1. bookVolume 63 (2005): Issue 5 (September 2005)
Journal Details
License
Format
Journal
eISSN
1869-4179
First Published
30 Jan 1936
Publication timeframe
6 times per year
Languages
German, English
access type Open Access

Carrying capacity — a fuzzy key term at the interface of spatial planning and regional demography

Published Online: 30 Sep 2005
Volume & Issue: Volume 63 (2005) - Issue 5 (September 2005)
Page range: 340 - 350
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Journal
eISSN
1869-4179
First Published
30 Jan 1936
Publication timeframe
6 times per year
Languages
German, English
Abstract

To the extent in which demographic change and selected resulting problems are considered in public, the specialist terms of demography are also losing their isolation. One such term is “carrying capacity”. Problematic are the multiple connotations with which the respective underlying problem is considered, often depending on the respective viewpoint. Like other terms it is moreover used in several disciplines and to top it all in colloquial language.

This contribution understands itself as an attempt to explain carrying capacity from the perspective of regional demography, to establish linkages and also to follow a historical line. Remarkable is the variety of aspects of the term that can hardly be reconstructed but also its change in terms of content when it is occupied by political language following strategic objectives.

Einleitung

Mit Tragfähigkeit benennen Demographie und Bevölkerungsgeographie das Potenzial eines Raumes, das abhängig vom jeweiligen Stand der technologischen Entwicklung und den damit verfügbaren gesellschaftlichen Ressourcen eine bestimmte Einwohnerzahl ermöglicht. Tragfähigkeit bezeichnet also ein Verhältnis, das die Abhängigkeit von verschiedenen Faktoren mit unterschiedlicher Dominanz beschreibt. Der Begriff wird nicht einheitlich verwendet; er drückt den jeweili gen Kenntnisstand des Fachgebiets und unterschiedliche räumliche Bezüge aus, aber auch die verschiedenen Präferenzen einzelner Autoren.

Global wird Bevölkerungsentwicklung oft mit „dem Bevölkerungsproblem“ gleichgesetzt und auf die Imbalance von Größe der Bevölkerung und den Möglichkeiten zur Befriedigung von Grund- und Kulturbedürfnissen reduziert. Historisch hat der formale Zusammenhang von Bevölkerungswachstum und Menge an Nahrungsmitteln das Primat (Khalatbari 1998, S. 6 f.); später erweiterte er sich zur Beziehung von Größe und Wachstum der Bevölkerung und Armut in ausgewählten Teilen der Welt. Komplexere Zusammenhänge wie z. B. soziale und politische Hintergründe von Hunger blendet die Demographie bisher leider häufig aus. Selbst die Anerkennung des Zusammenhangs von Armut in einem Teil der Erde und der Ressourcenverschwendung in einem anderen Teil erfährt bis heute erhebliche Widerstände. Nun scheint auch diese Erkenntnis durch das reale Bevölkerungswachstum, das in vielen Regionen der dominantere Prozess ist, überholt zu werden, denn im globalen Maßstab haben sich die Relationen verändert und lassen sich wie folgt umreißen:

Noch nie gab es auf der Erde gleichzeitig so viele Menschen.

Noch nie wurden so viele Menschen geboren.

Noch nie war zur Geburt die Lebenserwartung so hoch.

Noch nie gab es so viele junge Menschen, und noch nie gab es so viele alte Menschen.

Noch nie war die Existenz der Menschheit durch eigenes Wirken so gefährdet.

Diese Verhältnisse verlangen neue Erklärungen und realisierbare Lösungen für die daraus abgeleiteten oder damit in Zusammenhang stehenden Aufgaben. Das größte Problem ist dabei sicher der Hunger in der Welt, der als generelles Fehlen von Nahrung auftritt, aber auch Ausdruck von Mangelerscheinungen durch einseitige bzw. defizitäre Ernährung sein kann. Zunehmend wird der Mangel an sauberem Trinkwasser wichtig. Zumindest von chronischer Unterernährung betroffen sind etwa 825 Mio. Menschen, also jeder siebte Erdbewohner. Am stärksten leiden zumeist Kinder, von denen - je nach Zählweise - sogar 10 000 bis 35 000 täglich durch Hunger oder an dessen Folgen sterben (United Nations Food and Agriculture Organization 2000).

Von besonderer Bedeutung ist die Verteilung von Hunger, Armut und existentieller Not: Wegen ihrer räumlichen Verbreitung und der engen Beziehung von Bevölkerungswachstum und Ernährung wird auch vom „Malthusianischen Gürtel“ gesprochen (Ruppert 1982). Diese Gebiete sind inhaltlich wie räumlich Gegenstück jener Gebiete, in denen eine stagnierende oder sogar rückläufige Bevölkerung in Wohlstand und Sicherheit lebt. Also ergänzen wir:

Noch nie ging es zeitgleich so vielen Menschen so gut.

Noch nie ging es zeitgleich so vielen Menschen so schlecht!

Die Publizistik kennt diesen Wandel z. B. je nach Autor als „global change“, aber auch als „Wende“.

Die 1982 erschienene englischsprachige Originalausgabe der „Wendezeit“ von F. Capra wurde bereits in den 1970er Jahren geschrieben!

