1. bookVolume 73 (2015): Issue 1 (February 2015)
Journal Details
License
Format
Journal
eISSN
1869-4179
First Published
30 Jan 1936
Publication timeframe
6 times per year
Languages
German, English
access type Open Access

Rural Social Infrastructure Breaking New Ground: The Project “Assisted living on farms” as a Perspective for the Strudengau Region in Upper Austria

Published Online: 28 Feb 2015
Volume & Issue: Volume 73 (2015) - Issue 1 (February 2015)
Page range: 59 - 71
Received: 31 Jan 2014
Accepted: 13 Oct 2014
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Journal
eISSN
1869-4179
First Published
30 Jan 1936
Publication timeframe
6 times per year
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German, English
Abstract

This paper deals with a “care farming” project, based on investigations of seven different farms in Perg, Upper Austria. Between 1996 and 1999, an innovative approach to care possibilities of older people in rural areas was developed and implemented by different actors (chamber of agriculture, welfare association, farmers), financially supported by the European Union. European subsidies allowed for education in elderly care and the development of barrier-free residential units for elderly people in existing farm buildings. An analysis ten years after the implementation of the project examines whether assisted living on farms constitutes a promising perspective for social infrastructure planning in the region and derives strategies and principles from the existing examples, which serve as models for high quality aging and care on farms.

Keywords

Einführung

Der demographische Wandel ist eine der großen gesellschaftlichen Herausforderungen gegenwärtiger und zukünftiger Generationen. Bevölkerungsprognosen zeichnen ein Bild, in dem der soziale Wohlfahrtsstaat kreative, neue Wege finden muss, um gleichberechtigte Versorgungsmöglichkeiten für Jung und Alt, Mann und Frau, in der Stadt und auf dem Land zu gewährleisten. Das österreichische Raumentwicklungskonzept (ÖREK) von 2011 bekräftigt eine territoriale Solidarität und Gleichstellung der Bevölkerung in Stadt und Land bezüglich der Daseinsgrundlagen (ÖROK 2011a: 17). Vor allem für dünn besiedelte, periphere und sogenannte strukturschwache Regionen ergeben sich dadurch besondere Herausforderungen, die Diskrepanz zwischen Bevölkerungsrückgang, Überalterung, knappen kommunalen Ressourcen und qualitätsvoller Versorgung für alle auszuloten (Küpper 2010). Parallel zum demographischen Wandel finden auch in der Landwirtschaft Veränderungsprozesse statt, die in kleinstrukturierten, ländlichen Gebieten zu Diversifizierung, Extensivierungstendenzen und Hofaufgaben führen. Der vorliegende Beitrag thematisiert eine Reaktion auf beide Phänomene: Das Projekt „Betreutes Wohnen am Bauernhof“ in der Region Strudengau in Oberösterreich wird anhand ausgewählter Forschungsergebnisse vorgestellt und es wird geprüft, inwiefern diese Kombinationsform Perspektiven für die Region eröffnen kann.

Die Forschungsfrage dieses Beitrags lautet: Kann Betreutes Wohnen am Bauernhof eine Perspektive für die Region darstellen und wenn ja, welche Prinzipien können von bestehenden Beispielen abgeleitet werden, um ein qualitätsvolles Altern und Betreuen innerhalb der Hofwirtschaften zu ermöglichen?

Der Beitrag stützt sich im Wesentlichen auf Ergebnisse der Diplomarbeit „Freiräume im Älterwerden am Land. Das Projekt Betreutes Wohnen am Bauernhof als Perspektive für die Region Strudengau in Oberösterreich“, die von 2009 bis 2011 am Institut für Landschaftsplanung an der Universität für Bodenkultur in Wien verfasst wurde (Sanglhuber 2012).

Die Diplomarbeit wurde durch den Inge-Dirmhirn-Förderpreis für genderspezifische Diplom-, Master- und Doktorarbeiten unterstützt. Der Förderpreis wird seit 2008 einmal jährlich von der „Universität für Bodenkultur“ im Wege des Arbeitskreises für Gleichbehandlungsfragen ausgeschrieben und für Diplom-, Masterarbeiten oder Dissertationen mit genderspezifischen Inhalten vergeben.

Ziel der Diplomarbeit war das Sichtbarmachen der vielfältigen formellen und informellen Betreuungs- und Pflegearbeiten von Bäuerinnen des Betreuten Wohnens unter dem Blickpunkt von Chancengleichheit von Frauen und Männern in der Landbewirtschaftung und generell von Frauen und Männern im ländlichen Raum. Ein weiteres Ziel war die Prüfung, ob Maßnahmen, die im Zuge des Projektes „Betreutes Wohnen am Bauernhof“ getätigt wurden (Ausbau barrierefreier Wohneinheiten auf dem Hof, Ausbildung in der Altenpflege, Betreuung auf dem Hof) nachhaltig zu einer Verbesserung der Lebensqualität von Frauen und Männern in der Region beitragen, ohne das bäuerliche Wirtschaften zu gefährden. Die These dazu lautete, dass sich Betreutes Wohnen auf dem Bauernhof als erweitertes Standbein einer Hofwirtschaft in den bestehenden bäuerlichen Alltag integrieren lassen muss und Handlungsspielräume in der Angebotsform der Betreuung bestehen müssen, um auf wechselnde Rahmenbedingungen des Lebens und Wirtschaftens reagieren zu können. Ein weiteres Ziel war die Erarbeitung eines baulich-räumlichen Leitfadens für Freiräume des Betreuten Wohnens auf dem Bauernhof.

Material und Methode

Als Untersuchungsgegenstand wurden sieben Hofwirtschaften im Bezirk Perg im Strudengau in Oberösterreich gewählt, die am Projekt „Betreutes Wohnen am Bauernhof“ beteiligt waren. Die Kriterien zur Auswahl der Beispiele waren neben der Teilnahme der Höfe an der Projektentwicklung und Umsetzung des Projektes – einschließlich gegenwärtiger oder vergangener Betreuung von älteren Menschen auf dem Hof – die spezifische räumliche Verortung im Bezirk Perg, um die realen Verhältnisse vor Ort mit den äußeren Rahmenbedingungen in Form von Planungsinstrumenten (Sozialplan Bezirk Perg) besser vergleichen zu können. Die sieben Höfe sind Mitglieder des Vereins „Betreutes Wohnen am Bauernhof“.

Vgl.http://betreuteswohnen-ab.at (19.08.2014).

Zwei weitere Mitglieder, die in diesem Beitrag nicht berücksichtigt werden, befinden sich im Nachbarbezirk Freistadt und im Bezirk Grieskirchen in der Nähe von Wels.

Die Arbeitsweise folgt einer kritischen Theorie und Praxis der Landschaftsplanung, die abstrakte Herausforderungen (z. B. demographischer Wandel, Klimawandel) anhand konkreter Lebens- und Arbeitsverhältnisse vor Ort untersucht (vgl. Heilmann/Jauschneg/Kurz et al. 2008). Sie geht von einem indizien- und erfahrungswissenschaftlichen Zugang aus, der den differenzierten Lebensalltag von Bewohnerinnen und Bewohnern an ihren konkreten Orten (Parzellen, Quartiere, Wege, Flur) abbildet. Neben der Abbildung der baulich-materiellen Rahmenbedingungen (Hofform, Erschließung, Anzahl der Wohneinheiten) basiert sie auf dem Erkennen und Beschreiben von Spuren, von Indizien der Nutzung (z. B. landwirtschaftliche Nutzung, Nutzung des Freiraums) und der Veränderung (z. B. bauliche Investitionen, Phasen der Erweiterung) (vgl. Heilmann/Jauschneg/Kurz et al. 2008). Diesem Ansatz folgend wurden sieben baulich-räumliche Aufnahmen – das heißt detaillierte Erhebungen in Form von Skizzen, Notizen und Fotos – der Hofstätten und hofbezogene Flurkarten angefertigt (vgl. Fuchs/Gugerell 2011). Weiters wurden sieben qualitative Leitfadeninterviews mit Bäuerinnen geführt und ausgewertet. Die Bäuerinnen wurden vorrangig als Expertinnen befragt, weil sie die Betreuung und Pflege und die Organisation des Betreuten Wohnens auf dem Hof übernehmen. Anhand einiger leitender Fragen wurde ein offenes Gespräch geführt, in dem es neben der Beantwortung von Fragen bezüglich betrieblicher Eckdaten möglich war, frei zu erzählen, eigene Themen einzubringen und auf das Gespräch Einfluss zu nehmen. Die Themen des Leitfadens behandelten die ökonomische Organisation (z. B. Standbeine, Flächenausstattung, Kooperationen), die soziale Organisation (z. B. Anzahl der Personen und Generationen auf dem Hof, Arbeitsteilung), die Hofgeschichte, die Entwicklung des „Betreuten Wohnens am Hof“, den Alltag in der Betreuung und Pflege und Angaben über ältere Menschen auf dem Hof (z. B. Anzahl, Herkunft, Alltag). Vertiefend wurden drei ältere Frauen auf drei unterschiedlichen Höfen interviewt. Die Auswahl richtete sich hier vorrangig nach dem gesundheitlichen Zustand der Bewohnerinnen (z. B. Demenzerkrankung) und nach der Bereitschaft, ein Gespräch zu führen. Die Gespräche wurden mit dem Einverständnis der Gesprächspartnerinnen mit einem Tonbandgerät aufgenommen und anschließend transkribiert. Sie bilden neben den baulich-räumlichen aufnahmen die Grundlage für den Vergleich der Beispiele.

