1. bookVolume 62 (2004): Issue 6 (November 2004)
Journal Details
License
Format
Journal
eISSN
1869-4179
First Published
30 Jan 1936
Publication timeframe
6 times per year
Languages
German, English
access type Open Access

Can Research Institutions make the East German Economy Prosper?

Published Online: 30 Nov 2004
Volume & Issue: Volume 62 (2004) - Issue 6 (November 2004)
Page range: 375 - 386
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Journal
eISSN
1869-4179
First Published
30 Jan 1936
Publication timeframe
6 times per year
Languages
German, English
Abstract

East German firms are characterized by a relative weakness in their innovative capacity which must be seen a major reason for the poor growth rates of the region. It is often assumed that knowledge-transfers along with spillover-effects may be an effective means to enhance the competitiveness of regional firms. Using the experience of firms in Saxony-Anhalt, we examine to what extent cooperative relations exist and what forms of knowledge transfer are being practiced. A special focus is on joint projects that aim at the direct and collaborative development of innovations. We find the potential use of knowledge transfer being hindered by obstacles in both, research institutions and enterprises. Measures for the improvement of knowledge transfer are being suggested as part of an economic policy to foster the catching up of regions like Eastern Germany.

Einleitung

Die wirtschaftliche Entwicklung in den neuen Bundesländern ist auch 14 Jahre nach der Wiedervereinigung nicht zufriedenstellend, denn sowohl die gesamtwirtschaftliche Produktivität als auch das Pro-Kopf-Einkommen liegen nach immer deutlich unter dem westdeutschen Niveau. In den neuen Ländern gibt es zu wenig Unternehmen und die vorhandenen sind zu klein und besitzen daher eine geringere Innovationskraft als die Unternehmen in den alten Bundesländern Das Problem der hohen Arbeitslosigkeit in den ostdeutschen Regionen ist nicht zuletzt darauf zurückzuführen (Paque 2001). Gerade die Fähigkeit der Unternehmen, Innovationen

Unter Innovationen werden im vorliegenden Beitrag Produkt- und Prozessinnovationen verstanden.

zu entwickeln, entscheidet aber maßgeblich über das Wachstumspotenzial einer Region. Obwohl die massive Innovationsförderung in den neuen Ländern dazu führte, dass die Unternehmen mehr in Forschung und Entwicklung investieren, als es ihre Größenverhältnisse erwarten lassen, sind Innovationsaktivitäten – aufs Ganze gesehen – noch immer relativ schwach ausgeprägt (vgl. DIW et. al. 2003). Große Erwartungen werden daher häufig an die Hochschulen gerichtet. Universitäten und Fachhochschulen wirken in vierfacher Hinsicht positiv auf die regionale ökonomische Entwicklung: Erstens führen sie zu erheblichen Mittelzuflüssen in die Region, durch die Nachfrageeffekte induziert werden, welche deutlich über den Unterhaltskosten für die Hochschulen liegen können (Rosner/Weimann 2003a). Zweitens bilden die Hochschulen Humankapital und erfüllen damit eine wichtige regionale Funktion (Keane/Allison 1999). Drittens kommt es insbesondere im Umfeld von Wissenschaftseinrichtungen

Unter dem Begriff „Wissenschaftseinrichtung“ werden alle Hochschulen (Universitäten und Fachhochschulen – einschließlich ihrer An-Institute) sowie die öffentlich finanzierten Forschungseinrichtungen zusammengefasst. Zu den Forschungsinstituten zählen die Einrichtungen der Max-Planck-Gesellschaft, der Fraunhofer-Gesellschaft, der Helmholtz-Gemeinschaft deutscher Forschungszentren und der Leibniz-Wissenschaftsgemeinschaft.

vermehrt zu innovativen Unternehmensneugründungen (vgl. etwa Kulicke/Görisch, 2002; Egeln et al. 2002). Viertens stellt schließlich die Nähe zu Wissenschaftseinrichtungen einen positiven Standortfaktor für Unternehmen dar, indem sie direkte Kooperationen

Der Kooperationsbegriff wird in der vorliegenden Untersuchung sehr weit gefasst und schließt auch einfache Kontakte (z.B. die kurzfristige Lösung eines Problems) ein.

erleichtert. Dem Ausmaß und der Qualität dieser Kooperationen widmet sich der vorliegende Beitrag.

Hochschulen und Forschungsinstitute sind nicht nur Produzenten neuen Wissens, sondern sie sind auch in der Lage, infolge ihrer Kontakte zu anderen, regionsexternen Wissenschaftseinrichtungen, national und international verfügbares, neues Wissen zu absorbieren und für die Unternehmen der Region aufzubereiten. Durch diese „Antennenfunktion“ findet regionsexternes Wissen Eingang in regionale Innovationsprozesse (vgl. Fritsch/ Schwirten 1998, S. 261; Revilla-Diez 2002, S. 63). Sie macht die Wissenschaftseinrichtungen damit zu einem wichtigen Standortfaktor im Innovationswettbewerb. Gerade kleine und mittlere Unternehmen, so die Hoffnung, könnten durch Wissens-Spillovers von den Forschungsergebnissen der Wissenschaftseinrichtungen profitieren und so ihre Wettbewerbsfähigkeit stärken (vgl. Eickelpasch et al. 2003).

Zur theoretischen Fundierung des Transferprozesses vgl. Bozemann (2000, S. 636) sowie die Modellkritik in Schmoch u.a. (2000, S. 9 ff.)

Als notwendige oder zumindest förderliche Voraussetzung für solche Wissens-Spillovers werden persönliche Kontakte zwischen den regionalen Akteuren in Wissenschaft und Wirtschaft angesehen.

Für einen umfassenden Literaturüberblick siehe Agrawal/Cockburn (2003), speziell über die Bedeutung von Hochschulen für kleine und mittlere Unternehmen, die in Ostdeutschland überproportional vertreten sind, siehe Masurel et al. (2002).

Dieser Kerngedanke eint die umfassende Literatur über industrielle Distrikte, innovative Netzwerke und innovative Milieus (vgl. Fritsch/Franke 2004).

