,4
Frauen
Medianentgelt (Vollzeit) 2011 (Euro/Monat)

Median des Bruttomonatsentgelts der sozialversicherungspflichtig Vollzeitbeschäftigten, ohne Auszubildende

Männer 1780,9 4711,3 2786,8 2818,4 505,5
Frauen 1414,7 3129,5 2138,2 2138,3 320,2
Einwohnerdichte 2011 (Einwohner/km2)

Einwohner je Quadratkilometer am 9. Mai 2011

38 4436 497,8 182,8 702,1
Hochqualifiziertenquote 2011 (in %)

Anteil der Erwerbspersonen im Alter von 25 bis 65 Jahren mit akademischer Berufsausbildung an der Gesamtzahl der Erwerbspersonen im gleichen Altersbereich 2011

Männer 8,7 48,2 19,3 17,3 7,0
Frauen 5,9 43,9 16,4 14,9 6,6
Kinderquote unter 6 Jahren 2011 (in %)

Anteil der Kinder unter sechs Jahren an der Gesamtzahl der Einwohner 2011

3,5 6,2 4,9 4,9 0,5
Betreuungsquote von Kindern unter 3 Jahren 2011 (in %)

Anteil der Kinder im Alter von unter drei Jahren, die in Kindertageseinrichtungen betreut werden, an der Gesamtzahl der Kinder dieser Altersgruppe 2011

9,6 64,3 25,6 20,9 13,4

Quellen: Zensus 2011; Datenbank INKAR des BBSR; Statistik der BA

Insgesamt werden 18 Regressionsmodelle geschätzt, drei für jede der sechs gruppenspezifischen Erwerbsquoten. Modell 1 bezieht fünf Regressoren ein: die Arbeitslosenquote, die Beschäftigungsentwicklung, das Medianentgelt, die Einwohnerdichte sowie eine dichotome Indikatorvariable für Ostdeutschland. Modell 2 klammert die Arbeitslosenquote aus und behält die übrigen vier Variablen bei. Modell 3 enthält Erweiterungen, das heißt, es wird von Modell 2 ausgegangen und dieses um die Hochqualifiziertenquote, die Kinderquote sowie die Betreuungsquote der Kleinkinder ergänzt, wobei die Kinder- und Betreuungsquote nur bei der unteren und mittleren Altersgruppe zum Einsatz kommt.

Wie Tabelle 1 zeigt, wurden vier der unabhängigen Variablen geschlechtsspezifisch berechnet. Welche Variablen in den Regressionen verwendet werden – die der Männer oder die der Frauen – richtet sich danach, ob Erwerbsquoten der Männer oder Frauen analysiert werden.

Ergebnisse
Regionale Unterschiede in der Erwerbsbeteiligung

2011 waren in der mittleren Altersklasse (25 bis unter 55 Jahre) 92,1 % der Männer und 83,7 % der Frauen erwerbstätig oder erwerbsuchend. Auf der Ebene der Kreisregionen differierte die Erwerbsquote der Männer zwischen 84,8 % und 97,0 %, also um maximal 12,2 Prozentpunkte, die der Frauen deutlich stärker und zwar zwischen 68,3 % und 92,3 %, das heißt um maximal 24 Prozentpunkte (vgl. Tabelle 1 und Abbildung 1).

Abbildung 1

Erwerbspersonenquoten nach Kreisregionen im Mai 2011 Datenbasis: Zensus 2011

In Westdeutschland ist die Erwerbsbeteiligung der Männer mittleren Alters etwas höher als in Ostdeutschland (92,6 % gegenüber 90,3 %), wobei insbesondere die Regionen der süddeutschen Bundesländer Bayern und Baden-Württemberg hohe Werte aufweisen. Ein anderes Bild ergibt sich bei der Erwerbsbeteiligung der Frauen. Hier besteht, trotz der gestiegenen Erwerbsbeteiligung westdeutscher Frauen, noch immer ein deutliches Ost-West-Gefälle (87,2 % gegenüber 82,9 %). Kennzeichnend sind außerdem interregionale Disparitäten, die in Westdeutschland ausgeprägter sind als in Ostdeutschland.

In den Phasen des beruflichen Ein- bzw. Austritts, also bei den jüngeren und älteren Männern und Frauen, liegen die Erwerbsquoten deutlich tiefer als im mittleren Altersbereich. So betrug 2011 die Erwerbsquote der 15-bis unter 25-jährigen Männer im Bundesdurchschnitt 60,0 %, die der gleichaltrigen Frauen 56,7 %. In der Altersgruppe der 55- bis unter 65-Jährigen wurden diese Werte übertroffen: bei den Männern deutlich mit 73,0 % und bei den Frauen geringfügig mit 59,0 %.

Vereinfacht gesagt verhält sich die Erwerbsbeteiligung der Jüngeren spiegelbildlich zu ihrer Bildungsbeteiligung, wobei allerdings Personen, die sich in betrieblicher Berufsausbildung befinden, bereits zu den Erwerbspersonen zählen und somit in den Zähler der Erwerbsquote eingehen.

Die Arbeitsmarktpräsenz der 15- bis unter 25-Jährigen fällt in Ostdeutschland höher aus als in Westdeutschland. Dies gilt nicht nur für die Frauen (59,0 % gegenüber 56,2 %), sondern auch für die Männer (63,5 % gegenüber 59,3 %). Fast alle Kreisregionen der östlichen Flächenländer zeigen sowohl bei den jüngeren Männern als auch bei den jüngeren Frauen überdurchschnittliche Werte. Ähnliches trifft in Westdeutschland auf die bayerischen Kreisregionen zu. Auch Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz weisen gehäuft überdurchschnittliche Werte auf. Anders ist das Bild insbesondere in Nordrhein-Westfalen. Dort sind in den allermeisten Kreisregionen die Erwerbsquoten der jüngeren Männer und Frauen unterdurchschnittlich. Für das gesamte Bundesgebiet lässt sich feststellen, dass eine unterdurchschnittliche Erwerbsbeteiligung der Jüngeren vor allem für die (größeren) Städte kennzeichnend ist.