Es entstand eine Kombination von Informationen aus Hofaufnahmen (z. B. Freiraumnutzung), Flurkarten (Größe und Lage der Flur) und Transkripten (z. B. betriebliche Eckdaten, Genese, Werthaltungen), die eine Einschätzung der Lebens- und Arbeitsverhältnisse auf den Höfen ermöglicht (vgl. Schneider/Kurz 2009). Die gesammelten Informationen bilden die Grundlage für den Vergleich der Beispiele (Höfe). Gemäß dem Vorbild der Pflanzensoziologie werden hofbezogene Informationen in der Tabelle so sortiert, dass sich Typen und Gradienten (z. B. Intensität der Betreuung) ableiten lassen (vgl. Kap. 6). Durch das Einbeziehen einer zeitlichen Dimension von rund zehn Jahren zwischen Projektbeginn und Datenerhebung konnten darüber hinaus Strategien, Probleme und Qualitäten herausgearbeitet werden, die als Grundlage für zukünftige Planungen dienen können.

Die Region Strudengau in Oberösterreich

Die sieben untersuchten Hofwirtschaften befinden sich in der Region Strudengau (vgl. Abb. l

Digitales Oberösterreichisches Raum-Informations-System, http://doris.ooe.gv.at (19.08.2014).

) bzw. in der Nuts-3-Region Mühlviertel in Oberösterreich.

Abb. 1

Verortung der Gemeinden mit untersuchten Hofwirtschaften (Pabneukirchen, Rechberg, St. Thomas am Blasenstein, Mitterkirchen) im Bezirk Perg in Oberösterreich. (eigene Darstellung)

Die Gemeinden mit den untersuchten Hofwirtschaften liegen im Osten des Mühlviertels, angrenzend an Niederösterreich im Bezirk Perk, der von der Donau im Süden bis zu den nördlichen Gemeinden, die eine Seehöhe von 800 m nicht überschreiten, reicht. Der Bezirk nimmt eine Fläche von 613,18 km2 ein und hat rund 66.000 Einwohner (2013).

Vgl.http://www.perg.at (19.08.2014).

Die naturbürtigen Voraussetzungen bestimmen, neben anderen äußeren Rahmenbedingungen wie Siedlungsform, Infrastruktur, Arbeitsplatzangebot, politische Rahmenbedingungen, die Handlungsfreiräume von Bäuerinnen und Bauern, Bewohnern und Bewohnerinnen mit. Entlang der Donau kann die Region als ebenes Terrassental beschrieben werden, mit mildem Klima und guten Voraussetzungen für die Landbewirtschaftung (Menzl 1980: 66). Richtung Norden (Böhmische Masse) steigt der Strudengau entlang mehrerer Terrassen bis zu 800 m an und verändert sich zu einer Mittelgebirgslandschaft mit Kuppen, Bächen und Gräben. Das Klima ist deutlich rauer, die Hanglagen und Böden (teils seichtgründig und steinig) erschweren die Landbewirtschaftung. Als Siedlungsformen dominieren im Norden Streusiedlungen mit arrondierter Blockflur, während entlang der Donau Sammelsiedlungen mit Streifenfluren vorherrschen. Die Landwirtschaft ist gekennzeichnet durch Mischwirtschaften (Grünland, Acker, Wald) mit traditionell kleinen Betriebsgrößen (im Durchschnitt etwa 15 ha). Bezüglich des Infrastrukturangebotes, wie Nahversorgung, Nahverkehr und sozialer Infrastruktur, zeichnet sich ein ähnlicher Nord-Süd-Gradient ab: In Donaunähe im Süden der Region gibt es mehrere Möglichkeiten, öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen und in zumutbarer Distanz unterschiedliche Stadtgemeinden (z. B. Perg) mit Infrastruktur zu erreichen. Außerdem gibt es ein gut ausgebautes Radwegenetz, das es auch älteren Menschen ermöglicht, mit dem Rad unterwegs zu sein. Gegen Norden dünnt der öffentliche Verkehr aus und die Bewohner sind auf den motorisierten Individualverkehr angewiesen. Infrastruktureinrichtungen sind in entfernteren Distanzen aufzufinden und werden zunehmend durch mobile Dienste („Essen auf Rädern“, Lieferdienste, mobile Betreuung) ersetzt.

Die Berechnung von Prognosen für die Bevölkerungsentwicklung von älteren und hochbetagten Menschen erfolgt in Oberösterreich seit einer Gesetzgebung von 1998 im Zuge der Erstellung von Sozialplänen auf Landes- und Bezirksebene. Die zuständigen regionalen Stellen (Sozialhilfeverbände) sollen dadurch den Bedarf an Betreuungs- und Pflegediensten besser abschätzen können (vgl. Amt der oberösterreichischen Landesregierung 2006). Wie in Abb. 2 ersichtlich, gehen die Bevölkerungsprognosen für die Region von einer starken Zunahme an älteren Menschen ab 2020 aus, während die Gruppe der Erwerbstätigen mit dem Ausscheiden der Babyboom-Generation der 1950er und 1960er Jahre stark zurückgeht (Sozialhilfeverband Perg 2008: 4). Für den Bezirk Perg wird darüber hinaus eine überdurchschnittliche Zunahme an pflegebedürftigen Personen prognostiziert. Von 3314 Pflegebedürftigen 2005 steigt die Zahl 2015 auf 4071 Personen an, von denen 80 % älter als 80 Jahre sein werden (Sozialhilfeverband Perg 2008: 4). Der Handlungsbedarf im Sinne eines Ausbaus sozialer Infrastruktur für ältere Menschen in der Region kann dadurch gerechtfertigt werden.

Abb. 2

Bevölkerungsprognose ausgewählter Altersgruppen 2009–2050 für die Region Mühlviertel. Quelle: ÖROK (2010: 118), eigene Bearbeitung)

Wohn- und Versorgungsformen älterer Menschen in Oberösterreich

Um die Bedeutung von Betreutem Wohnen am Bauernhof für die soziale Infrastrukturplanung älterer Menschen in der Region einschätzen zu können, folgt eine Charakterisierung von existierenden Wohn- und Versorgungsformen in Oberösterreich, die durch den Grad an Institutionalisierung (Möglichkeiten der Autonomie, Grad an pflegerischer und medizinischer Versorgung, räumliche und soziale Aspekte) voneinander unterschieden werden. Tabelle 1 gibt einen Überblick über das Verhältnis zwischen älteren Menschen und existierenden Wohn- und Versorgungsformen im Bezirk Perg im Zeitraum 2005–2009.

Ältere Menschen und Betreuungsangebot im Bezirk Perg. (Quelle: Sozialhilfeverband Perg (2008: 4 ff.))