Wissens-Spillovers können beispielsweise innerhalb von Forschungskooperationen auftreten. Die positive Wirkung solcher Kooperationen auf die Fähigkeit von Unternehmen, innovative Produkte oder Verfahren zu entwickeln, ist auch empirisch vielfach nachgewiesen worden (vgl. etwa Becker/Dietz 2003; Kaiser 2002 sowie die dort angegebene Literatur). Andere Formen und Einflussfaktoren von Wissens-Spillovers sind hingegen erst in Ansätzen erforscht.

So zeigen beispielsweise Jaffe (1989), Acs et al. (1992) und Anselin et al. (1997), dass Innovationen durch räumliche Nähe zwischen Wissenschaftseinrichtungen und Unternehmen befördert werden. Agrawal/ Cockburn (2003) finden zudem, dass die Fähigkeit einer Region, Wissen zu absorbieren, deutlich zunimmt, wenn mindestens ein großes forschungsintensives Unternehmen am Ort der Wissenschaftseinrichtung ansässig ist. Für Deutschland stellt Revilla-Diez (2002) fest, dass sich die wissensorientierte Zusammenarbeit von Unternehmen mit Forschungseinrichtungen überwiegend regional konzentriert. Höppner et al. (1999) und Voigt (1998) können zeigen, dass insbesondere junge, innovative Unternehmen von der Nähe zu Wissenschaftseinrichtungen profitieren. In einer groß angelegten vergleichenden Untersuchung zwischen Südniedersachsen, Baden und Sachsen finden Fritsch/Franke (2003) regional stark differierende Intensitäten von Wissens-Spillovers, die sich jedoch nur zum Teil auf die Anzahl formeller FuE-Kooperationen zurückführen lassen.

Während also die Existenz und die positive Wirkung von Wissens-Spillovers unstrittig sind, bleibt die Frage nach den tatsächlich in Anspruch genommenen Transfermechanismen unbeantwortet: Auf welchen Wegen gelangt das Wissen in die Unternehmen? Welche Rolle spielen Hochschulen und Forschungseinrichtungen dabei? Auch um politische Programme möglichst effektiv gestalten zu können,

Aufbauend auf der gesicherten Erkenntnis positiver Wirkungen von Wissens-Spillovern, wurden gerade in den neuen Bundesländern verschiedene politische Programme aufgelegt, die auf eine Intensivierung der Zusammenarbeit von Unternehmen mit Wissenschaftseinrichtungen – vor allem bei der Produktentwicklung – abzielen. Beispiele sind die Bundesprogramme „Inno-Regio“, „Innovative regionale Wachstumskerne“ und „INNOWATT“.

ist es gerade mit Blick auf den wirtschaftlichen Aufholprozess der neuen Bundesländer von größter Bedeutung, das Ausmaß und die Funktionsweise einzelner Formen des Wissenstransfers möglichst genau zu kennen. Der vorliegende Beitrag schließt eine Forschungslücke, indem er genau dies am Beispiel des Landes Sachsen-Anhalt und auf Grundlage einer breit angelegten Unternehmensbefragung untersucht. Im Mittelpunkt stehen folgende Fragen:

Wie weit ist der Aufbau von Kooperationsbeziehungen zwischen Unternehmen und Wissenschaftseinrichtungen fortgeschritten?

Welche Leistungen der Wissenschaftseinrichtungen werden von Unternehmen in welchem Umfang in Anspruch genommen?

Welche Bedeutung hat dabei die räumliche Nähe?

Welche Hindernisse stehen der Zusammenarbeit von Wissenschaft und Wirtschaft im Wege?

Der Beitrag gliedert sich wie folgt: In Abschnitt 2 werden das methodische Vorgehen, der Datensatz und die Struktur der untersuchten Unternehmen vorgestellt. Wir analysieren dann in Abschnitt 3 die einzelnen Formen der Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Wissenschaft sowie die Faktoren, die sie beeinflussen. In Abschnitt 4 werden schließlich die zentralen Ergebnisse zusammengefasst und Implikationen für die regionale Innovationspolitik abgeleitet – insbesondere mit Blick auf wirtschaftlich schwache Regionen wie die neuen Bundesländer.

Methodisches Vorgehen und Daten

Die hier verwandten Daten basieren auf einer schriftlichen Befragung von insgesamt 4 900 wissensbasierten Unternehmen in Sachsen-Anhalt, die vom Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) konzeptionell entwickelt, im Winter 2002/2003 durchgeführt und aufbereitet wurde („IWH-Wissenstransferbefragung 2003“). Grundlage für die Auswahl der Unternehmen war die Zugehörigkeit zu wissensbasierten Branchen.

Der Auswahl liegt die Annahme zugrunde, dass vor allem Unternehmen mit Hochschulabsolventen die Leistungen von Wissenschaftseinrichtungen nachfragen. Eine Auflistung wissensbasierter Branchen in diesem Sinne findet sich in BMBF (2002, Annex, S. IV). Zusätzlich wird der Wissenschafts- und Wirtschaftsstruktur des Landes insoweit Rechnung getragen, als dass auch Branchen, bei denen ein Austausch mit Wissenschaftseinrichtungen zu erwarten ist, ebenso berücksichtigt wurden. Hierbei handelte es sich um Unternehmen des Ernährungsgewerbes, des Druckgewerbes sowie der Metallerzeugung und -bearbeitung.

Auf die Befragung haben 534 Unternehmen geantwortet. Die Rücklaufquote betrug somit 10,9 %. Mit 12,7 % haben die Unternehmen des verarbeitenden Gewerbes am häufigsten geantwortet (absolut: 173 Rückläufe). Bei den Erbringern von unternehmensnahen Dienstleistungen lag die Quote bei 10,7 % (297) und in den sonstigen Branchen

Zu den sonstigen Branchen zählen das Baugewerbe, Nachrichtenübermittlung, Versicherungsgewerbe, mit dem Kredit- und Versicherungsgewerbe verbundene Tätigkeiten, Grundstücksund Wohnungswesen, Datenverarbeitung und Datenbanken, Forschung und Entwicklung, Abwasser- und Abfallbeseitigung und sonstige Entsorgung sowie Kultur, Sport und Unterhaltung. Aufgeführt sind nur Branchen, bei denen ein Rücklauf zu verzeichnen war.

bei 8,3 % (64). Somit weist die Erhebung einen Bias zugunsten der Unternehmen des verarbeitenden Gewerbes auf.