Die Erwerbsbeteiligung der 55- bis unter 65-Jährigen zeigt spätestens seit Anfang der 2000er-Jahre eine steigende Tendenz, in der unter anderem verschiedene Renten- und Arbeitsmarktreformen zum Tragen kommen, die auf einen späteren Renteneintritt und einen längeren Verbleib in Erwerbstätigkeit abzielten und -zielen. 2011 differierte das bei den Männern erreichte Niveau der Alterserwerbsbeteiligung zwischen West und Ost nur wenig (73,4 % gegenüber 71,6 %), sehr wohl aber zwischen den einzelnen Kreisregionen. Die meisten der west- und ostdeutschen Flächenländer weisen sowohl über- als auch unterdurchschnittliche Regionalwerte auf, wobei die Spanne in Westdeutschland (58,0 % – 84,7 %) größer ist als in Ostdeutschland (64,6 % – 79,4 %). Nur unterdurchschnittlich sind die Regionalwerte im Saarland und in Mecklenburg-Vorpommern; fast nur überdurchschnittlich in Baden-Württemberg.

Für die Gruppe der 55- bis unter 65-jährigen Frauen ist, ähnlich wie in den beiden Altersgruppen davor, ein deutliches Ost-West-Gefälle in der Erwerbsbeteiligung festzustellen (63,4 % gegenüber 57,7 %). Von den ostdeutschen Kreisregionen weisen fast alle Werte auf, die über dem Bundesdurchschnitt liegen. Die westdeutschen Werte streuen breit und liegen in allen Flächenländern zumindest mehrheitlich unter dem Bundesdurchschnitt. Davon auszunehmen ist Baden-Württemberg mit mehrheitlich überdurchschnittlichen Werten.

Analyse der regionalen Erwerbsbeteiligung

Die Zusammenhänge zwischen den vorab ausgewählten exogenen Variablen und den altersspezifischen Erwerbsquoten werden in Regressionsmodellen untersucht. Deren Ergebnisse (vgl. Tabellen 2-4) zeigen, dass die (geschlechtsspezifische) Arbeitslosenquote signifikant invers mit der Erwerbsbeteiligung der Männer und Frauen zusammenhängt. Dieses Resultat gilt für alle drei Altersgruppen. Es entspricht den Erwartungen aufgrund der Entmutigungshypothese und weist darauf hin, dass Entmutigungseffekte gegenüber entgegengesetzt wirkenden Zusatzarbeitseffekten dominieren.

Regressionsanalysen für die Erwerbsquoten der Männer und Frauen im Alter von 15 bis unter 25 Jahren

Erwerbsquote der 15- bis unter 25-jährigen Männer Erwerbsquote der 15- bis unter 25-jährigen Frauen

(1) (2) (3) (1) (2) (3)

Koeffizient t-Wert Koeffizient t-Wert Koeffizient t-Wert Koeffizient t-Wert Koeffizient t-Wert Koeffizient t-Wert
Konstante 75,563*** 38,071 72,999*** 36,942 59,802**' 17,596 65,792*** 38,964 61,490*** 35,308 50,753*** 14,617
Arbeitslosenquote der Männer bzw. Frauen 2010 (%) -0,606*** -4,915 -0,900*** -8,101
Beschäftigtenentwicklung der Männer bzw. Frauen 2000/11 (%) 0,023 0,757 0,095**' 3,543 0,105*** 3,677 0,029 0,906 0,149*** 4,893 0,115** 3,234
Medianentgelt (Vollzeit) der Männer bzw. Frauen 2010 (1.000 Euro/Monat) -0,689 -0,763 0,598 0,673 2,372** 2,707 -1,615 -1,362 0,639 0,510 0,712 0,501
Logarithmierte Einwohnerdichte 2011 (Einwohner/km2) -1,649*** -4,983 -2,551**' -8,981 -1,571**' -5,069 -0,049 -0,141 -1,330*** -3,983 -0,956* -2,491
Ost-Dummy 7,769*** 8,078 5,866**' 6,457 7,513*** 4,687 7,891*** 10,326 5,209*** 6,961 5,221** 3,122
Hochqualifiziertenquote der Männer bzw. Frauen 2011 (%) -0,364**' -7,263 -0,155* -2,593
Kinderquote (unter 6 Jahren) 2011 (%) 1,845** 2,974 2,142** 3,196
Betreuungsquote der Kleinkinder (unter 3 Jahren) 2011 (%) 0,021 0,487 0,032 0,675
Anzahl der Kreisregionen 363 363 363 363 363 363
R2 0,469 0,433 0,526 0,345 0,225 0,259
Korrigiertes R2 0,461 0,426 0,516 0,336 0,216 0,245

Signifikanzniveaus: *** 0,1%, ** 1%, * 5%

Quellen: Zensus 2011; Datenbank INKAR des BBSR; Statistik der BA

Regressionsanalysen für die Erwerbsquoten der Männer und Frauen im Alter von 25 bis unter 55 Jahren

Erwerbsquote der 25- bis unter 55-jährigen Männer Erwerbsquote der 25- bis unter 55-jährigen Frauen

(1) (2) (3) (1) (2) (3)

Koeffizient t-Wert Koeffizient t-Wert Koeffizient t-Wert Koeffizient t-Wert Koeffizient t-Wert Koeffizient t-Wert
Konstante 98,231*** 146,038 95,545**'' 114,883 91,602*** 60,111 91,080*** 110,536 87,086**’ 86,393 85,889*** 44,777
Arbeitslosenquote der Männer bzw. Frauen 2010 (%) -0,635**' -15,195 -0,835**' -15,413
Beschäftigtenentwicklung der Männer bzw. Frauen 2000/11 (%) -0,006 -0,565 0,070**' 6,214 0,045** 3,478 -0,042** -2,731 0,069**’ 3,937 0,026 1,327
Medianentgelt (Vollzeit) der Männer bzw. Frauen 2010 (1.000 Euro/Monat) -0,188 -0,617 1,157** 3,093 0,905* 2,302 0,322 0,556 2,414** 3,331 -0,273 -0,348
Logarithmierte Einwohnerdichte 2011 (Einwohner/km2) -0,145 -1,295 -1,091**'' -9,121 -1,168*** -8,404 -0,553** -3,281 -1,743*** -9,019 -1,823*** -8,600
Ost-Dummy 1,367*** 4,194 -0,627 -1,640 -0,659 -0,918 8,895**' 23,857 6,405**’ 14,788 1,266 1,370
Hochqualifiziertenquote der Männer bzw. Frauen 2011 (%) -0,010 -0,430 0,120*** 3,637
Kinderquote (unter 6 Jahren) 2011 (%) 1,111*** 3,994 0,815* 2,201
Betreuungsquote der Kleinkinder (unter 3 Jahren) 2011 (%) -0,007 -0,343 0,105*** 4,032
Anzahl der Kreisregionen 363 363 363 363 363 363
R2 0,631 0,392 0,423 0,733 0,555 0,613
Korrigiertes R2 0,625 0,385 0,411 0,729 0,550 0,605