Anzahl der Personen und Plätze
EinwohnerInnen gesamt 200865,000
Personen 65 + 200910,258
davon Junge Alte 65-84 J 20099,130
davon Hochbetagte 85+ J 20091,128
Pflegebedürftige Personen 20053,244
davon über 80jährige 20052,284
Alten- und Pflegeheimplätze 2008557
Betreubares Wohnen (inkl. Betr. Wohn. am169
Hof) 2009
Mobile Betreuung und Hilfe 2006547
Essen auf Rädern 2008345
Kurzzeitplätze 200810
Tagespflegeplätze 200925
Privates Wohnen

Das private Wohnen kann nach unterschiedlichen Gesichtspunkten definiert werden. In baulich-räumlicher Hinsicht ist die Lage (Zentrum – Peripherie) und die Wohnform (Miete – Eigentum, Wohnung – Haus, städtebauliche Struktur) entscheidend. In städtischen Quartieren mit einer hohen Wohnqualität ist die Versorgung mit Gütern des täglichen Bedarfs und Infrastruktureinrichtungen in fußläufiger Erreichbarkeit gegeben. Bebauungsstrukturen, die eine private Verfügbarkeit von Freiräumen aufweisen, sind in Städten seltener vorhanden als im ländlichen Raum. Diese Qualität des Wohnortes ist für ältere Menschen von besonderer Bedeutung, da Handlungsspielräume, die vermehrt an das nähere Wohnumfeld gebunden sind, durch Tätigkeiten im privaten Freiraum unterstützt werden. Nach sozialen Gesichtspunkten kann in Mehrgenerationenhaushalte, Haushalte mit (Ehe-)Partnern und Single-Haushalte unterschieden werden. Neuere Wohnformen sind Wohngemeinschaften älterer Menschen, Mehrgenerationen-Wohnprojekte oder beispielsweise das Modell „Wohnen für Hilfe“, in dem ältere Personen Studierenden eine Wohnmöglichkeit zur Verfügung stellen. Die jungen Mitbewohner haben die Möglichkeit, die Miete ganz oder teilweise in Form von Hilfsleistungen abzugelten.

Vgl.http://www.wohnenfuerhilfe.info (19.08.2014).

Privates Wohnen mit Unterstützung von außen

Diese Kategorie umfasst alle oben genannten Wohnformen. Die Bewohner und Bewohnerinnen werden an ihrem privaten Wohnort durch informelle oder formelle Betreuung und Pflege unterstützt. Die informelle Betreuung umfasst alle Tätigkeiten, die unbezahlt von Familienangehörigen, Nachbarn und Freunden erbracht werden. Die formelle Betreuung umfasst mobile Pflege und Betreuung (Heimhilfe, Hauskrankenpflege etc.), 24-Stunden-Betreuung, Dienstleistungsangebote von unterschiedlichen privaten und öffentlichen Anbietern und Nichtregierungsorganisationen (z. B. Essen auf Rädern, Fahrtendienste, Notrufdienste). Etwa 80 % aller über 60-Jährigen in Österreich, die Betreuung und Pflege bedürfen, erhalten diese privat (Amann 2009: 41). Die private Pflege wird hauptsächlich von Frauen übernommen (zirka 80 %), 50 % sind selbst bereits 60 Jahre und älter (Amann 2009: 41).

Halbinstitutionalisierte Wohnformen (Betreubares Wohnen, Betreutes Wohnen am Bauernhof)

Halbinstitutionalisierte Wohnformen sind eine Mischung aus privatem Wohnen und vor Ort befindlichen Dienstleistern oder mobilen Betreuungsangeboten. Die Wohneinheiten werden von privaten oder öffentlichen Einrichtungen altersgerecht errichtet. Meist handelt es sich um Wohnhausanlagen, die in Verbindung mit einem Pflegeheim, einer Tagesstätte oder einem Gemeindezentrum stehen können. Die Anlagen, die meist nur Angebote für ältere Menschen anbieten, verfügen über 20 bis 80 Wohneinheiten unterschiedlicher Größe (Amann 2009: 48). Die Verfügbarkeit von privaten, halböffentlichen und öffentlichen Freiräumen ist in unterschiedlichem Ausmaß gegeben. Die Bewohner und Bewohnerinnen schließen normale Mietverträge ab und beziehen soziale Dienstleistungen bei Bedarf. Ein Betreuungsvertrag, der eine Grundbetreuung gewährleistet (Rufhilfe und Grundservice, der Informationen zu Betreuungsleistungen liefert) wird meist schon beim Einzug abgeschlossen.

Institutionalisierte Wohnformen

In den institutionalisierten Wohnformen (zumeist Altenheime und Altenpflegeheime) sind Versorgungsleistungen stationär vorhanden: Unterbringung und Verpflegung, Ausgabe der Mahlzeiten im Speisesaal oder im Wohnbereich, Waschen von Vorhängen, Bettwäsche und Kleidung, wöchentliche Reinigung der Wohneinheit, jederzeitige Herbeiholung von Hilfe, personelle Vorsorge zur Aufrechterhaltung üblicher sozialer Kontakte und Beistellung haushaltsüblicher Verbrauchsmaterialien.

Die Tagesabläufe sind sowohl für das Personal wie auch für die Bewohner und Bewohnerinnen stark strukturiert. Von der Einnahme der Mahlzeiten über die Körperpflege bis hin zur Freizeitgestaltung' ist alles vorgeplant und in einem strengen Zeitplan integriert. Je größer die Heime, desto funktionalisierter sind sie, um die Organisation des Alltags bewältigen zu können. In Oberösterreich liegt die maximale Anzahl an Bewohnern bei 120 Personen.

§ 6 LGB1. Nr. 29/1996 – Verordnung der oberösterreichischen Landesregierung vom 11. März 1996 über die Errichtung, den Betrieb sowie die zur Sicherung einer fachgerechten Sozialhilfe in Alten- und Pflegeheimen erforderlichen sonstigen Voraussetzungen (Oberösterreichische Alten- und Pflegeheimverordnung).

Das Projekt „Betreutes Wohnen am Bauernhof“

Betreutes Wohnen am Bauernhof stellt eine Sonderform des Betreubaren Wohnens dar: Die sonst meist in Wohnhausanlagen errichteten barrierefreien Wohnungen wurden im Zuge des Projektes in landwirtschaftlichen Betrieben ausgebaut und von älteren Menschen bezogen. Dienstleistungen zur Unterstützung und Betreuung werden bei Bedarf von der bäuerlichen Familie, meist von den Bäuerinnen, oder extern von mobilen Diensten übernommen.

„Betreutes Wohnen am Bauernhof“ wurde als ein Projekt unter der damaligen 5b-Förderung des Strukturfonds der Europäischen Union in den Jahren 1996 bis 1999 entwickelt. Unter Ziel 5b wurden ländliche Gebiete mit einem „niedrigen wirtschaftlichen Entwicklungsstand und mindestens zwei der drei folgenden Kriterien erfüllend: hoher Anteil der in der Landwirtschaft beschäftigten Personen, niedriges Agrareinkommen, geringe Bevölkerungsdichte und/oder starke Tendenz zur Abwanderung“ gefördert (ÖROK 2011b: 1). Die Landwirtschaftskammer Perg, der Sozialhilfeverband und die Bäuerinnen und Bauern erarbeiteten gemeinsam Rahmenbedingungen für die Umsetzung des Projektes. Die Eckpfeiler lagen dabei in der Förderung einer Ausbildung zur Altenbetreuerin, die den Umgang mit den älteren Menschen erleichtern und eine Absicherung für die Betreuten bieten sollte.

Persönliche Mitteilung von Gertraud Schober, Landwirtschaftskammer Oberösterreich, Bezirksbauernkammer Perg, 2009.

Ein weiterer Förderschwerpunkt lag im Ausbau oder Neubau von barrierefreien Wohneinheiten auf den jeweiligen Höfen. Die Ausbildung wurde zu 90 %, die baulichen Investitionen am Hof zu 50 % finanziert (GP7_L_13)

Erläuterung der Abkürzungen, z. B. GP7_L_13: Transkript: Gesprächsprotokoll, Nummer, Personenkürzel, Seite. Pro Mente ist ein österreichischer Verein, der sich für die psychosoziale Gesundheit von benachteiligten Personen einsetzt.http://www.promenteaustria.at (19.08.2014).

. Die Ausbezahlung des letzten Förderanteils war an den Abschluss eines Betreuungsvertrages, das heißt, an den Einzug einer hilfs- oder pflegebedürftigen Person am Hof gebunden (GP2_M_19).