Die Nullhypothese, dass die Verteilung der Grundgesamtheit (versandte Fragebögen) mit der Verteilung der Stichprobe (Rücklauf) übereinstimmt, wird bei einem Signifikanzniveau von 95 % abgelehnt (Chi-Quadrat-Test). Die detaillierte Branchenverteilung auf Dreisteller-Ebene der WZ 93 ist dokumentiert in Rosner/Weimann (2003b, S. 162).

Die überwiegende Zahl der Unternehmen ist klein und beschäftigt nur wenige Mitarbeiter. So haben 56,9 % der Unternehmen nur bis zu fünf Beschäftigte. Weitere 26,9 % beschäftigen zwischen sechs und 19 Mitarbeiter und bei 16,1 % der Unternehmen liegt die Mitarbeiterzahl bei 20 oder darüber. Dabei zeigt sich, dass es nur den größeren Unternehmen gelingt, die Produkte überwiegend außerhalb des Landes abzusetzen (Abb. 1).

Abbildung 1

Wo hat Ihr Unternehmen den größten Teil seines Umsatzes getätigt (Anzahl der Unternehmen) (N=512)

Quelle: IWH-Wissenstransferbefragung 2003; eigene Berechnungen.

Im verarbeitenden Gewerbe haben 38 % der Unternehmen ihre Hauptabsatzregion außerhalb des Landes, in den sonstigen Branchen sind es 29 % und bei den typischerweise regional ausgerichteten unternehmensnahen Dienstleistungen nur 18 %. Ansätze zur Überwindung der Exportschwäche des Bundeslandes zeigen sich also insbesondere im verarbeitenden Gewerbe.

Nur etwa jedem vierten Unternehmen (26,8 %) gelang es in den zurückliegenden zwei Jahren, mindestens ein neues Produkt oder Verfahren zu entwickeln. 370 von 505 Unternehmen (73,2 %) konnten hingegen keine Neuentwicklungen realisieren. Mit wachsender Betriebsgröße nimmt der Anteil der entwickelnden Unternehmen zwar stetig zu, jedoch können auch 30 von 70 Unternehmen (43 %) mit 20 und mehr Beschäftigten nicht auf Produktinnovationen zurückblicken. Im Abgleich mit den Ergebnissen des Mannheimer Innovationspanels erweisen sich insbesondere die Innovationsaktivitäten des verarbeitenden Gewerbes in Sachsen-Anhalt auch im ostdeutschen Vergleich als äußerst gering.

Das Mannheimer Innovationspanel untersucht Unternehmen des verarbeitenden Gewerbes mit mindestens 5 Mitarbeitern. Für Ostdeutschland wird der Anteil der innovierenden Unternehmen im fahr 2001 auf 57 % beziffert (Rammer et al. 2003, S. 14). Filtert man nur die vergleichbaren Unternehmen aus „IWH-Wissenstransferbefragung 2003“, so zeigt sich in Sachsen-Anhalt eine Quote von lediglich 41,3 %. Es muss darauf hingewiesen werden, dass die Fragebögen beider Erhebungen nicht vollständig deckungsgleich sind und daher nur eine Tendenzaussage erlauben. Alle plausiblen Modifikationen zur Herausfilterung einer vergleichbaren Teilmenge aus der „IWH-Wissenstransferbefragung“ bestätigen jedoch die Tendenzaussage der unterdurchschnittlichen Innovationsaktivitäten in Sachsen-Anhalt

In Anbetracht immer kürzer werdender Produktlebenszyklen muss dieser Befund als besorgniserregend eingeschätzt werden. Schafft es die regionale Wirtschaft nicht, die Innovationsschwäche zu überwinden und mit neuen Produkten neue Märkte zu erschließen, so wird es nicht gelingen, in einen nachhaltigen Wachstumsprozess einzutreten.

Die Entwicklung neuer Produkte findet überwiegend im eigenen Unternehmen (64,2 %) oder in Kooperation mit anderen Unternehmen (26,1 %) statt. Damit erweist sich die Hoffnung, dass von den Wissenschafts einrichtungen spürbare Impulse auf die Innovationstätigkeit der Unternehmen ausgehen, im Falle Sachsen-Anhalts als unbegründet: Nur 9,7 % der Unternehmen mit Neuentwicklungen betreiben Entwicklungskooperationen mit Hochschulen oder Forschungseinrichtungen.

Die Rolle der Wissenschaftseinrichtungen bezieht sich dabei nicht auf den gesamten Innovationsprozess, sondern auf die frühe Phase – die zeitlich vorgelagerte Invention. Unter Invention versteht man die Ideengenerierung bzw. die eigentliche Erfindung.

Begrenzt man gar die untersuchten Fälle auf die mit dem Mannheimer Innovationspanel vergleichbare Gruppe der Unternehmen des verarbeitenden Gewerbes mit mindestens fünf Mitarbeitern, so schrumpft dieser Anteil deutlich auf 1,8 %. Dem gegenüber weist das Mannheimer Innovationspanel für ganz Ostdeutschland aus, dass immerhin 9,9 %

Eigene Berechnungen auf Grundlage der Angaben von Günther (2003).

der Unternehmen bei Neuentwicklungen mit Hochschulen kooperieren.

Trotz der nicht vollständigen Vergleichbarkeit der beiden Datensätze ist die relative Innovationsschwäche Sachsen-Anhalts klar erkennbar.

Die schwachen Ergebnisse für Sachsen-Anhalt sind umso erstaunlicher, als dass es sich bei den hier befragten Unternehmen um wissensbasierte, also jene Unternehmen handelt, von denen eine verstärkte Nachfrage nach wissenschaftlichen Leistungen zu erwarten ist.

Wissenstransfer
Intensität der Wissenschaftskontakte

Von 534 Unternehmen hatten 165 (30,9 %) in den vergangenen 12 Monaten Kontakt zu Hochschulen oder Forschungsinstituten. Dabei besitzt die Unternehmensgröße nur einen geringen Einfluss auf die Kooperationsintensität, denn auch von den kleinen Unternehmen mit weniger als 20 Beschäftigten unterhielten durchschnittlich 27 % Hochschulkontakte. Bei den Unternehmen mit 20 und mehr Beschäftigten liegt der Anteil mit durchschnittlich 54 % höher. Allerdings ist beachtlich, dass auch von den größeren Unternehmen kaum mehr als die Hälfte mit Wissenschaftseinrichtungen zusammenarbeitet (Abb. 2).