Signifikanzniveaus: *** 0,1%, ** 1%, * 5%

Quellen: Zensus 2011; Datenbank INKAR des BBSR; Statistik der BA

Regressionsanalysen für die Erwerbsquoten der Männer und Frauen im Alter von 55 bis unter 65 Jahren

Erwerbsquote der 55- bis unter 65-jährigen Männer Erwerbsquote der 55- bis unter 65-jährigen Frauen

(1) Koeffizient t-Wert (2) Koeffizient t-Wert (3) Koeffizient t-Wert (1) Koeffizient t-Wert (2) Koeffizient t-Wert (3) Koeffizient t-Wert

Konstante 76,461*** 48,663 72,691*** 43,233 76,714*** 44,060 56,601*** 35,702 51,304*** 29,756 60,153*** 31,762
Arbeitslosenquote der Männer bzw. Frauen 2010 (%) -0,891**' -9,131 -1,108*** -10,625
Beschäftigten entwicklung der Männer bzw. Frauen 2000/2011 (%) 0,062** 2,643 0,169*** 7,406 0,135*** 6,019 -0,015 -0,503 0,133*** 4,415 0,062* 2,138
Medianentgelt (Vollzeit) der Männer bzw. Frauen 2010 (1.000 Euro/Monat) 0,058 0,081 1,947* 2,574 0,450 0,588 2,426* 2,179 5,201**' 4,195 1,021 0,825
Logarithmierte Einwohnerdichte 2011 (Einwohner/km2) 0,445 1,699 -0,882*** -3,648 -1,581**' -6,108 0,468 1,441 -1,110** -3,359 -2,092*** -6,459
Ost-Dummy 4,269**' 5,607 1,470 1,902 -0,332 -0,416 12,848*** 17,907 9,545**' 12,884 4,755*** 5,379
Hochqualifiziertenquote der Männer bzw. Frauen 2011 (%) 0,225**' 5,971 0,420*** 8,434
Kinderquote (unter 6 Jahren) 2011 (%)
Betreuungsquote der Kleinkinder (unter 3 Jahren) 2011 (%)
Anzahl der Kreisregionen 363 363 363 363 363 363
R2 0,373 0,227 0,297 0,495 0,335 0,446
Korrigiertes R2 0,364 0,218 0,287 0,488 0,328 0,438

Signifikanzniveaus: *** 0,1%, ** 1%, * 5%

Quellen: Zensus 2011; Datenbank INKAR des BBSR; Statistik der BA

Zu beachten ist allerdings, dass zwischen der regionalen Arbeitslosigkeit und der regionalen Erwerbsbeteiligung eine gegenseitige Abhängigkeit besteht. Einerseits beeinflusst die Arbeitslosenquote die Erwerbsquote, andererseits die Erwerbsquote die Arbeitslosenquote. Dabei kann der Einfluss der Erwerbsquote auf die Arbeitslosenquote negativ oder positiv sein, je nachdem, ob eine Steigerung der Erwerbsquote nur mit einem Anstieg der Erwerbstätigenzahl verbunden ist oder auch mit einem Anstieg der Erwerbslosenzahl.

Derartige Rückwirkungen von der abhängigen auf die unabhängigen Variablen werden Endogenität genannt. Sie stehen insbesondere einer kausalen Interpretation der Ergebnisse entgegen. Um dieses Problem zu reduzieren, wird in den Regressionen (Modell 1) nicht die Arbeitslosenquote 2011 verwendet, sondern die zeitlich vorgelagerte des Jahres 2010. Auch werden Modelle berechnet, in denen an Stelle der Arbeitslosenquote die geschlechtsspezifische Beschäftigtenentwicklung zwischen 2000 und 2011 als Indikator für die Arbeitsmarktlage zum Einsatz kommt (Modelle 2 und 3). Die Beschäftigtenentwicklung ist in fast allen dieser Modelle signifikant positiv und weist wiederum darauf hin, dass die regionale Erwerbsbeteiligung durch die Lage auf dem Arbeitsmarkt mitbestimmt wird; je günstiger diese ist, desto höher ist die Erwerbsbeteiligung.

Die regionalen Verdienstmöglichkeiten, operationalisiert mit dem Medianentgelt der vollzeitbeschäftigten Männer bzw. Frauen, ist mit der Erwerbsbeteiligung in der Regel schwach positiv verknüpft. Das Medianentgelt ist nur in einigen Modellen signifikant und bei der Gruppe der jüngeren Frauen in keinem der drei Modelle. Die Koeffizienten sind klein – man beachte, dass die Originalwerte durch 1000 dividiert wurden, um die ‚Sichtbarkeit‘ des Koeffizienten zu verbessern. Eine Erhöhung des Monatseinkommens um 1.000 Euro, dies ist die doppelte Standardabweichung, ist im Modell 1, Tabelle 2 mit einer nicht signifikanten Senkung der Erwerbsquote um 0,69 Prozentpunkte verknüpft. Die schwache, bedingte Korrelation zwischen Lohn und Erwerbsquoten kann mit den gegensätzlichen Wirkungen der Lohnhöhe begründet werden (vgl. Kapitel 2). Wenn die Modelle ohne die Entgeltvariable gerechnet werden, bleiben die Ergebnisse für die anderen Variablen nahezu identisch.