Erste Impulse für dieses Projekt gingen von interessierten Bäuerinnen und Bauern und der Landwirtschaftskammer Oberösterreich, Bezirksbauernkammer Perg, aus. Beweggründe dafür waren einerseits älteren Menschen möglichst lange ein selbstständiges Leben in einem qualitätsvollen Umfeld zu ermöglichen und andererseits den Mangel an öffentlichen Betreuungseinrichtungen im ländlichen Raum und deren steigende Kosten durch die Zunahme älterer, pflegebedürftiger Menschen für die öffentliche Verwaltung abzubauen (Loibl 1997: 74). Bei einer ersten Informationsveranstaltung über „Betreutes Wohnen am Bauernhof“ waren rund 40 Bäuerinnen und Bauern anwesend (GP1_L_2). Anschließend wurden Exkursionen zu Höfen in ganz Österreich organisiert, die bereits in Eigeninitiative Betreuungsformen am Hof anboten. Parallel wurde die Zahl der Interessierten weniger und es wurden erste Schritte in Richtung Rahmenbedingungen von den beteiligten Organisationen verhandelt. Die Ausbildung absolvierten 12 Bäuerinnen und ein Bauer. Die tatsächliche Umsetzung, die mit dem Errichten barrierefreier Wohneinheiten und dem Einzug älterer Menschen am Hof verbunden war, wurde auf neun Höfen realisiert. Alle Höfe verpflichteten sich dazu, „Betreutes Wohnen am Hof“ für mindestens zehn Jahre anzubieten (GP7L3). Im Jahr 2009 lief diese Verpflichtung für die meisten Höfe aus.

Die Ausbildung zur Altenbetreuerin (aktuelle Bezeichnung: Heimhilfe) umfasste 1000 Unterrichtsstunden, die aus theoretischen und praktischen Einheiten bestanden (Renner 2010: 103). Unter den befragten Bäuerinnen war keine dabei, die bereits zuvor eine Ausbildung im Gesundheits- oder Sozialbereich absolviert hatte, einige waren jedoch bereits mit der Pflege von älteren Angehörigen vertraut. Die Ausbildung startete 1997. Im Vorfeld wurden Gespräche geführt, in denen die Vorstellungen der Bäuerinnen mit den Erfahrungen von geschulten Psychologinnen und Psychologen ausgetauscht wurden, um falsche Erwartungshaltungen von vornherein zu vermeiden (Loibl 1997: 75). Die Unterrichtszeiten orientierten sich an den Bedürfnissen der Bäuerinnen und Bauern und nahmen zum Beispiel auf die Erntespitzenzeiten im Sommer Rücksicht. Auf einen Theorieblock folgte ein Praxisteil, der in einem Altenpflegeheim bzw. in der mobilen Pflege absolviert wurde. Die Dauer der Ausbildung ist auf ein Jahr konzipiert (Fachausbildung Altenbetreuung), schwankte aber von einem bis zu zwei Jahren, da die Vereinbarkeit von Ausbildung, Landwirtschaft und Familienarbeit zu zeitlichen Überschneidungen führte, die stellenweise eine Verlängerung der Ausbildungsdauer bewirkten. Während der Ausbildungsblöcke waren die Bäuerinnen oft täglich unterwegs. Die Versorgung eigener Kinder und älterer Angehörigen auf dem Hof konnte in dieser Zeit nur durch die Mithilfe anderer Familienmitglieder (z. B. Altbäuerin, Schwägerinnen) bewältigt werden. Themen der Ausbildung waren unter anderem medizinische und pflegebezogene Grundlagen, Haushaltsführung, Mobilisation von Klienten, Kommunikation und Konfliktmanagement (Renner 2010: 103).

Nach der Ausbildung konnten die Bäuerinnen und Bauern die Maßnahmen zur Errichtung von barrierefreien Wohneinheiten auf dem Hof beginnen. Die gemeinsam erarbeiteten Rahmenbedingungen gaben dabei eine Höchstzahl von zwei Betreuten-Wohnungen je Hof vor. Dabei liegt die Anzahl der zu betreuenden Menschen, die auf dem Hof leben, bei zwei bis vier (Ehepaare), maximal sechs Personen (Loibl 1997: 74). Die Wohnungen und die Erschließung der Wohnungen wurden laut ÖNORM B1600 und B1601 barrierefrei und/oder rollstuhlgerecht errichtet (vgl. ÖKL 1999). Im Außenraum, also innerhalb der Hofstatt, gab es keine verpflichtenden Vorschriften, die meisten Höfe wurden aber auf ihre Unfallsicherheit hin überprüft und mit dem Zertifikat „unfallsicherer Bauernhof “ ausgestattet.

Nach der Ausbildung und dem Bau barrierefreier Wohneinheiten auf dem Hof war als nächster Schritt die Anstellung der Bäuerinnen über soziale Dienste (Rotes Kreuz, Caritas, Hilfswerk etc.) vorgesehen gewesen. Vor der Ausbildung mussten die Bäuerinnen versichern, dass sie nicht von ihren „Heimarbeitsplätzen“ auf den regionalen Arbeitsmarkt wechseln würden, um bestehende Arbeitsverhältnisse nicht zu gefährden (GP1_L_10). Nach der Ausbildung änderte sich diese Vereinbarung dahingehend, dass die Bäuerinnen zumindest acht Stunden in der Woche eine Beschäftigung am Hof nachweisen mussten. Konnten sie diese am Hof nicht erfüllen, weil die Bewohnerinnen und Bewohner beispielsweise noch rüstig waren, mussten sie im Zuge einer mobilen Betreuung eine gewisse Stundenanzahl zusätzlich außerhalb des Hofes arbeiten, um weiterhin angestellt zu sein. In vielen Fällen wurde die mobile Tätigkeit für einige Jahre ausgeführt, kamen aber Pflegebedürftigkeit bei den älteren Menschen auf dem Hof oder Wechselfälle innerhalb der Familie dazu, wurde die Anstellung aufgrund der hohen Arbeitsbelastung wieder aufgegeben. Die Aufgabe des Anstellungsverhältnisses ergab keine Konsequenzen hinsichtlich der erteilten Fördermittel (keine Rückzahlungen).

Auf den Höfen werden unterschiedliche Betreuungsformen angeboten. Wenn die Bewohnerinnen und Bewohner anfänglich noch rüstig sind, wird ein reiner Mietvertrag abgeschlossen. Zusätzliche Dienstleistungen, wie das Waschen der Wäsche, Einkäufe, Haushaltstätigkeiten, werden individuell vereinbart und verrechnet. Setzt eine Pflegebedürftigkeit, meist gekoppelt mit dem Beziehen von Pflegegeld, ein, wird ein zusätzlicher Betreuungsvertrag abgeschlossen. Dieser beinhaltet eine Betreuung von einer externen, mobilen Pflegeperson von zwei Stunden monatlich und die Rufhilfe, die medizinische Hilfe im Notfall gewährleistet. Abgesehen von der 24-Stunden-Betreuung für ältere Menschen auf dem Hof bieten oder boten die Bäuerinnen auch Kurzzeitbetreuung, Urlaub vom Pflegeheim und Wohnmöglichkeiten für Menschen in schwierigen Situationen (meist organisiert über den Verein Pro Mente) an.

Die Bäuerinnen sind in einem Verein („Betreutes Wohnen am Bauernhof“) organisiert. In regelmäßigen Treffen diskutieren sie über zukünftige Entwicklungen und tauschen sich über ihre Erfahrungen aus (Renner 2010: 124). Gemeinschaftliche Tätigkeiten innerhalb des Vereins sind Weihnachtsfeiern, Ausflüge oder Veranstaltungen, die von den bäuerlichen Familien und den älteren Menschen gleichermaßen genutzt werden. Die Präsenz in der Öffentlichkeit wird durch die Internetseite

http://www.betreuteswohnen-ab.at (19.08.2014).

, Fernsehauftritte am Beginn des Projektes und Preise wie den Seniorenclubpreis oder den Agrarinnovationspreis hergestellt. Für die Vermittlung von Klienten oder Bewohnern sind die Bäuerinnen auf diese Medien angewiesen. Seitens der Gemeinden oder der Sozialhilfeträger gibt es diesbezüglich keine Unterstützung.