Abbildung 2

Hatte Ihr Unternehmen in den vergangenen zwölf Monaten Kontakte zu Hochschulen oder öffentlichen Forschungsinstituten? (N=520)

Quelle: IWH-Wissenstransferbefragung 2003; eigene Berechnungen.

Da die Unternehmen des verarbeitenden Gewerbes am ehesten geeignet sind, die Exportbasis des Landes zu stärken, fällt auf, dass von ihnen nur 22 % (im Gegensatz zu 30,9 % bei allen Unternehmen) mit Hochschulen oder Forschungseinrichtungen Zusammenarbeiten.

Eine besonders wichtige Ursache für die insgesamt geringe Kooperationsintensität der sachsen-anhaltinischen Unternehmen ist in ihrer Beschäftigtenstruktur zu sehen. Fast 70 % der Unternehmen, die Kontakte zu Wissenschaftseinrichtungen haben, beschäftigen Hochschulabsolventen. Bei den übrigen Unternehmen sind es lediglich 34 %. Ähnliche Unterschiede zeigen sich beim Forschungs- und Entwicklungspersonal. Fast 40 % der mit Wissenschaftseinrichtungen kooperierenden Unternehmen beschäftigen FuE-Personal. Bei den nicht kooperierenden Unternehmen sind es hingegen nur 15 %. Zudem arbeiten in den Unternehmen, die mit Wissenschaftseinrichtungen in Kontakt stehen, im Durchschnitt 4,5 Mitarbeiter im Bereich der Forschung und Entwicklung, bei den nicht kooperierenden Unternehmen sind es nur 2,1 Mitarbeiter. Offensichtlich wird das Wissensangebot der Hochschulen und Forschungseinrichtungen besonders von solchen Unternehmen in Anspruch genommen, die überdurchschnittlich oft Hochschulabsolventen sowie überdurchschnittlich oft und zahlreich FuE-Personal in ihrer Belegschaft haben. Diese Unternehmen verfügen über die notwendigen Voraussetzungen zur Verbreiterung der eigenen Wissensbasis durch Aufnahme weiterer, externer Informationen. Die Befragungsergebnisse zeigen auch, dass sich die Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Wissenschaftseinrichtungen vor allem auf bereits innovierende Unternehmen konzentriert, denn von ihnen arbeiten ca. 52 % mit Wissenschaftseinrichtungen zusammen. Unterdessen sind es bei den nicht innovierenden Unternehmen weniger als ein Viertel.

Alle statistischen Angaben in diesem Abschnitt erweisen sich im Chi-Quadrat-Test bei einer Irrtumswahrscheinlichkeit von 5 % oder weniger als signifikant.

Insgesamt kooperieren überwiegend solche Unternehmen mit Hochschulen und Forschungseinrichtungen, die bereits ein hohes Innovationspotenzial besitzen. Offensichtlich geht es bei Wissenschaftskontakten sachsen-anhaltinischer Unternehmen weniger darum, fehlende interne Ressourcen durch externe Ressourcen zu ersetzen, sondern vielmehr darum, bereits bestehende Ressourcen zu ergänzen, zu verstärken oder zu komplementieren (vgl. Arndt 2001, S. 141). Es bestätigt sich, dass unternehmensseitig eine Vielzahl von Voraussetzungen erfüllt sein muss, damit es zur erfolgreichen Zusammenarbeit mit Wissenschaftseinrichtungen kommen kann. Die Unternehmen müssen bestimmte Fähigkeiten besitzen, die sich als „absorptive Kapazität“ beschreiben lassen (Cohen/Levinthal 1990, S. 128). Dazu zählt vor allem die Beschäftigung hochqualifizierter Arbeitskräfte, möglichst im betriebsinternen Forschungs- und Entwicklungsbereich. Um Netzwerkbeziehungen zu wissensinfensiven Kooperationspartnern aufzubauen, bedarf es einer gewissen kommunikativen Fähigkeit, die in der Regel mit dem Vorhandensein von FuE-Personal einhergeht. Verfügen die Unternehmen über eine Mindestforschungsintensität

Unter Mindestforschungsintensität soll zumindest ein für die Forschung und Entwicklung abgestellter Mitarbeiter verstanden werden.

, so erhöht sich damit auch die Wahrscheinlichkeit, dass sie langfristig erfolgreiche Kooperationen mit Hochschulen oder Forschungseinrichtungen eingehen (Arndt 2001, S. 142).

Für die geringe Kooperationsintensität der Unternehmen in Sachsen-Anhalt lassen sich somit drei Hauptursachen ausmachen: Die Unternehmen sind zu klein, sie beschäftigen zu wenige FuE-Mitarbeiter und sie führen zu wenige eigene FuE-Aktivitäten durch. An dieser Stelle wird ein zentrales Problem der ostdeutschen Unternehmen deutlich: Auf der einen Seite besitzen sie kaum die notwendigen Kooperationsvoraussetzungen, auf der anderen Seite können sie aber kurzfristig nur über die Inanspruchnahme externer Wissensträger ihre Innovationsdefizite abbauen und durch die verstärkte Konzentration auf überregionalen Märkten internes Wachstum initiieren. Umso wichtiger sind deshalb Angebote der Wissenschaftseinrichtungen, die über den engen Rahmen der Produktentwicklung hinausgehen.

Tatsächlich zeigen die Untersuchungsergebnisse auch, dass nur jedes dritte Unternehmen mit Wissenschaftskontakten Hochschulen oder Forschungsinstitute in die Entwicklung von neuen Produkten oder Verfahren einbezogen hat (Abb. 3). Wenn allerdings ein Unternehmen in den vergangenen zwei Jahren bereits Produkte entwickelt hat und Kontakte zu Wissenschaftseinrichtungen unterhält, so bezieht es diese in 60 % aller Fälle in den Prozess der Produktentwicklung ein.