Überraschend ist der negative Zusammenhang zwischen der Erwerbsbeteiligung und der Bevölkerungsdichte. Er zeigt sich bei allen betrachteten Personengruppen und ist in der Regel signifikant. Infolge der quantitativ und qualitativ oftmals besseren Beschäftigungsmöglichkeiten in dicht besiedelten Regionen wäre ein positiver Zusammenhang zu erwarten gewesen. Eine mögliche Begründung des gegenteiligen Befunds könnte sein, dass in den (westdeutschen) Städten der Ausländeranteil höher liegt als im Bundesdurchschnitt und somit die Erwerbsquoten der Ausländer/-innen, die im allgemeinen niedriger sind als die der Deutschen, relativ stark ins Gewicht fallen (vgl. Seebaß/Siegert 2011).

Darüber hinaus beherbergen manche Städte verhältnismäßig große Universitäten, das heißt, sie zeichnen sich durch eine hohe Relation der Studierenden zur Gesamtbevölkerung der Stadt aus. Für solche Städte sind niedrige Erwerbsquoten der Jüngeren charakteristisch, weil Studierende, die noch keinen Hochschulabschluss erworben haben und noch nicht im Erwerbsleben stehen, zu den Nichterwerbspersonen zählen und somit nicht in den Zähler der Erwerbsquote eingehen. Insbesondere für den gefundenen negativen Zusammenhang der Bevölkerungsdichte mit der Erwerbsquote der 15- bis unter 25-Jährigen dürfte dies maßgeblich sein.

Vorzeichen und Höhe der Koeffizienten der Ost-Dummys bringen zum Ausdruck, dass trotz gestiegener Frauenerwerbsbeteiligung in Westdeutschland noch immer ein deutliches Ost-West-Gefälle beim Niveau der Frauenerwerbsbeteiligung besteht, und zwar in allen drei Altersgruppen. Bei den Männern zeigt sich ein positiver Ost-Koeffizient nur in der unteren Altersgruppe.

Zu den weiteren in Modell 3 einbezogenen Variablen lässt sich Folgendes festhalten. Die geschlechtsspezifische Hochqualifiziertenquote ist bei den jüngeren und älteren Männern sowie bei den Frauen aller drei Altersgruppen signifikant und weist in diesen Fällen die erwarteten Vorzeichen auf. Dies bedeutet, dass bei den jüngeren Männern und Frauen die Erwerbsbeteiligung sinkt, wenn die Hochqualifiziertenquote steigt. Anders ist die Lage im mittleren und oberen Altersbereich, hier steigt die Erwerbsbeteiligung der Frauen mittleren Alters bzw. die der älteren Männer und Frauen.

Der Einwohneranteil der Kinder unter sechs Jahren zeigt sowohl bei den Männern als auch bei den Frauen im unteren und mittleren Altersbereich einen signifikant positiven Zusammenhang mit der Erwerbsbeteiligung. Hierbei darf freilich nicht übersehen werden, dass die Erwerbsquote als personenbezogene Kennziffer das Arbeitsvolumen nicht erfasst. Erwerbstätige und Erwerbslose gehen in den Zähler der Erwerbsquote unabhängig davon ein, welchen zeitlichen Umfang die ausgeübte bzw. gesuchte Tätigkeit hat.

Von Bedeutung für die regionale Frauenerwerbsbeteiligung ist schließlich auch die Betreuungsquote der Kinder unter drei Jahren. Diese Größe, die primär das regionale Betreuungsangebot widerspiegelt, korrespondiert mit der Erwerbsbeteiligung der Frauen mittleren Alters. Bei den Männern zeigt sie keinen signifikanten Zusammenhang – weder im unteren noch im mittleren Altersbereich.

Auffällig an Regression 3 für die Frauen im mittleren Alter ist außerdem, dass durch die Hereinnahme der Betreuungsquote der Koeffizient des Ost-Dummy klein und insignifikant geworden ist. Dies resultiert aus der hohen Korrelation zwischen den beiden Regressoren (0,908), die ihrerseits deutlich macht, dass das Raummuster der Betreuungsquote durch eine markante Ost-West-Stufung geprägt ist.

Insgesamt können mit den Regressionsmodellen zwischen 22,5 % und 73,3 % der regionalen Unterschiede in der geschlechts- und altersgruppenspezifischen Erwerbsbeteiligung im statistischen Sinne ‚erklärt‘ werden. Bei allen Personengruppen liegt das Bestimmtheitsmaß von Modell 1 deutlich über dem von Modell 2 und wird auch mit Modell 3 nicht erreicht – von der Erwerbsquote der 15- bis unter 25-jährigen Männer einmal abgesehen.

Fazit

Die zu Beginn des Beitrags dargelegten Erwartungen entsprechen weitgehend den Ergebnissen der empirischen Analysen. Ungünstige regionale Arbeitsmarktverhältnisse mit hohen Werten bei der Arbeitslosenquote und niedrigen bei der Beschäftigungsentwicklung sind mit der regionalen Erwerbsbeteiligung negativ bzw. positiv verknüpft. Auch das Qualifikationsniveau ist mit der Erwerbsbeteiligung verknüpft, da lange Phasen der schulischen und nicht betrieblichen beruflichen Ausbildung in jüngeren Jahren zu niedrigen Erwerbsquoten führen, während im mittleren und höheren Alter die Erwerbsneigung mit dem erreichten Qualifikationsniveau steigt.

Die hier vorgetragenen Schlussfolgerungen basieren nicht auf kausalen Analysen, dazu fehlt uns die Datenbasis. Immerhin vermögen wir Anhaltpunkte zu bieten, die sich auch auf regionalpolitische Maßnahmen beziehen lassen. Diese umfassen beispielsweise die Existenz von Kinderbetreuungseinrichtungen, die eine wesentliche Voraussetzung für eine hohe Erwerbsbeteiligung von Frauen (und zunehmend auch von Männern) sind. Das regionale Lohnniveau, hier operationalisiert mit dem Median des Entgeltes aus sozialversicherungspflichtiger Vollzeitbeschäftigung, ist nur schwach mit der Erwerbsbeteiligung korreliert. Als Grund dafür können die sich kompensierenden Effekte des Lohns angeführt werden. In Ehen oder anderen Formen der gemeinsamen Lebensführung wächst der Druck auf einen unbeschäftigten Partner bzw. eine unbeschäftigte Partnerin, eine Erwerbstätigkeit aufzunehmen, wenn der erwerbstätige Partner bzw. die Partnerin nur wenig verdient. Andererseits sinkt mit fallendem Lohnniveau die Motivation für eine solche Beschäftigung.