Eine vertiefende Analyse über „Betreutes Wohnen am Bauernhof“ aus Sicht unterschiedlicher Stakeholder (Gemeinde, Sozialhilfeträger, Landwirtschaftskammer etc.), bezogen auf die Gemeinde Pabneukirchen (Bezirk Perg), erfolgt im Zuge einer laufenden Studie zu „Green Care. Soziale Landwirtschaft und ihre Bedeutung für die lokale Ökonomie und Sozialkapital in peripheren ländlichen Regionen“ des Instituts für Bergbauernfragen in Kooperation mit der Bundesanstalt für Agrarwirtschaft Wien und der Europäischen Akademie Bozen (vgl.http://www.berggebiete.eu/cm3/de/projekte.html (19.08.2014)). Dabei wird die Situation des Betreuten Wohnens auf dem Bauernhof im Spannungsfeld der Altenbetreuung allgemein herausgearbeitet.

Betreutes Wohnen und die Perspektiven der Hofwirtschaften – Ergebnisse aus dem Vergleich der Einzelfälle
Die unterschiedlichen Strategien bezogen auf „Betreutes Wohnen am Bauernhof“

Aus dem systematischen Vergleich der Einzelfälle haben sich drei verschiedene Strategien ergeben, die Bäuerinnen bei der Betreuung und Pflege älterer Menschen auf dem Hof verfolgen.

Langzeitpflege mit intensiver Betreuungsleistung

Höfen, die eine Langzeitpflege als Strategie verfolgen, ist eine Betreuung und Pflege mindestens einer Person über einen Zeitraum von acht Jahren und mehr gemein. In dieser Zeit haben sich intensive Beziehungen zwischen Bäuerinnen und älteren Menschen entwickelt, weshalb eine Pflegebedürftigkeit (bis zu Pflegestufe 4), anders als in den gemeinsam erarbeiteten Rahmenbedingungen des Projektes, nicht zu einem Wechsel der älteren Menschen in Pflegeheime führte. In der sozialen Organisation der bäuerlichen Familie nehmen die älteren Bewohnerinnen einen festen Bestandteil ein. Die Bäuerinnen leisten vielfältige Betreuung, wie die Hilfe beim An- und Auskleiden, Haushaltsführung, regelmäßige Kontrollen, ob es den Bewohnerinnen gut geht, Zubereitung von Essen, Hilfe beim Waschen und Baden, Erledigung von Einkäufen und anderen Diensten außer Haus. Die Bäuerinnen sind durch den eingeschränkten Grad der Selbstständigkeit, den ihre Bewohnerinnen aufweisen, stark ans Haus gebunden. Technische Lösungen (Babyphone) und personelle Unterstützung (Töchter, Nachbarin, mobile Dienste) verschaffen ihnen kurzfristig Handlungsspielräume. Bei länger benötigter Betreuungsaushilfe wird auf die Unterstützung der erweiterten Familie und Nachbarschaft zurückgegriffen. Bei Engpässen wird die Kurzzeitbetreuung in Altenpflegeheimen organisiert. Die Langzeitpflege ist eine „Rund-um-die-Uhr-Betreuung“, die Einfluss auf den gesamten Tagesablauf der Pflegenden nimmt und sowohl bei Tag als auch bei Nacht eine „Präsenzpflicht“ vorgibt (vgl. Seubert 1993). Eigene Wünsche oder Wünsche der Familie können dabei in den Hintergrund geraten. Durch die intensive Betreuung können außerdem körperliche und psychische Belastungen auftreten, die durch das Angebundensein und die Konfrontation mit dem Alter bzw. durch das Zurückstecken eigener Interessen entstehen können (vgl. Seubert 1993). Die ,Selbstpflege' der Bäuerinnen, das Ausloten der eigenen Grenzen und die Unterstützung, Wertschätzung und Entlastung bei Bedarf sind hier von besonderer Bedeutung.

Die Höfe, die zur Zeit der Erhebungen Langzeitbetreuung mit intensiver Betreuungsleistung verfolgen, sind Haupterwerbsbetriebe mit Milchviehwirtschaft (biologisch und konventionell), mit einer Flächenausstattung von 33 bis 36 ha (Grünland, Acker, Wald) einschließlich Pachtflächen. Die Milchviehwirtschaft ist arbeitsintensiv mit der Notwendigkeit kontinuierlicher Anwesenheit auf dem Hof (Füttern, Melken etc.). Daraus lässt sich folgern, dass ein Standbein, das kontinuierliche Anwesenheit erfordert, mit einem anderen, das ebenso Anwesenheit erfordert (Langzeitbetreuung), leichter kombinierbar ist. Die Arbeitsintensität in der Landwirtschaft in Kombination mit intensiver Betreuung und täglich erbrachter Subsistenzarbeit stellt große Anforderungen an die Bäuerinnen. Die mobile Pflege außer Haus, wie sie vom Sozialhilfeverband für die Anstellung der Bäuerinnen eingefordert wurde, war deswegen bereits zu Beginn des „Betreuten Wohnens am Hof“ kaum zu bewältigen: „Ja es war a nit schlecht [die mobile Betreuung außerhalb des Hofes], aber es war halt a mit der Landwirtschaft schwierig zu vereinbaren, weil zerst is des Kind zum furtbringen gwesen, dann des Frühstück für die oane Dame und dann hab i fortfahren miassen und dann schnell wieder ham und kochen“ (GP6_B_14).

Die Vorteile im Vergleich zur Kurzzeitbetreuung sehen die Bäuerinnen beispielsweise in der ständigen Belegung der barrierefreien Wohneinheit und in der einsetzenden Routine bzw. in der Vertrautheit, die sich zu den Bewohnerinnen einstellt.

Mehrere Standbeine und weniger intensive Betreuungsleistung

Die Strategien dieser Höfe werden über die Notwendigkeit unterschiedlicher, gleichwertiger Standbeine zur Stabilisation und Absicherung der Hofwirtschaft definiert. Die unterschiedlichen Standbeine umfassen neben dem Betreuten Wohnen andere Betriebszweige, wie Urlaub am Bauernhof, Direktvermarktung, und außerbetriebliche Standbeine, wie die Lohnarbeit. „... weil ma gsagt haben, wie ma zur EU kemman sein, mit die Sau wird's nit besser werden und mit dem Zweig dazua, Urlaub am Bauernhof, Betreutes Wohnen und Bauernladen kemma guat leben, beide dahoam“ (GP7_L_11). Einer der Höfe befindet sich im Machland, ist dominiert vom Ackerbau (23 ha von insgesamt 28 ha Grundfläche) und kann durch die günstige Lage im Ortszentrum und die Nähe eines frequentierten Radweges Schweinemast, Direktvermarktung und Urlaub auf dem Bauernhof im Haupterwerb betreiben. Ein weiterer Hof im Mühlviertel kombiniert Mutterkuhhaltung, Dinkelvermarktung und externe Lohnarbeit (Nebenerwerb, 20 ha Flächenausstattung). Die Bäuerinnen verteilen ihre Arbeitskapazitäten auf die unterschiedlichen Tätigkeiten und ziehen klare Grenzen in der Betreuung. Diese Grenzziehung wird einerseits aufgrund der unterschiedlichen Arbeitsbereiche, die jeweils Aufmerksamkeiten der Bäuerinnen abverlangen, durchgeführt, sie ist aber auch Ausdruck der persönlichen Entscheidung, wie weit sie in der Betreuung gehen wollen und können. „... mecht I a nit machen [die Pflege], des sag I a von vornherein dazua, dass I des net machen mechat, weil ma einfach rundherum soviel ztuan haben“ (GP7_L_15).

Die Strategie der Bäuerinnen liegt vor allem in der Organisation von Hilfsangeboten und Dienstleistungen, die von außen zugezogen werden können. „Ja dann bin ich die Ansprechpartnerin, und alles, was mir nicht möglich ist oder ich nicht mag, das organisiere ich dann. Seis jetzt Rotes Kreuz oder Putzfrau oder sonst was“ (GP3_K_15). Auf diesen Höfen gibt es zusätzlich zu den barrierefreien Wohneinheiten andere Wohnformen, wie Urlaub auf dem Bauernhof oder Vermietung. Durch die ständige Anwesenheit mehrerer Familienmitglieder (Altbauer und/oder Altbäuerin, Kinder) und anderer Personen (Mieter, Urlauber) ergeben sich Sicherheiten für die älteren Bewohner und mögliche soziale Anknüpfungspunkte. Die Bewohner und Bewohnerinnen des Betreuten Wohnens auf diesen Höfen sind dementsprechend selbstständig oder eingeschränkt selbstständig, sie sind größtenteils mobil (Pkw, Rad) und sind darauf vorbereitet, bei einsetzender Pflegebedürftigkeit andere Betreuungsformen in Anspruch zu nehmen.

