1. bookVolume 57 (1999): Issue 5-6 (September 1999)
Journal Details
License
Format
Journal
eISSN
1869-4179
First Published
30 Jan 1936
Publication timeframe
6 times per year
Languages
German, English
Open Access

Vorbemerkung

Published Online: 30 Sep 1999
Volume & Issue: Volume 57 (1999) - Issue 5-6 (September 1999)
Page range: 328 - 328
Journal Details
License
Format
Journal
eISSN
1869-4179
First Published
30 Jan 1936
Publication timeframe
6 times per year
Languages
German, English

Die drei folgenden Beiträge sind die überarbeiteten und dabei gekürzten Arbeiten, die im Rahmen des vom Förderkreis für Raum- und Umweltforschung e. V. ausgeschriebenen Nachwuchswettbewerbs 1998 ausgezeichnet wurden. Das Rahmenthema dieses Wettbewerbs lautete „Perspektiven der Verdichtungsräume “.

Cornelia Lorenz vertiefte in ihrem Wettbewerbsbeitrag Teile ihrer Diplomarbeit, in der sie die Entwicklungsperspektiven der Agglomerationsräume Stuttgart und Hannover unter besonderer Berücksichtigung der vorhandenen Raumstrukturen und der administrativen Rahmenbedingungen untersuchte. Die Autorin prüft die Eignung des Leitbildes der zentralen Konzentration für eine nachhaltige Entwicklung und die Ordnungsprinzipien Dichte, Mischung und Polyzentralität auf ihre Strategiefähigkeit und arbeitet die Umsetzungsprobleme heraus, die im Spannungsverhältnis zwischen der kommunalen Planungshoheit einerseits und der Notwendigkeit einer effektiven Regionalplanung im Verflechtungsbereich andererseits bestehen. Die Arbeit von Kai Böhme trägt zum Verständnis der schwedischen Planungsphilosophie und der Wesenszüge der dortigen Regionalplanung bei und verdeutlicht beides am Beispiel der Region Stockholm. Seine Ausführungen gelten dem Verhältnis zwischen Staat und Gesellschaft, der Institutionalisierung und Legitimierung der Rolle von Organisationen, Institutionen und Eliten im politischen Prozess; seine Ausführungen zur Straffung der Ebenen der Staats- und Kommunalverwaltung sowie zur Stärkung der kommunikativen Elemente in der Planung sprechen Sachverhalte an, die auch in der deutschen Raumplanungsdiskussion zunehmendes Gewicht erhalten, wie auch verschiedene Artikel in den letzten Heften dieser Zeitschrift belegen. Ariane und Corinna Clemens stellen in den Mittelpunkt ihres Beitrages die „ in jeder Hinsicht verwirrende Umlandentwicklung“ unserer Großstädte und das Phänomen der Grenzziehung im suburbanen Raum: Grenzen zwischen verschiedenen Nutzungen und Funktionen, zwischen Siedlung und Freiraum, zwischen Agglomeration und Landschaft. Die Autorinnen begründen, dass Landschaftsgrenzen die Entwicklung neuer Muster der Wahrnehmung und Bewertung von Stadt, Umland und Landschaft aufzeigen, aber auch ein stärker als bislang von Prozess und Experiment geprägtes Selbstverständnis raumbezogener Planung fördern und Planung und Öffentlichkeit eine Chance eröffnen, miteinander neue Formen des Umgangs mit dem Umland zu erproben.

Mit der Veröffentlichung der drei Beiträge, die aus den zahlreichen Wettbewerbsarbeiten als besonders beachtlich ausgewählt und mit Geldpreisen bedacht wurden, erhalten die jungen engagierten Autorinnen und Autoren die verdiente Möglichkeit, ihre Überlegungen der Fachöffentlichkeit vorzustellen.

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