Aus diesen Analysen lassen sich einige knappe Konsequenzen für regionale arbeitsmarktpolitische Maßnahmen ableiten. Eine niedrige Erwerbsbeteiligung ist kein ‚Naturgesetz‘. Mit günstiger regionaler Arbeitsmarktlage steigt auch die Erwerbsbeteiligung. Dies wirkt als ‚Puffer‘ für die Schwankungen der regionalen Arbeitsmärkte: In Situationen mit hoher Nachfrage bieten vermehrt zusätzliche Personen ihre Arbeitskraft auf dem regionalen Arbeitsmarkt an. Ist dies für die Firmen nicht länger profitabel und sinkt somit die Aktivität der regionalen Ökonomie, fällt das regionale Arbeitsangebot. Die Schwankungen der regionalen Arbeitslosenquote sind dann kleiner, als wenn keine solchen Veränderungen des Angebots geschehen würden.

Mit den Möglichkeiten, die durch eine Querschnittsanalyse gegeben sind, kann interregionale Migration nicht erfasst werden. Es kann aber angenommen werden, dass Mobilität zwischen Regionen entscheidend zu der Elastizität des Arbeitskräfteangebots beiträgt: Bei hoher Arbeitsnachfrage werden zusätzliche Arbeitskräfte dann nicht nur innerhalb einer Region mobilisiert – indem sie veranlasst werden, auf dem Arbeitsmarkt als Anbieter aufzutreten –, sie kommen auch aus anderen Regionen.

Die vorgetragenen Überlegungen bedeuten, dass eine expansive Regionalpolitik weniger schnell an ihre Grenzen stößt, als dies bei einem konstanten Angebot der Fall wäre. Umgekehrt unterzeichnet eine Arbeitslosenquote bei fallender ökonomischer Aktivität das Arbeitsmarktdefizit. Dieses ist größer, als der rein numerische Wert der Arbeitslosenquote ausdrückt, weil ein Teil der Arbeitskräfte sich entmutigt zurückzieht. Die empirischen Ergebnisse und die daran anknüpfenden Überlegungen bieten Anhaltspunkte dafür, dass erwartbare künftige demographische Veränderungen durch die angesprochene Elastizität des Angebots gedämpft werden. Verschiebt sich die Altersstruktur von Regionen zuungunsten des ökonomisch aktiven Teils der Bevölkerung, kann erwartet werden, dass bisher nicht aktive Personen in den Arbeitsmarkt eintreten. Mobilität zwischen den Regionen kann diesen Prozess allerdings nur begrenzt unterstützen, da die Alterung alle Regionen betrifft, wenn auch unterschiedlich stark. Immerhin kann eine Regionalpolitik, die die Auswirkungen dieses Prozesses mildern soll, darauf setzen, dass bereits existierende Impulse in die gewünschte Richtung wirken. Weitere Analysen des Instituts- für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung haben jedoch bereits ergeben, dass höhere Erwerbsquoten den Rückgang des Erwerbspersonenpotenzials nicht aufhalten werden (Fuchs/Weber 2020). Regionalpolitik wird das Problem nicht lösen, sondern nur lindern können. Vermehrte hochwertige Bildungsabschlüsse sind ebenfalls mit einem höheren Arbeitsangebot verknüpft. Hervorzuheben ist außerdem die Bedeutung von ganztägigen Kinderbetreuungseinrichtungen, die den Erwerbstätigen den Rücken für die Beteiligung am Arbeitsmarkt freihalten.

Erweiterte Regressionsmodelle mit Dummys (binären Variablen) für Länder und Gebietstypen erbringen eine beträchtliche regionale Heterogenität, aber für die einbezogenen inhaltlich begründeten Variablen keine substanziell anderen Ergebnisse (vgl. Anhang).

Abbildung 1

Erwerbspersonenquoten nach Kreisregionen im Mai 2011 Datenbasis: Zensus 2011
Erwerbspersonenquoten nach Kreisregionen im Mai 2011 Datenbasis: Zensus 2011

Regressionsanalysen mit Länder-Dummys für die Erwerbsquoten der Männer und Frauen im Alter von 55 bis unter 65 Jahren

Erwerbsquote der 55- bis unter 65-jährigen Männer Erwerbsquote der 55- bis unter 65-jährigen Frauen

(1) (2) (3) (1) (2) (3)