Intensivierung anderer Standbeine

Auf diesen Höfen befinden sich zurzeit der Erhebungen keine älteren Menschen. Die Gründe sind unterschiedlich. In einem Beispiel verfügt der Hof über eine barrierefreie Wohneinheit, die zu einem reinen Mietverhältnis extensiviert wurde. Mit dem Wegfallen eines außerbetrieblichen Standbeines wurde die Entscheidung getroffen, den Hof auf Haupterwerb (Milchviehwirtschaft) umzustellen und ein weiteres Standbein mit der Produktion von Hackschnitzeln für die Fernwärmeanlage der Gemeinde zu etablieren. Es fand eine Intensivierung der landwirtschaftlichen Tätigkeit statt, die auch von der Bäuerin mehr Arbeitskapazitäten einforderte. Gleichzeitig wurde der Altbauer am Hof pflegebedürftig, was dazu führte, dass die Bäuerin sich nicht in der Lage sah, ältere Menschen auf dem Hof aufzunehmen. „Wir haben gsagt wir lassen die Wohnung dann lieber la stehen. Eben die letzten drei Jahre is es leer gstanden ... aber wir können jederzeit ins Betreute Wohnen wieder einsteigen“ (GP5_L_9).

Auf dem zweiten Hof, der zur Zeit der Erhebung keine älteren Menschen in den Wohneinheiten beherbergt, ist bezogen auf die Landwirtschaft ein genau gegensätzlicher Trend zu beobachten. Die Aufzucht von Jungrindern für einen benachbarten Milchviehbetrieb kann als sehr extensiv bezeichnet werden. Mit 13 ha landwirtschaftlicher Nutzfläche ist er der kleinste Beispielhof. Die Strategie liegt in der extensiven Landbewirtschaftung, bei gleichzeitiger Lohnarbeit von Bäuerin und Bauer. Dabei ist die Bäuerin die einzige von allen Befragten, die eine Tätigkeit als mobile Heimhelferin ausführt. „... und inzwischen orbeit i 16 Stund und for eigentlich nur mehr mobil, weil dahoam hob i ja koane Klienten mehr, jetzt muass i die gonze Orbeit auswärts mocha“ (GP4_H_2).

Die Kinder der Bäuerin befinden sich in Orientierungs- und Aufbauphasen (Hausbau, berufliche Orientierung) und nutzen die Wohnmöglichkeiten am Hof kurzfristig, um von dort aus ihre Zukunft in der Region zu organisieren. „Ja I denk ma, es sollt Familie doch noch an erster Stelle sein ... a Wohnung war dann eh schon frei, dann hat sich des ergeben, a holbs Joa später, dass die Frau K. auszogen is, da hab i dann ka Werbung mehr gmacht und gsagt dann haben jetzt für die paar Jahr die Kinder die Wohnungen und dann schauma wieder weiter“ (GP4_H_21).

In beiden Fällen ist die Wiederaufnahme von „Betreutem Wohnen am Hof“ für die Zukunft vorgesehen. Sobald sich die Möglichkeiten ergeben bzw. sich die Rahmenbedingungen ändern, wird „Betreutes Wohnen am Hof“ wieder angeboten. Die Zwischenphasen, in denen andere Nutzungen in den Wohnungen stattfinden, sind für die bäuerliche Familie notwendig, um mit veränderten Rahmenbedingungen umgehen zu können und um sich von der Betreuung und Pflege distanzieren zu können, wenn es von der körperlichen und geistigen Belastung her notwendig ist.

Diskussion zur Genese und Prognose des Betreuten Wohnens am Bauernhof

Wie in Abb. 3 dargestellt, beginnt die baulich-räumliche Dimension des Projektes mit der Errichtung barrierefreier Wohneinheiten auf den Höfen. Bereits hier zeigen sich Unterschiede in der Anzahl der Wohnungen, die ausgebaut wurden, und in den zusätzlichen baulichen Maßnahmen (zusätzlicher Ausbau von (Miet-)Wohnungen und Gästezimmern). In der Ausverhandlung der Rahmenbedingungen für das Projekt wurde vereinbart, dass die Höfe mindestens zehn Jahre Betreuung am Hof anbieten, das heißt, dass in dieser Zeit die Wohnungen keiner anderen Nutzung, z. B. für Eigenbedarf, zugeführt werden dürfen.

Abb. 3

Die Genese des Betreuten Wohnens am Bauernhof: Nutzungsänderungen und Möglichkeiten des Gebrauchs auf den Höfen seit 1997

In der ersten Phase, während der ersten zehn Jahre, wohnen auf allen Höfen mehr oder weniger betreuungsbedürftige, ältere oder auch jüngere Personen in den barrierefreien Wohneinheiten. Im Falle von Wechselfällen innerhalb der Familie, Engpässen in der Arbeitskapazität oder auch infolge fehlender Nachfrage, stehen die Wohnungen kurzfristig leer. Auf Höfen, die außerdem andere Baumaßnahmen getätigt haben, wohnen zusätzlich Mieter oder Urlauber auf dem Hof. Diese Zeit ist von sehr unterschiedlichen Erfahrungen und Formen der Betreuung geprägt.

In einer zweiten Phase erweitern sich Handlungsfreiräume durch das Wegfallen der Verpflichtung, Betreuung anbieten zu müssen. Auf fünf der sieben Höfe wohnen weiterhin in mindestens einer barrierefreien Wohneinheit ältere Menschen, wobei der Grad der Selbstständigkeit der Bewohnerinnen von selbstständig über eingeschränkt selbstständig bis zu pflegebedürftig reicht. Höfe, die weiterhin Betreutes Wohnen anbieten, haben entweder seit langer Zeit die gleichen Bewohnerinnen (Langzeitpflege) oder haben einen Wechsel von Bewohnern durchgemacht. Auf vier Höfen wurde die Nutzung der barrierefreien Wohneinheiten in dieser Phase verändert. Das sind Höfe, die ein oder zwei barrierefreie Wohneinheiten extensiviert und der reinen Vermietung zugeführt haben, meistens aufgrund zu hoher Arbeitskapazitäten in anderen Bereichen. Auf einem weiteren Hof leben in beiden barrierefreien Wohneinheiten die Kinder der bäuerlichen Familie, die sich in Orientierungsphasen befinden (Eigenbedarf). Ganz im Gegenteil dazu wurde auf Hof 7 die Wohnung, die für die Kinder ausgebaut wurde, der gewerblichen Nutzung als Ferienwohnung zugeführt.

Eine mögliche dritte Phase setzt mit der Hofübergabe an die nächste Generation ein und kann nur für einen Hof, auf dem die Übergabe bereits stattgefunden hat, beschrieben werden. Der Hof verfügt über zwei barrierefreie Wohneinheiten in einem eigenständigen Gebäude für betreutes Wohnen. Die angedachte zukünftige Nutzung der Wohneinheiten, wie sie auch im Übergabevertrag geregelt wurde, sieht folgendermaßen aus: Eine Wohnung dient zukünftig als Altenteil oder Auszugshaus für Altbauer und Altbäuerin, während die zweite Wohnung weiterhin für Betreuung bzw. Vermietung offensteht. Dadurch verfügen Altbauer und Altbäuerin über eine barrierefreie, unabhängige Wohnung für ihr eigenes Altern auf dem Hof und können zusätzlich die zweite Wohnung für die Vermietung und Betreuung nutzen, solange sie (gesundheitlich) dazu in der Lage sind. Die zusätzlichen Einnahmen durch Betreuung oder Vermietung sichern sie finanziell ab und entlasten die junge Generation, indem auf ein klassisches Ausgedinge (Altenteil) verzichtet wird. In Anbetracht der einheitswertabhängigen landwirtschaftlichen Pension ist dieser Schritt für kleinstrukturierte Höfe nachvollziehbar. Diese Entwicklung ist auch für andere Höfe zukünftig vorstellbar, da sich in den Interviews gezeigt hat, dass viele Bäuerinnen und Bauern ein Alt-Werden auf dem Hof bevorzugen, ohne die junge Generation belasten zu wollen. Die möglichen Nutzungen der barrierefreien Wohnungen auf den Höfen sind aus heutiger Sicht: eine Weiterführung des Betreuten Wohnens, die Nutzung für den Eigenbedarf (Kinder, Altbauer/Altbäuerin, andere Familienangehörige), die Vermietung oder die Umnutzung zu Ferienwohnungen.