Abbildung 3

War Ihr Unternehmen in den vergangenen 12 Monaten auf den folgenden Kooperationsfeldem mit Hochschulen oder öffentl. Forschungsinstituten aktiv? (N=165, Mehrfachantworten möglich)

Quelle: IWH-Wissenstransferbefragung 2003; eigene Berechnungen.

Fassen wir an dieser Stelle einige wesentliche Erkenntnisse zusammen:

- 90 % der Unternehmen, die in den vergangenen zwei Jahren Innovationen entwickelten, haben keine Wissenschaftseinrichtungen einbezogen.

30,9 % der wissensorientierten Unternehmen in Sachsen-Anhalt hatten in den vergangenen 12 Monaten Kontakt zu Hochschulen oder Forschungsinstituten,

26,8 % der wissensorientierten Unternehmen in Sachsen-Anhalt haben in den vergangenen zwei Jahren mindestens ein neues Produkt entwickelt.

13,5 % der Unternehmen können sowohl auf Produktentwicklungen in den letzten zwei Jahren als auch auf Wissenschaftskontakte verweisen. Von ihnen nutzten 60 % die Wissenschaftskontakte für die Produktentwicklungen.

Hier wird deutlich, dass ein positiver Zusammenhang zwischen den Wissenschaftskontakten der Unternehmen und der Entwicklung von Innovationen besteht, und zwar auch dann, wenn die Hochschulen bzw. Forschungseinrichtungen nicht direkt in die Entwicklung neuer Produkte oder Verfahren einbezogen sind.

In welcher Form wird kooperiert?

Offensichtlich ist die Produktentwicklung aus Sicht der Unternehmen nur ein Motiv unter vielen für die Zusammenarbeit mit Wissenschaftseinrichtungen. Die Art und Weise, in der kooperiert wird, gibt Aufschluss über weitere Motive. So zeigt Abbildung 3, dass die Betreuung von Praktikanten, Diplomanden und Doktoranden die häufigste Form der Zusammenarbeit ist (57,3 %).

Erst an zweiter Stelle folgt die Einbeziehung in die Produktentwicklung.

Diese umfasst weit mehr als die bereits oben erwähnte formelle Entwicklungskooperation, die in der Regel durch ein Vertragswerk begründet wird. Zusätzlich sind hier auch informelle Hilfestellungen einbezogen. Vor diesem Hintergrund erklären sich auch die im Vergleich deutlich höheren Fallzahlen.

Weitere seltenere Kooperationsformen umfassen Gutachteraufträge, Aufträge zur Produktentwicklung, den Erwerb von Patenten und Lizenzen sowie sonstige Formen der Zusammenarbeit. Sofern sie Kontakte zu Hochschulen und Forschungseinrichtungen unterhielten, wandten sich darüber hinaus 40,7 % der Unternehmen häufig oder gelegentlich zur Lösung von kurzfristigen Problemen an Wissenschaftseinrichtungen, 33,8 % zur Wahrnehmung von Weiterbildungsangeboten und 23,9 % zur Nutzung technischer Infrastruktur (Abb. 4).

Abbildung 4

Wie häufig waren für Ihr Unternehmen in den vergangenen 12 Monaten die folgenden Formen der Zusammenarbeit mit Hochschulen oder öffentlichen Forschungsinstituten? (N=163)

Quelle: IWH-Wissenstransferbefragung 2003; eigene Berechnungen

Offenkundig sind die Formen der Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Wissenschaftseinrichtungen sehr differenziert, da die einzelnen Angebote jeweils von weniger als der Hälfte der Unternehmen genutzt wurden. Die Unterschiede im Nutzungsverhalten sind auf der betrieblichen Ebene zu suchen, denn die Branche hat keinen signifikanten Einfluss auf die Häufigkeit der Nutzung der Kooperationsinhalte. Größere Unternehmen nehmen die Angebote der Hochschulen und Forschungseinrichtungen nur leicht überdurchschnittlich oft in Anspruch.

Welche Bedeutung hat räumliche Nähe?

Neben den Kooperationsformen ist die regionale Inzidenz der Wissenschaftskontakte von besonderem Interesse, da sie Rückschlüsse auf die ökonomische Bedeutung regional präsenter Hochschulen zulässt. In Sachsen-Anhalt verfügen lediglich 46 % der Unternehmen über ausschließliche Kontakte zu Wissenschaftseinrichtungen innerhalb des Bundeslandes. Weitere 37 % unterhalten Verbindungen sowohl zu Hochschulen oder Forschungsinstituten innerhalb als auch außerhalb Sachsen-Anhalts und die verbleibenden 17 % verfügen ausschließlich über Kontakte zu Wissenschaftseinrichtungen in anderen Bundesländern. Die Wissenschaftskontakte der Unternehmen sind also eher regional geprägt. Dabei ist die räumliche Verteilung der kontaktierten Wissenschaftseinrichtungen von der Unternehmensgröße kaum beeinflusst. In fast allen Größenklassen unterhält knapp die Hälfte der Unternehmen ausschließlich Kontakte zu regionalen Hochschulen und Forschungsinstituten. Bei größeren Unternehmen führt die Tatsache, dass die absolute Anzahl der Kontakte höher ist zu einer breiteren regionalen Streuung. Überwiegend gehen sie sowohl regionale als auch überregionale Kooperationsbeziehungen ein.

Obwohl die Wissenschaftskontakte der Unternehmen regional gestreut sind, kommt den nahegelegenen Einrichtungen eine herausgehobene Bedeutung zu, denn von den wichtigsten Kooperationspartnern im Wissenschaftsbereich haben 66 % ihren Sitz in Sachsen-Anhalt (Abb. 5). Die meisten Nennungen entfallen dabei auf die Fachhochschulen, gefolgt von den Universitäten und den außeruniversitären Forschungsinstituten. Etwa ein Fünftel der wichtigsten Kooperationspartner ist in den übrigen neuen Bundesländern, 14 % sind in den alten Bundesländern ansässig.

Abbildung 5

Bitte geben Sie die wichtigsten Kooperationspartner aus dem Bereich der Hochschulen und öffentlichen Forschungsinstitute an (regionale Verteilung) (Anzahl der Nennungen, jeweils maximal 3)

Quelle: IWH-Wissenstransferbefragung 2003: eigene Berechnungen

Welche Faktoren fördern bzw. hemmen Wissenschaftskooperationen?