Koeffizient t-Wert Koeffizient t-Wert Koeffizient t-Wert Koeffizient t-Wert Koeffizient t-Wert Koeffizient t-Wert
Konstante 80,964*** 34,384 73,131*** 30,283 79,173***' 33,326 63,530*** 25,528 54,413*** 20,765 64,647**' 25,929
Arbeitslosenquote der Männer bzw. Frauen 2010 (%) -1,051*** -8,864 -1,196*** -9,943
Beschäftigtenentwicklung der Männer bzw. Frauen 2000/2011 (%) 0,058* 2,484 0,165*** 7,514 0,127*** 6,052 -0,013 -0,474 0,128*** 4,576 0,045 1,738
Medianentgelt (Vollzeit) der Männer bzw. Frauen 2010 (1.000 Euro/Monat) -0,161 -0,228 0,819 1,063 -0,490 -0,667 2,019 1,769 3,496** 2,727 -1,034 -0,860
Logarithmierte Einwohnerdichte 2011 (Einwohner/km2) 0,360 1,331 -0,837** -3,223 -1,970***' -6,957 0,522 1,548 -0,659 -1,844 -1,967*** -5,838
Ost-Dummy
Hochqualifiziertenquote der Männer bzw. Frauen 2011 (%) 0,271**' 7,594 0,465**' 10,388
Kinderquote (unter 6 Jahren) 2011 (%)
Betreuungsquote der Kleinkinder (unter 3 Jahren) 2011 (%)
Schleswig-Holstein -0,595 -0,335 2,888 1,510 1,504 0,844 -4,867* -2,528 -1,831 -0,850 -2,351 -1,249
Niedersachsen -2,268 -1,374 1,069 0,601 -0,091 -0,055 -4,902** -2,769 -2,791 -1,402 -3,200 -1,839
Nordrhein-Westfalen -1,268 -0,786 2,784 1,626 2,695 1,698 -6,033*** -3,529 -3,558 -1,857 -2,027 -1,206
Hessen -3,989* -2,284 1,351 0,745 -0,454 -0,267 -6,687*** -3,626 -2,750 -1,348 -2,981 -1,672
Rheinland-Pfalz -2,380 -1,364 3,120 1,730 1,993 1,187 -6,244** -3,388 -2,002 -0,986 -1,521 -0,856
Baden-Württemberg -0,193 -0,109 6,005** 3,360 4,920** 2,959 -3,215 -1,750 2,220 1,117 3,061 1,760
Bayern -3,976* -2,294 2,152 1,224 0,900 0,549 -7,061*** -3,859 -1,621 -0,820 -0,749 -0,433
Saarland -5,000* -2,476 0,098 0,046 -0,348 -0,175 -11,517*** -5,381 -8,117** -3,392 -6,196** -2,951
Brandenburg 3,238 1,850 2,916 1,506 -0,569 -0,307 9,109*** 4,732 8,032*** 3,689 2,975 1,515
Mecklenburg-Vorpommern 1,878 0,957 0,488 0,226 -2,927 -1,424 4,938* 2,322 3,712 1,544 -1,711 -0,790
Sachsen 4,261* 2,398 5,293** 2,698 2,751 1,488 9,625*** 5,040 9,653*** 4,463 5,194** 2,679
Sachsen-Anhalt 2,121 1,190 1,679 0,852 -0,843 -0,454 6,684** 3,426 5,379** 2,440 0,910 0,461
Thüringen 1,125 0,647 3,569 1,878 0,877 0,488 6,014** 3,194 7,829*** 3,688 2,739 1,427
Anzahl der Kreisregionen 363 363 363 363 363 363
R2 0,487 0,370 0,460 0,602 0,488 0,610
Korrigiertes R2 0,461 0,340 0,433 0,583 0,465 0,591

Regressionsanalysen für die Erwerbsquoten der Männer und Frauen im Alter von 55 bis unter 65 Jahren

Erwerbsquote der 55- bis unter 65-jährigen Männer Erwerbsquote der 55- bis unter 65-jährigen Frauen

(1) Koeffizient t-Wert (2) Koeffizient t-Wert (3) Koeffizient t-Wert (1) Koeffizient t-Wert (2) Koeffizient t-Wert (3) Koeffizient t-Wert

Konstante 76,461*** 48,663 72,691*** 43,233 76,714*** 44,060 56,601*** 35,702 51,304*** 29,756 60,153*** 31,762
Arbeitslosenquote der Männer bzw. Frauen 2010 (%) -0,891**' -9,131 -1,108*** -10,625
Beschäftigten entwicklung der Männer bzw. Frauen 2000/2011 (%) 0,062** 2,643 0,169*** 7,406 0,135*** 6,019 -0,015 -0,503 0,133*** 4,415 0,062* 2,138
Medianentgelt (Vollzeit) der Männer bzw. Frauen 2010 (1.000 Euro/Monat) 0,058 0,081 1,947* 2,574 0,450 0,588 2,426* 2,179 5,201**' 4,195 1,021 0,825
Logarithmierte Einwohnerdichte 2011 (Einwohner/km2) 0,445 1,699 -0,882*** -3,648 -1,581**' -6,108 0,468 1,441 -1,110** -3,359 -2,092*** -6,459
Ost-Dummy 4,269**' 5,607 1,470 1,902 -0,332 -0,416 12,848*** 17,907 9,545**' 12,884 4,755*** 5,379
Hochqualifiziertenquote der Männer bzw. Frauen 2011 (%) 0,225**' 5,971 0,420*** 8,434
Kinderquote (unter 6 Jahren) 2011 (%)
Betreuungsquote der Kleinkinder (unter 3 Jahren) 2011 (%)
Anzahl der Kreisregionen 363 363 363 363 363 363
R2 0,373 0,227 0,297 0,495 0,335 0,446
Korrigiertes R2 0,364 0,218 0,287 0,488 0,328 0,438

Deskriptive Statistik für die metrischen Regressionsvariablen

Abhängige und unabhängige Variablen Minimum Maximum Arithmetisches Mittel Median Standardabweichung
Erwerbspersonenquote zum 9. Mai 2011 (in %)

Anteil der Erwerbspersonen an der Einwohnerzahl im gleichen Altersbereich am 9. Mai 2011

15- bis unter 25-jährige Männer 44,6 75,8 61,5 61,5 5,5
15- bis unter 25-jährige Frauen 44,6 69,3 57,4 57,5 4,7
25- bis unter 55-jährige Männer 84,8 97,0 92,5 93,0 2,2
25- bis unter 55-jährige Frauen 68,3 92,3 84,2 84,3 3,6
55- bis unter 65-jährige Männer 58,0 84,7 73,3 73,6 4,0
55- bis unter 65-jährige Frauen 42,0 81,8 58,9 58,9 5,0
Arbeitslosenquote 2010 (in %)

Anteil der Arbeitslosen an der Zahl aller zivilen Erwerbspersonen im Jahresdurchschnitt 2010

Männer 1,7 16,9 7,3 6,4 3,3
Frauen 2,2 17,0 7,1 6,4 3,1
Beschäftigtenentwicklung 2000/2011,
jeweils zum 30. Juni (in %)

Entwicklung der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung zwischen 30. Juni 2000 und 30. Juni 2011

-28,1 31,0 -1,0 -0,8 9,6
Männer -18,0 31,5 6,0 6,6 9,4
Frauen
Medianentgelt (Vollzeit) 2011 (Euro/Monat)

Median des Bruttomonatsentgelts der sozialversicherungspflichtig Vollzeitbeschäftigten, ohne Auszubildende

Männer 1780,9 4711,3 2786,8 2818,4 505,5
Frauen 1414,7 3129,5 2138,2 2138,3 320,2
Einwohnerdichte 2011 (Einwohner/km2)