Den Bäuerinnen und Bauern ist es wichtig, ihren Nachfolgern Handlungsspielräume zu gewähren, zwar die Option des Betreuten Wohnens aufrechtzuerhalten, aber damit keine Verpflichtung einer Weiterführung einzugehen. „Kann jeder dann draus machen, was er will. Man kanns normal vermieten. Man muss nicht in die Richtung jetzt gehen. Es ist halt generell a Zukunftsrichtung weil die alten Leute immer mehr werden und im Grunde auch aktiv bleiben. Und es is halt eine Alternative zum Altersheim“ (GP3_K_13). Die Entwicklungen im Betreuten Wohnen sind von unterschiedlicher Dynamik und Stabilität geprägt, welche die Strategien der Bäuerinnen und Bauern, aber auch die Rahmenbedingungen innerhalb der sozialen Infrastrukturplanung deutlich machen. „Die Spannbreite an unterschiedlichen Arbeitsstätten und Nutzungen (...), bzw. deren Kontinuität und Wandlungen im Laufe der Jahrzehnte geben einen Einblick in die Variationsmöglichkeiten des Gebrauchs und somit in die Anpassungsfähigkeit der Bau- und Freiraumorganisation“ (Theiling 2006: 367).

Durch die Investition in barrierefreie Wohneinheiten haben sich unterschiedliche Nutzungsmöglichkeiten für bäuerliche Familien ergeben. Als Betreutes Wohnen bieten sie Wohn- und Versorgungsformen für ältere Menschen und eine berufliche Tätigkeit für die Bäuerinnen auf dem Hof. Als normale Mietwohnungen geben sie meist jüngeren Leuten in Umgestaltungsphasen die Möglichkeit, in der Region Fuß zu fassen, und als Wohnungen für den Eigenbedarf bieten sie sowohl der jüngeren Generation als auch älteren Familienmitgliedern eigenständige Wohnbereiche, die ein gutes Zusammenleben fördern können. Diese Variationsmöglichkeiten im Gebrauch unterstützen ein qualitätsvolles und nachhaltiges Wirtschaften und Leben auf den Höfen und in weiterer Folge in der Region.

Das Standbein „Betreuung am Hof“ kann grundsätzlich nur bezugnehmend auf die aktuell wirtschaftende Generation betrachtet werden. Für planende Stellen ist es wichtig zu wissen, welche Strategie der Betreuung die Bäuerinnen und Bauern verfolgen und welche Angebotsformen grundsätzlich für jeden Hof infrage kommen (Langzeitbetreuung, Kurzzeitangebote, Betreuung bis zu einem gewissen Grad an Pflegebedürftigkeit). Durch regelmäßige Berichterstattung, Kooperation und Planung, auch von Seiten der Höfe, kann der Bedarf und die Auslastung der barrierefreien Wohneinheiten auf dem Hof mit den Sozialhilfeträgern verhandelt werden.

Betreutes Wohnen und die Perspektiven der älteren Menschen

Zur Zeit der Erhebungen leben acht ältere Menschen auf fünf Höfen des „Betreuten Wohnens am Bauernhof“. Bezüglich Alter, Geschlecht, Herkunft und Selbstständigkeit wird in Tab. 2 eine genauere Übersicht geboten.

Ältere Menschen am Hof (Gesamt: 8 Personen auf 5 Höfen)

Alter (Jahre)GeschlechtHerkunftSelbstständigkeit
Region=Region Mühlviertelselbstständig=selbst., eingeschränkt selbst=eing.selbst., abhängig=abhg. (=pflegebedürftig)
60-70Linz, Regionselbst.
70-80Regionselbst., eing.selbst.
80-90Linzselbst, abhg.
über 90Regionabhg.

Der Großteil der selbstständigen Bewohnerinnen und Bewohner im Alter von 60–80 Jahren (darunter ein Ehepaar) ist aus Eigeninitiative, auf der Suche nach alternativen Wohnformen auf die Höfe gekommen. Die Meisten weisen einen Bezug zur Landwirtschaft oder zumindest zum ländlichen Raum auf (z. B. auf dem Land aufgewachsen und dann in die Stadt gezogen). Sie organisieren sich ihren Alltag (Mobilität, Einkauf, soziale Kontakte etc.) selbstständig und nehmen Möglichkeiten, sich aktiv am Hof zu betätigen, wahr (Mithilfe in der Landwirtschaft, eigene Ziege etc.). Selbstständige ältere Menschen haben sich wohnungsnahe Freiräume angeeignet und nutzen diese zur erweiterten Hauswirtschaft, Gartenarbeit (Gemüse- und Zierpflanzen) und zur Erholung (Sitzmöglichkeiten). Die eingeschränkt selbstständigen und pflegebedürftigen Personen (über 80 Jahre) sind durch Vermittlung von Sozialarbeitern, Vereinen oder Angehörigen auf die Höfe gekommen. Aufgrund des gesundheitlichen Zustandes ist ihre Aktivität im Außenraum unterschiedlich intensiv (Kehren, Kräuter holen, Kompost wegbringen etc.). Zwei Frauen sind pflegebedürftig (Demenz, Rollstuhl) und erleben Vorteile der Betreuung am Hof weniger durch mögliche körperliche Aktivitäten als eher auf Grund einer fürsorglichen Pflegepraxis der Bäuerinnen. Auf allen Höfen sind die Nutzung des Gartens (eigenes Beet), das Mitbringen eigener Tiere und die Mithilfe in der Landwirtschaft möglich. Die Bedeutung von Maßnahmen, die mithilfe von Pflanzen, Tieren und Natur das soziale, geistige und körperliche Wohlergehen älterer Menschen fördern, wird durch zahlreiche Forschungsergebnisse im Bereich Green Care, Gartentherapie, animal assisted therapy belegt (vgl. Wiesinger/Quendler/Hoffmann 2013). Bei älteren Menschen, die gärtnerische Tätigkeiten ausführen, können beispielsweise eine Zunahme an sozialen Interaktionen, eine verbesserte körperliche Funktionsfähigkeit, positive Erinnerungen, zunehmende Motivation und Erfolgserlebnisse festgestellt werden (Elings 2006: 49). Aber auch sinnliche Wahrnehmungen von Pflanzen, wie Sehen, Riechen und Schmecken, können positive Einflüsse auf ältere Menschen haben, wenn sie zum Gärtnern nicht mehr in der Lage sind (Haubenhofer/Enzenhofer/Kelber et al. 2013: 102 ff.). Zusätzlich können Produkte der Eigenversorgung (Honig, Hühner, Streuobst, Gemüse, Schweine- bzw. Rindfleisch, Säfte, Brot) direkt am Hof bezogen oder selbst produziert werden. Dies hat positive Auswirkungen auf das Essverhalten, wie eine Bewohnerin berichtet: „Wann i aber a bisl an Gusto hab, dass i was will, dann iss i des Brot, was sie selber backen, des ghert zu meine Lieblingsspeisen“ (GP7_H_4).

Neben den Vorteilen, die durch das landwirtschaftliche Umfeld entstehen, ist vor allem das soziale Gefüge ausschlaggebend für das Wohlbefinden der Bewohnerinnen und Bewohner: „... es geht ma wieder weitaus besser. Erstens verdonk i des dem Frieden im Haus, weil ma is gonz guat aufghoben und der Arzt hat mehr als die Hälfte der Medikamente weggstrichen und es geht mir wieder weitaus besser“ (GP7_H_5). „Hauptsach, dass ma bei der Frau B. so gut geht. Sie betreut mich in jeder Hinsicht. Sie geht mit mir Baden, Waschen, Duschen, geht mit mir am Abend ins Bett und in der Früh gibt's mich wieder raus“ (GP6_A_1).