Kommt es zu Kooperationen mit Hochschulen oder Forschungsinstituten, so werden diese überwiegend als sehr nützlich (26 %) oder nützlich (55 %) beurteilt. Nur 17 % der Unternehmen finden die Wissenschaftskooperationen weniger nützlich und nur 2 % beurteilen sie als ganz und gar nicht nützlich. Die überwiegend positive Einschätzung der Zusammenarbeit erstreckt sich gleichermaßen auf große und kleine Unternehmen. Etwas schlechter als im Durchschnitt wird die Nützlichkeit der Zusammenarbeit vom verarbeitenden Gewerbe beurteilt (74 % nützlich oder sehr nützlich).

Die Initiative für die Zusammenarbeit ging zu 63 % von den Unternehmen, zu 30 % von den Hochschulen oder Forschungsinstituten, zu 3 % von Praktikanten und zu 4 % von sonstigen Initiatoren aus. Zwei Ursachen können hierfür vermutet werden: entweder eine vergleichsweise passive Haltung auf Seiten der Wissenschaftseinrichtungen oder eine sehr gezielte Auswahl der Partner durch die Unternehmen, womit die Erfolgswahrscheinlichkeit eines Projektes erhöht werden kann. Unter den sonstigen Initiatoren, die offen erfragt wurden, befinden sich überwiegend einzelne Unternehmen und Privatpersonen. Auffällig ist die relativ häufige Nennung von Praktikanten im Rahmen der offenen Antwortmöglichkeit. Offenkundig können von ihnen wichtige Impulse für Kooperationen ausgehen.

Für die Auswahl von Kooperationspartnern besitzt die räumliche Nähe die überragende Bedeutung für die Unternehmen (25 % aller Nennungen), dicht gefolgt von fachlicher Kompetenz (23 %), fachlicher Ausrichtung (23 %) und bereits bestehenden Kontakten (18 %). Hingegen haben die technische Ausstattung, staatliche Unterstützung oder sonstige Gründe nur einen geringen Einfluss auf die Partnerwahl. Die dominante Bedeutung der räumlichen Nähe gilt für alle Unternehmensgrößenklassen sowie für alle Branchen.

Probleme bei der Zusammenarbeit mit Hochschulen und Forschungsinstituten werden nur von 19 % der Unternehmen berichtet. 73 % beurteilen die Zusammenarbeit hingegen als problemlos. Als größtes Problem bei der Kooperation mit Wissenschaftseinrichtungen wurden von den Unternehmen bürokratische Hemmnisse genannt. Rund jedes zweite Unternehmen berichtete von solchen Problemen. Erst mit deutlichem Abstand folgen die Kosten von Kooperationsprojekten, sonstige Aspekte und mangelnde Rechtssicherheit. Andere Hemmnisse besitzen hingegen nur eine untergeordnete Bedeutung. Dies unterstreicht die große Bedeutung guter institutioneller Rahmenbedingungen, die eine notwenige Voraussetzung darstellen, damit Wissenschaftseinrichtungen überhaupt regionalökonomische Wirkungen entfalten können.

Wie vermarkten sich die Wissenschaftseinrichtungen?

Die Informationspolitik

Informationspolitik umfasst sämtliche Maßnahmen, die darauf abzielen, unterschiedlichen Zielgruppen das Leistungsangebot bekannt zu machen.

der Hochschulen und Forschungsinstitute ist ein wichtiger Bestandteil des institutionellen Rahmens. Sie wird von den Unternehmen überwiegend als schlecht (32 %) oder mangelhaft (46 %) eingeschätzt. Nur wenige bewerten sie hingegen als gut (21 %) oder gar sehr gut (1 %). Bei diesen Prozentangaben bleibt unberücksichtigt, dass sich 35,4 % der Unternehmen in dieser Frage kein Urteil Zutrauen („weiß nicht“) und weitere 3,4 % die Frage gänzlich unbeantwortet lassen. Die äußerst negative Einschätzung der Öffentlichkeitsarbeit zeigt, dass es die Hochschulen und Forschungseinrichtungen versäumen, ihre Leistungen in effektiver Weise zu kommunizieren: Die Wissenschaftseinrichtungen produzieren gute Leistungen, informieren aber die Öffentlichkeit bzw. entsprechende Zielgruppen sowohl qualitativ als auch quantitativ zu wenig darüber. Dies wird besonders deutlich, wenn man die Urteile der Unternehmen in Abhängigkeit von ihren Kooperationspartnern betrachtet (Abb. 6), denn die Unternehmen, die bislang noch nicht mit Wissenschaftseinrichtungen in Kontakt stehen, beurteilen die Informationspolitik mit deutlichem Abstand am schlechtesten (81 % schlecht oder mangelhaft). Bestehen hingegen Kooperationen, so verbessert sich das Urteil deutlich. Augenscheinlich weisen Informationen über die Angebote von Wissenschaftseinrichtungen die Charakteristika eines Clubgutes auf: Wer bereits involviert ist, erhält einen deutlichen besseren Informationszugang, und zwar unabhängig von seiner Größe und Branchenzugehörigkeit.

Abbildung 6

Wie beurteilen Sie die Informationspolitik der Hochschulen und öffentlichen Forschungsinstitute in Sachsen-Anhalt, in Bezug auf Informationen, die für Ihr Unternehmen relevant sein können?(Mehrfachnennungen möglich, Auswertung differenziert nach den wichtigsten Kooperationspartnern der Unternehmen)

Quelle: IWH-Wissenstransferbefragung 2003; eigene Berechnungen

Am besten wird die Informationspolitik von solchen Unternehmen beurteilt, die mit außeruniversitären Forschungseinrichtungen Zusammenarbeiten. Hierfür bieten sich zwei Erklärungsansätze: Einerseits kann dies an einer qualitativ deutlich besseren Informationspolitik der Institute liegen. Andererseits kann das positive Urteil auch daran liegen, dass Kooperationen mit Instituten oft besondere Qualität und Intensität besitzen. Solche intensiven Kooperationen begünstigen den Austausch von Informationen. Dagegen ist der Inhalt der Zusammenarbeit mit Hochschulen in vielen Fällen „nur“ dadurch geprägt, dass Praktikanten oder Absolventen in das Unternehmen geholt werden.