Einwohner je Quadratkilometer am 9. Mai 2011

38 4436 497,8 182,8 702,1
Hochqualifiziertenquote 2011 (in %)

Anteil der Erwerbspersonen im Alter von 25 bis 65 Jahren mit akademischer Berufsausbildung an der Gesamtzahl der Erwerbspersonen im gleichen Altersbereich 2011

Männer 8,7 48,2 19,3 17,3 7,0
Frauen 5,9 43,9 16,4 14,9 6,6
Kinderquote unter 6 Jahren 2011 (in %)

Anteil der Kinder unter sechs Jahren an der Gesamtzahl der Einwohner 2011

3,5 6,2 4,9 4,9 0,5
Betreuungsquote von Kindern unter 3 Jahren 2011 (in %)

Anteil der Kinder im Alter von unter drei Jahren, die in Kindertageseinrichtungen betreut werden, an der Gesamtzahl der Kinder dieser Altersgruppe 2011

9,6 64,3 25,6 20,9 13,4

Regressionsanalysen für die Erwerbsquoten der Männer und Frauen im Alter von 25 bis unter 55 Jahren

Erwerbsquote der 25- bis unter 55-jährigen Männer Erwerbsquote der 25- bis unter 55-jährigen Frauen

(1) (2) (3) (1) (2) (3)

Koeffizient t-Wert Koeffizient t-Wert Koeffizient t-Wert Koeffizient t-Wert Koeffizient t-Wert Koeffizient t-Wert
Konstante 98,231*** 146,038 95,545**'' 114,883 91,602*** 60,111 91,080*** 110,536 87,086**’ 86,393 85,889*** 44,777
Arbeitslosenquote der Männer bzw. Frauen 2010 (%) -0,635**' -15,195 -0,835**' -15,413
Beschäftigtenentwicklung der Männer bzw. Frauen 2000/11 (%) -0,006 -0,565 0,070**' 6,214 0,045** 3,478 -0,042** -2,731 0,069**’ 3,937 0,026 1,327
Medianentgelt (Vollzeit) der Männer bzw. Frauen 2010 (1.000 Euro/Monat) -0,188 -0,617 1,157** 3,093 0,905* 2,302 0,322 0,556 2,414** 3,331 -0,273 -0,348
Logarithmierte Einwohnerdichte 2011 (Einwohner/km2) -0,145 -1,295 -1,091**'' -9,121 -1,168*** -8,404 -0,553** -3,281 -1,743*** -9,019 -1,823*** -8,600
Ost-Dummy 1,367*** 4,194 -0,627 -1,640 -0,659 -0,918 8,895**' 23,857 6,405**’ 14,788 1,266 1,370
Hochqualifiziertenquote der Männer bzw. Frauen 2011 (%) -0,010 -0,430 0,120*** 3,637
Kinderquote (unter 6 Jahren) 2011 (%) 1,111*** 3,994 0,815* 2,201
Betreuungsquote der Kleinkinder (unter 3 Jahren) 2011 (%) -0,007 -0,343 0,105*** 4,032
Anzahl der Kreisregionen 363 363 363 363 363 363
R2 0,631 0,392 0,423 0,733 0,555 0,613
Korrigiertes R2 0,625 0,385 0,411 0,729 0,550 0,605

Regressionsanalysen mit Siedlungsstruktur-Dummys für die Erwerbsquoten der Männer und Frauen im Alter von 25 bis unter 55 Jahren

Erwerbsquote der 25- bis unter 55-jährigen Männer Erwerbsquote der 25- bis unter 55-jährigen Frauen

(1) (2) (3) (1) (2) (3)

Koeffizient t-Wert Koeffizient t-Wert Koeffizient t-Wert Koeffizient t-Wert Koeffizient t-Wert Koeffizient t-Wert
Konstante 95,537*** 110,268 89,926**'' 98,840 85,685**'' 60,694 88,679**'' 74,946 80,116*** 60,098 78,279*** 40,937
Arbeitslosenquote der Männer bzw. Frauen 2010 (%) -0,540**' -12,965 -0,826**'' -15,168
Beschäftigten entwicklung der Männer bzw. Frauen 2000/2011 (%) 0,001 0,095 0,069**' 6,732 0,046**' 4,009 -0,038* -2,484 0,077*** 4,438 0,035 1,845
Medianentgelt (Vollzeit) der Männer bzw. Frauen 2010 (1.000 Euro/Monat) 0,245 0,886 1,123** 3,456 0,894** 2,554 0,205 0,388 1,620* 2,428 -1,055 -1,426
Logarithmierte Einwohnerdichte 2011 (Einwohner/km2)
Ost-Dummy 1,436*** 4,557 -0,086 -0,244 -0,280 -0,432 9,042*** 24,407 6,941 *** 15,757 1,394 1,533
Hochqualifiziertenquote der Männer bzw. Frauen 2011 (%) -0,019 -0,991 0,109** 3,468
Kinderquote (unter 6 Jahren) 2011 (%) 1,090*** 4,298 0,807* 2,209
Betreuungsquote der Kleinkinder (unter 3 Jahren) 2011 (%) 0,000 0,020 0,122*** 4,925
Kreisfreie Großstädte -1,072** -3,421 -3,168***' -9,740 -3,277**'' -9,199 -1,724***' -3,658 -4,574*** -8,257 -4,661*** -8,676
Städtische Kreise 0,218 1,050 0,045 0,180 -0,013 -0,053 -0,432 -1,417 -0,812* -2,085 -0,750* -2,195
Ländliche Kreise mit Verdichtungsansätzen 0,482* 2,362 0,622* 2,520 0,575* 2,373 -0,271 -0,945 -0,023 -0,063 0,066 0,192
Anzahl der Kreisregionen 363 363 363 363 363 363
R2 0,657 0,495 0,523 0,736 0,565 0,627
Korrigiertes R2 0,651 0,487 0,511 0,731 0,557 0,617

Regressionsanalysen für die Erwerbsquoten der Männer und Frauen im Alter von 15 bis unter 25 Jahren

Erwerbsquote der 15- bis unter 25-jährigen Männer Erwerbsquote der 15- bis unter 25-jährigen Frauen