Die Qualitäten von Betreutem Wohnen am Bauernhof aus Sicht der älteren Menschen sind im speziellen die baulich-räumliche Ausstattung (barrierefreie Wohnung und wohnungsnaher Freiraum, anpassungsfähige Freiräume), Ruhe, Möglichkeiten für sinnvolle und abwechslungsreiche Tätigkeiten, Arbeit mit Pflanzen und Tieren, Bewegungs- und Erholungsorte (Feldwege, Wälder) in unmittelbarer Umgebung und ein fürsorgliches Netz im Umkreis der bäuerlichen Familie.

Ansatzpunkte für die regionale soziale Infrastrukturplanung

Ist Betreutes Wohnen am Bauernhof eine Perspektive für die soziale Infrastrukturplanung in der Region? Die Vorteile aus Sicht der Bewirtschafterinnen und Bewirtschafter und aus der Sicht der älteren Menschen konnten durch die Ergebnisse der Untersuchung herausgearbeitet werden. Als Motive zur Etablierung des Standbeines „Betreuung am Hof“ können ökonomische Aspekte zur Stabilisierung der Hofwirtschaft durch mehrere Standbeine, Interesse an der Altenbetreuung und Erweiterung des Tätigkeitsfeldes bei gleichzeitiger Vereinbarkeit von Familie und Beruf genannt werden. Für die soziale Infrastrukturplanung gilt, dass qualitätsvolle, kleindimensionierte Versorgungseinrichtungen für ältere Menschen, die weiterhin in der Region, auf dem Land leben wollen, dezentral ausgebaut werden könnten. Im Vergleich zu neu errichteten Wohnbauten (Betreubares Wohnen) verfügen Höfe über bestehende Bausubstanzen, die den unterschiedlichen Rahmenbedingungen im Laufe der Zeit angepasst werden konnten. Investitionen in bestehende Strukturen erlauben einen vergleichsweise sparsamen Umgang mit kommunalen Ressourcen und belassen Entscheidungs- und Nutzungsoptionen auf den Höfen.

Die Herausarbeitung unterschiedlicher Strategien von Betreuung auf dem Hof hat gezeigt, dass verschiedene Formen der Umsetzung möglich sind. Dabei kann ein Zusammenhang zwischen der Intensität der Betreuung, der Intensität der landwirtschaftlichen Standbeine und der Selbstständigkeit der Bewohnerinnen und Bewohner festgestellt werden. Im Zuge eines Ausbaus von „Betreutem Wohnen am Bauernhof“ wäre es sinnvoll, den unterschiedlichen Strategien entsprechend Maßnahmen zu entwickeln, die auch dazu führen könnten, dass die Betreuung auf den Höfen langfristig gesichert ist. Beispielsweise ist bei Höfen mit Langzeitbetreuung die Unterstützung durch mobiles Pflegepersonal von besonderer Bedeutung. Außerdem sollten Kurzzeitaufenthalte im Pflegeheim leichter zugänglich gemacht werden. Bei Höfen mit mehreren gleichwertigen Standbeinen und weniger intensiver Betreuungsleistung sind der Erhalt und die Förderung der Selbstständigkeit und Gesundheit der Bewohnerinnen und Bewohner wichtig. Innovative Mobilitätskonzepte, fahrende Kaufhäuser und gesundheitspräventive Maßnahmen (Bewegung, gesunde Ernährung, tiergestützte Therapie etc.) steigern die Lebensqualität am Hof, sind darüber hinaus aber auch für privat versorgte ältere Menschen in der Region von Bedeutung. Höfe, die andere Standbeine intensivieren oder aus familiären Gründen die Betreuung kurzfristig aussetzen, sollen dadurch keine Sanktionen erfahren, jedoch planvoll und in Absprache mit koordinierenden Stellen vorgehen. Für alle Beispiele gilt, dass Auflagen und gesetzliche Rahmenbedingungen (z. B. Ausbildung, Anstellung von Bäuerinnen) angepasst werden müssen und die Vermittlung von Bewohnerinnen und Bewohner mittels einer übergeordneten Stelle besser funktionieren würde.

Das innovative Projekt „Betreutes Wohnen am Bauernhof“ blieb nach der Umsetzung beschränkt auf sieben Hofwirtschaften. Trotz großem Interesse anderer Höfe an der Thematik war die Nachahmung aus unterschiedlichen Gründen gehemmt (vgl. Renner 2010: 117). Die öffentlichen Stellen, wie Gemeinden und Sozialhilfeverbände, signalisierten wenig Interesse an einer Erweiterung dieser Versorgungsform in der Region. Diskrepanzen zwischen den unterschiedlichen Kompetenzfeldern könnten ein Grund dafür sein.

Ansatzmöglichkeiten für die Planung könnten darin bestehen, die Selbststeuerung in der Region zu aktivieren, indem die Verhandlung über „Betreutes Wohnen am Bauernhof“ unter Einbeziehung der Zivilgesellschaft und über Gemeinde- und Kompetenzgrenzen hinaus angeregt wird und neuerlich verhandelt wird. Seit 2009 gibt es in Oberösterreich bezirksweit die Funktion der „Koordination für Betreuung und Pflege“, die Planungs- und Koordinationsleistungen bei den Trägern sozialer Hilfe erbringen soll (vgl. Buchegger-Traxler/Nöbauer/Altrichter 2011). Die Stelle fördert die Kooperation zwischen Sozialberatungsstellen und anderen Dienstleistern im Sozialbereich und vernetzt zwischen Sozial- und Gesundheitsbereich und relevanten Stellen des Landes. Hier besteht ein möglicher Ansatzpunkt, gemeinsam mit Bäuerinnen und Bauern, älteren Menschen, Gemeinden, Sozialhilfeträgern und weiteren Akteuren zusammenzukommen und Perspektiven des Betreuten Wohnens auf dem Bauernhof neu zu diskutieren.

Abb. 1

Verortung der Gemeinden mit untersuchten Hofwirtschaften (Pabneukirchen, Rechberg, St. Thomas am Blasenstein, Mitterkirchen) im Bezirk Perg in Oberösterreich. (eigene Darstellung)
Verortung der Gemeinden mit untersuchten Hofwirtschaften (Pabneukirchen, Rechberg, St. Thomas am Blasenstein, Mitterkirchen) im Bezirk Perg in Oberösterreich. (eigene Darstellung)

Abb. 2

Bevölkerungsprognose ausgewählter Altersgruppen 2009–2050 für die Region Mühlviertel. Quelle: ÖROK (2010: 118), eigene Bearbeitung)
Bevölkerungsprognose ausgewählter Altersgruppen 2009–2050 für die Region Mühlviertel. Quelle: ÖROK (2010: 118), eigene Bearbeitung)

Abb. 3

Die Genese des Betreuten Wohnens am Bauernhof: Nutzungsänderungen und Möglichkeiten des Gebrauchs auf den Höfen seit 1997
Die Genese des Betreuten Wohnens am Bauernhof: Nutzungsänderungen und Möglichkeiten des Gebrauchs auf den Höfen seit 1997

Ältere Menschen und Betreuungsangebot im Bezirk Perg. (Quelle: Sozialhilfeverband Perg (2008: 4 ff.))

Anzahl der Personen und Plätze
EinwohnerInnen gesamt 200865,000
Personen 65 + 200910,258
davon Junge Alte 65-84 J 20099,130
davon Hochbetagte 85+ J 20091,128
Pflegebedürftige Personen 20053,244
davon über 80jährige 20052,284
Alten- und Pflegeheimplätze 2008557
Betreubares Wohnen (inkl. Betr. Wohn. am169
Hof) 2009
Mobile Betreuung und Hilfe 2006547
Essen auf Rädern 2008345
Kurzzeitplätze 200810
Tagespflegeplätze 200925

Ältere Menschen am Hof (Gesamt: 8 Personen auf 5 Höfen)

Alter (Jahre)GeschlechtHerkunftSelbstständigkeit
Region=Region Mühlviertelselbstständig=selbst., eingeschränkt selbst=eing.selbst., abhängig=abhg. (=pflegebedürftig)
60-70Linz, Regionselbst.
70-80Regionselbst., eing.selbst.
80-90Linzselbst, abhg.
über 90Regionabhg.

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