Um die Entwicklung innovativer Produkte zu unterstützen, haben Land, Bund und EU zahlreiche Forschungsförderprogramme aufgelegt. Vor diesem Hintergrund wurden die Unternehmen gefragt, ob sie wissen, dass Kooperationen mit Hochschulen und öffentlichen Forschungseinrichtungen staatlich gefördert werden. Solche Programme zielen in erster Linie auf die Förderung der Unternehmen des verarbeitenden Gewerbes. Bezogen auf diese Branche zeigt sich, dass durchschnittlich gerade einmal 37 % von 163 befragten Unternehmen im verarbeitenden Gewerbe die staatlichen Fördermöglichkeiten kennen. Bei den 55 Unternehmen, die bereits die Entwicklung neuer Produkte oder Verfahrensabläufe betreiben, liegt der Bekanntheitsgrad mit 53 % (29 Unternehmen) zwar deutlich höher, allerdings bedeutet dieses Ergebnis auch, dass knapp jedes zweite innovierende Unternehmen nichts von den Fördermöglichkeiten weiß. Dabei ist der Bekanntheitsgrad der Förderprogramme nur schwach von der Unternehmensgröße beeinflusst. Auch von den Unternehmen mit 20 und mehr Mitarbeitern wissen gerade einmal 51 %, dass Entwicklungskooperationen grundsätzlich gefördert werden können. Insofern lässt sich vermuten, dass die staatliche Forschungsförderung in den relevanten Zielgruppen zu wenig bekannt gemacht wurde.

Fazit

Im Einklang mit der theoretischen und empirischen Literatur kann gezeigt werden, dass von den Wissenschaftskontakten sachsen-anhaltinischer Unternehmen deutlich positive Impulse auf deren Innovationsverhalten ausgehen. Dabei weisen die Unternehmen eine hohe Präferenz für Kooperationen mit regional ansässigen Wissenschaftseinrichtungen auf, sodass vor allem den Fachhochschulen und Universitäten im Land eine zentrale Bedeutung beim Wissenstransfer in die Unternehmen zukommt.

Gleichwohl bestehen solche Kontakte aber nur selten. Während im Durchschnitt 30,9 % aller wissensbasierten Unternehmen Kontakte zu Wissenschaftseinrichtungen unterhalten, sind es im Verarbeitenden Gewerbe sogar nur 22 %. Obwohl alle Wissenschaftskontakte der Unternehmen in Sachsen-Anhalt (unabhängig vom Ort der Partnereinrichtung) erfragt wurden, liegen die ermittelten Werte zum Teil deutlich unter denen anderer Studien, die sich nur auf die Zusammenarbeit mit einer bzw. wenigen ausgewählten Hochschulen beziehen. So unterhielten in Hamburg 44,0 % der Unternehmen Hochschulkontakte (Koch1995, S. 44), in Kassel 43,0 % (Blume/Fromm, 2000, S. 86-89) und in München 30,8 % (Bauerl997, S. 124). In Anbetracht der engeren Abgrenzungen ist auch der Wert für München als hoch einzustufen.

Die Münchener Studie bleibt auf selektive Aspekte des Wissenstransfers beschränkt. Beispielsweise ist der quantitativ bedeutsame einfache Erfahrungsaustausch bzw. der Kontakt zur kurzfristigen Lösung von Problemen kein Bestandteil der Untersuchung. Zudem werden nur Kooperationsbeziehungen zur geistes- und sozialwissenschaftlich orientierten Ludwig-Maximilians-Universität erfragt. Die vermutlich wichtigeren Verbindungen zur Technischen Universität München, die auch Ingenieurwissenschaften lehrt, bleiben hingegen unbeachtet.

Bei der Produktentwicklung arbeitet nur eine sehr geringe Zahl von Unternehmen mit externen Partnern (sowohl Unternehmen als auch Wissenschaftseinrichtungen) zusammen.

Zu diesem Ergebnis kommen auch Eickelpasch et al. (2001).

Dabei zeichnen sich die wenigen Unternehmen, die bei ihren Innovationen die Unterstützung der Hochschulen oder Forschungseinrichtungen suchen, durch überdurchschnittlich qualifiziertes Humankapital, eigene Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten und vergleichsweise höhere Innovationsaktivitäten aus.

Im Mittelpunkt der Wissenschaftskooperationen stehen stattdessen andere Kooperationsformen, wie etwa die Betreuung von Diplomanden und Praktikanten oder die Nutzung von Weiterbildungsangeboten. Dabei ist die räumliche Nähe zu den Wissenschaftseinrichtungen den Unternehmen besonders wichtig – sowohl in der subjektiven Bewertung als auch in der tatsächlichen beobachtbaren räumlichen Verteilung der Wissenschaftskontakte. Ihre Zusammenarbeit mit Hochschulen oder Forschungseinrichtungen beurteilen die Unternehmen durchweg als nützlich, und zwar vor allem dann, wenn sie den Innovationsbereich betreffen.

Erhebliche Defizite finden wir im Bereich der Informationspolitik der Wissenschaftseinrichtungen, denn kein anderer Aspekt wurde von den Unternehmen so negativ beurteilt. Offensichtlich bestehen für die Wissenschaftseinrichtungen kaum Anreize, auf die Unternehmen zuzugehen. Regionalökonomisch muss die unzureichende Öffentlichkeitsarbeit der Hochschulen und Forschungsinstitute als äußerst problematisch angesehen werden, da sie den zentralen Ausgangspunkt für jegliche Kooperation darstellt.

Für die regionale Innovationspolitik lassen sich aus den Ergebnissen vier Schlüsse ziehen:

Ein weiterer Ausbau der Kooperationsbeziehungen zwischen Wissenschaft und Wirtschaft ist sinnvoll, da sie einen deutlich positiven Einfluss auf die Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit der beteiligten Unternehmen ausüben. Vor zu großen Erwartungen an die Hochschulen und Forschungseinrichtungen muss jedoch gewarnt werden, denn nur wenige Unternehmen sind gegenwärtig überhaupt in der Lage, das Wissen aus der Wissenschaft in geeigneter Form aufzugreifen und einzusetzen. Vor diesem Hintergrund sollten verstärkt auch solche Maßnahmen gefördert werden, die auf die Verbesserung der absorptiven Kapazität abzielen (insbesondere Erhöhung des Akademikeranteils und Stimulierung unternehmensinterner FuE-Aktivitäten).