(1) (2) (3) (1) (2) (3)

Koeffizient t-Wert Koeffizient t-Wert Koeffizient t-Wert Koeffizient t-Wert Koeffizient t-Wert Koeffizient t-Wert
Konstante 75,563*** 38,071 72,999*** 36,942 59,802**' 17,596 65,792*** 38,964 61,490*** 35,308 50,753*** 14,617
Arbeitslosenquote der Männer bzw. Frauen 2010 (%) -0,606*** -4,915 -0,900*** -8,101
Beschäftigtenentwicklung der Männer bzw. Frauen 2000/11 (%) 0,023 0,757 0,095**' 3,543 0,105*** 3,677 0,029 0,906 0,149*** 4,893 0,115** 3,234
Medianentgelt (Vollzeit) der Männer bzw. Frauen 2010 (1.000 Euro/Monat) -0,689 -0,763 0,598 0,673 2,372** 2,707 -1,615 -1,362 0,639 0,510 0,712 0,501
Logarithmierte Einwohnerdichte 2011 (Einwohner/km2) -1,649*** -4,983 -2,551**' -8,981 -1,571**' -5,069 -0,049 -0,141 -1,330*** -3,983 -0,956* -2,491
Ost-Dummy 7,769*** 8,078 5,866**' 6,457 7,513*** 4,687 7,891*** 10,326 5,209*** 6,961 5,221** 3,122
Hochqualifiziertenquote der Männer bzw. Frauen 2011 (%) -0,364**' -7,263 -0,155* -2,593
Kinderquote (unter 6 Jahren) 2011 (%) 1,845** 2,974 2,142** 3,196
Betreuungsquote der Kleinkinder (unter 3 Jahren) 2011 (%) 0,021 0,487 0,032 0,675
Anzahl der Kreisregionen 363 363 363 363 363 363
R2 0,469 0,433 0,526 0,345 0,225 0,259
Korrigiertes R2 0,461 0,426 0,516 0,336 0,216 0,245

Regressionsanalysen mit Länder-Dummys für die Erwerbsquoten der Männer und Frauen im Alter von 25 bis unter 55 Jahren

Erwerbsquote der 25- bis unter 55-jährigen Männer Erwerbsquote der 25- bis unter 55-jährigen Frauen

(1) (2) (3) (1) (2) (3)

Koeffizient t-Wert Koeffizient t-Wert Koeffizient t-Wert Koeffizient t-Wert Koeffizient t-Wert Koeffizient t-Wert
Konstante 99,214***' 93,052 94,136*** 78,765 88,220*** 48,342 92,376*** 67,377 86,539*** 57,730 87,676**'' 40,614
Arbeitslosenquote der Männer bzw. Frauen 2010 (%) -0,681**'' -12,689 -0,766*** -11,557
Beschäftigtenentwicklung der Männer bzw. Frauen 2000/2011 (%) -0,013 -1,277 0,056*** 5,162 0,027* 2,196 -0,040* -2,573 0,050** 3,138 0,019 1,066
Medianentgelt (Vollzeit) der Männer bzw. Frauen 2010 (1.000 Euro/Monat) 0,175 0,548 0,810* 2,124 0,609 1,591 0,316 0,503 1,262 1,721 -0,972 -1,328
Logarithmierte Einwohnerdichte 2011 (Einwohner/km2) -0,255* -2,082 -1,031*** -8,025 -1,078*** -7,209 -0,470* -2,528 -1,227*** -5,996 -1,611***' -7,871
Ost-Dummy
Hochqualifiziertenquote der Männer bzw. Frauen 2011 (%) -0,026 -1,199 0,152**' 5,110
Kinderquote (unter 6 Jahren) 2011 (%) 1,342*** 4,997 0,162 0,478
Betreuungsquote der Kleinkinder (unter 3 Jahren) 2011 (%) 0,023 1,131 0,106**' 4,233
Schleswig-Holstein -0,751 -0,936 1,506 1,591 1,697 1,821 -1,146 -1,080 0,798 0,648 1,130 1,006
Niedersachsen -0,921 -1,232 1,242 1,411 1,498 1,709 -2,186* -2,241 -0,834 -0,732 -0,197 -0,188
Nordrhein-Westfalen -0,747 -1,023 1,879* 2,219 2,137* 2,503 -3,037** -3,225 -1,452 -1,325 0,309 0,299
Hessen -1,496 -1,892 1,965* 2,190 2,098* 2,343 -2,612* -2,571 -0,091 -0,078 0,541 0,506
Rheinland-Pfalz -1,492 -1,888 2,074* 2,323 2,363** 2,706 -2,486* -2,448 0,230 0,198 0,647 0,611
Baden-Württemberg -1,319 -1,655 2,698** 3,051 2,745** 3,139 -1,802 -1,780 1,678 1,476 2,689* 2,587
Bayern -1,237 -1,577 2,735** 3,142 3,011** 3,485 -1,703 -1,690 1,780 1,574 2,794** 2,692
Saarland -1,850* -2,023 1,455 1,372 2,584* 2,437 -4,169*** -3,535 -1,991 -1,455 -0,664 -0,513
Brandenburg 0,699 0,883 0,491 0,512 -0,154 -0,145 6,717*** 6,333 6,027*** 4,840 1,498 1,170
Mecklenburg-Vorpommern -0,529 -0,596 -1,430 -1,335 -2,486* -2,119 5,178*** 4,420 4,393** 3,194 -0,375 -0,267
Sachsen 2,024* 2,516 2,693** 2,774 1,939 1,903 7,696*** 7,315 7,714*** 6,235 3,966** 3,220
Sachsen-Anhalt 0,457 0,567 0,171 0,175 -0,454 -0,401 6,366*** 5,922 5,530*** 4,384 0,539 0,395
Thüringen 0,372 0,473 1,957* 2,081 1,515 1,508 6,019*** 5,802 7,181*** 5,913 2,985* 2,431
Anzahl der Kreisregionen 363 363 363 363 363 363
R2 0,662 0,504 0,537 0,764 0,672 0,735
Korrigiertes R2 0,645 0,481 0,512 0,752 0,657 0,720

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