Unternehmen profitieren vorrangig vom Wissenstransfer der Hochschulen in ihrer Region. Bei Planungen, einzelne Fachbereiche verstärkt an einem Ort zu konzentrieren, ist daher abzuwägen, dass den positiven Effekten der Konzentration auch negative Effekte durch Verlust an regionalem Wissenstransfer gegenüberstehen.

Eine verbesserte Informationspolitik ist eine zwingende Voraussetzung, um den Umfang der bisherigen Kooperationen zu vergrößern. Dies betrifft zum einen die Wissenschaftseinrichtungen, über deren Leistungsfähigkeit die Unternehmen nur unzureichend informiert sind. Zum anderen müssen auch die Fördermöglichkeiten von FuE-Kooperationen zielgerichteter bekannt gemacht werden, denn nur rund jedes zweite innovierende Unternehmen kennt diese.

Das Potenzial von Unternehmensgründungen aus dem Wissenschaftsbereich sollte besser erschlossen werden.

Insbesondere in Sachsen-Anhalt werden auf diesem Gebiet große ungenutzte Potenziale vermutet, die im Verlauf der weiteren Forschung noch eingehender zu untersuchen sein werden.

Angesichts der Tatsache, dass die Ansiedlungspolitik oft nicht die in sie gesetzten Hoffnungen erfüllen konnte, wird in wissenschaftsnahen Ausgründungen eine wichtige Möglichkeit gesehen, die Zahl der wettbewerbsfähigen (kooperationsfähigen) Unternehmen zu erhöhen.

Indem sich der vorliegende Beitrag auf wichtige Transferprobleme zwischen Wissenschaft und Wirtschaft seitens der Unternehmen konzentriert, muss der Aspekt der Angebotsseite zwangsläufig in den Hintergrund treten. Dennoch müssen auch bei den Wissenschaftseinrichtungen eine Vielzahl von Voraussetzungen erfüllt sein, um die mit der Zusammenarbeit verfolgten Ziele erreichen zu können. Die Untersuchung dieser Voraussetzungen ist daher als Gegenstand der weiteren Forschung anzusehen.

Abbildung 1

Wo hat Ihr Unternehmen den größten Teil seines Umsatzes getätigt (Anzahl der Unternehmen) (N=512)Quelle: IWH-Wissenstransferbefragung 2003; eigene Berechnungen.
Wo hat Ihr Unternehmen den größten Teil seines Umsatzes getätigt (Anzahl der Unternehmen) (N=512)Quelle: IWH-Wissenstransferbefragung 2003; eigene Berechnungen.

Abbildung 2

Hatte Ihr Unternehmen in den vergangenen zwölf Monaten Kontakte zu Hochschulen oder öffentlichen Forschungsinstituten? (N=520)Quelle: IWH-Wissenstransferbefragung 2003; eigene Berechnungen.
Hatte Ihr Unternehmen in den vergangenen zwölf Monaten Kontakte zu Hochschulen oder öffentlichen Forschungsinstituten? (N=520)Quelle: IWH-Wissenstransferbefragung 2003; eigene Berechnungen.

Abbildung 3

War Ihr Unternehmen in den vergangenen 12 Monaten auf den folgenden Kooperationsfeldem mit Hochschulen oder öffentl. Forschungsinstituten aktiv? (N=165, Mehrfachantworten möglich)Quelle: IWH-Wissenstransferbefragung 2003; eigene Berechnungen.
War Ihr Unternehmen in den vergangenen 12 Monaten auf den folgenden Kooperationsfeldem mit Hochschulen oder öffentl. Forschungsinstituten aktiv? (N=165, Mehrfachantworten möglich)Quelle: IWH-Wissenstransferbefragung 2003; eigene Berechnungen.

Abbildung 4

Wie häufig waren für Ihr Unternehmen in den vergangenen 12 Monaten die folgenden Formen der Zusammenarbeit mit Hochschulen oder öffentlichen Forschungsinstituten? (N=163)Quelle: IWH-Wissenstransferbefragung 2003; eigene Berechnungen
Wie häufig waren für Ihr Unternehmen in den vergangenen 12 Monaten die folgenden Formen der Zusammenarbeit mit Hochschulen oder öffentlichen Forschungsinstituten? (N=163)Quelle: IWH-Wissenstransferbefragung 2003; eigene Berechnungen

Abbildung 5

Bitte geben Sie die wichtigsten Kooperationspartner aus dem Bereich der Hochschulen und öffentlichen Forschungsinstitute an (regionale Verteilung) (Anzahl der Nennungen, jeweils maximal 3)Quelle: IWH-Wissenstransferbefragung 2003: eigene Berechnungen
Bitte geben Sie die wichtigsten Kooperationspartner aus dem Bereich der Hochschulen und öffentlichen Forschungsinstitute an (regionale Verteilung) (Anzahl der Nennungen, jeweils maximal 3)Quelle: IWH-Wissenstransferbefragung 2003: eigene Berechnungen

Abbildung 6

Wie beurteilen Sie die Informationspolitik der Hochschulen und öffentlichen Forschungsinstitute in Sachsen-Anhalt, in Bezug auf Informationen, die für Ihr Unternehmen relevant sein können?(Mehrfachnennungen möglich, Auswertung differenziert nach den wichtigsten Kooperationspartnern der Unternehmen)Quelle: IWH-Wissenstransferbefragung 2003; eigene Berechnungen
Wie beurteilen Sie die Informationspolitik der Hochschulen und öffentlichen Forschungsinstitute in Sachsen-Anhalt, in Bezug auf Informationen, die für Ihr Unternehmen relevant sein können?(Mehrfachnennungen möglich, Auswertung differenziert nach den wichtigsten Kooperationspartnern der Unternehmen)Quelle: IWH-Wissenstransferbefragung 2003; eigene Berechnungen

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