Letztlich geht es um ein schon von Süssmilch (1707-1767) und Malthus (1766-1834) aufgeworfenes Thema, das Mohrig (1976) rational verkürzte und ins Heutige übersetzte: „Wieviel Menschen trägt die Erde?“

Allgemeine Perspektiven auf die Tragfähigkeit

Die herkömmlichste Form des Begriffs Tragfähigkeit ist jenes Potenzial, das eine maximale Bevölkerungsdichte bzw. die Existenz einer nicht exakt bestimmten, maximalen Anzahl von Menschen in einem konkreten Raum ermöglicht. Zuerst wird das Maximum durch die Natur determiniert, zunehmend jedoch von sozialen Faktoren, vor allem Unterschieden in den ökonomischen Grundlagen von Wirtschaftsräumen und deren Verflechtung mit anderen Regionen. Selbst in unmittelbarer Nachbarschaft zu fast unbesiedelten Flächen können solche Verflechtungen enorme Konzentrationen erreichen; Sinnbild dafür sind Oasen in der Wüste. Aus anderem Blickwinkel sind Maxima nur temporär sinnvoll, etwa das Publikum in einem gut gefüllten Stadion. Dabei ist sowohl die räumliche Dimension von Bedeutung als auch die Periode, insbesondere bezüglich der Beständigkeit von Konzentrationsgründen, wie z. B. die Vorräte eines Rohstofflagers.

Die Vielfalt der Perspektiven auf den Begriff kann zu erheblichen Missverständnissen führen, so dass differenziert werden sollte. Die folgende Deklination versteht sich als Versuch eines Einstiegs in eine differenzierte Behandlung des Themas, das oft nur eindimensional aufgefasst wird.

Einige Gebiete der Erde sind Gunsträume der menschlichen Existenz, in anderen erschweren die Eigenschaften des Naturraums das menschliche Leben. Die Überwindung vorrangig natürlicher Grenzen des Siedlungsraums erfolgt zumeist mit technischen Mitteln im sozialen Kontext. Das hat zwei Seiten: Quantitativ wird der Siedlungsraum vergrößert, qualitativ wird besiedeltes Gebiet intensiver genutzt, d. h. die Tragfähigkeit erhöht.

Die Tragfähigkeit wird sowohl durch physisch-geographische (Klima, Vegetation, Bodengüte, Relief) als auch soziale Komponenten bestimmt. Bei Letzteren dominiert das technologische Niveau vor anderen Merkmalen, z. B. der Wirtschaftsstruktur, dem individuellen Sozialverhalten im jeweiligen sozialen System, der Bevölkerungsstruktur und nicht zuletzt der Siedlungsweise, welche bezüglich der Bevölkerungsverteilung auch unter Beachtung der zeitlichen Entwicklung als eher abgeleitet zu betrachten sind (Bähr 2004, S. 229 ff.). Die Komplexität der Tragfähigkeit widerspiegelt also die Relativität der Beziehung zwischen den natürlichen Lebensgrundlagen, der sozialökonomischen Entwicklung und kulturellen Ansprüchen des Menschen im Rahmen seiner Geschichte.

Die Überschreitung der Tragfähigkeit führt zur Überbevölkerung. Je nach Dominanz der die Tragfähigkeit einschränkenden Faktoren ist von einer agraren, ökonomischen bzw. ökologischen Tragfähigkeit zu sprechen, analog von der jeweiligen Überbevölkerung. Eine Auflistung der verschiedenen und im Weiteren noch näher ausgeführten Ausprägungen des Tragfähigkeitsbegriffs findet sich in Übersicht 1.

„Formen“* oder auch „Dimensionen“* der Tragfähigkeit

Die Begriffsbestimmung ist nicht abgeschlossen, wir hier daher offen gehalten.

Im engeren Sinne wird der Begriff der Tragfähigkeit weitgehend mit der agraren Tragfähigkeit gleichgesetzt. Sie beschreibt den „Nahrungsmittelspielraum“ (Mombert 1929) und damit genau diejenige Tragfähigkeit, von welcher schon Süssmilch (1741) und später Malthus (1798) ausgingen (Elsner 1999). Agrare Tragfähigkeit im engeren Sinne drückt die jeweils aktuelle Relation von Nahrungsmittelproduktion und minimalem Nahrungsmittelbedarf aus, im weiteren Sinne die Mensch-Ressourcen-Relation (Leib/Mertins 1983, S. 206).

Eine wachsende Bevölkerung erhöht den Nahrungsmittelbedarf und verlangt nach erweiterter Nahrungsmittelproduktion. Noch bis in die 1920er Jahre hinein dominierte diesbezüglich ein mechanistisches und deterministisches Denken und blieben die Anwendung moderner Technologien der Agrarwirtschaft und soziale Faktoren untergeordnet. Selbst für Penck (1924) war der Nahrungsmittelbedarf noch das Hauptproblem der physischen Anthropogeographie; der Höchstertrag einer angenommenen maximalen agraren Bodenausbeutung war für ihn primär durch physisch-geographische Bedingungen (Fläche, Klima, Boden usw.) beschränkt. Damit ist die durch ihn berechnete maximale Bevölkerungszahl der Erde als agrare Tragfähigkeit zu verstehen (s. Übersicht 2 unten).

Historische Berechnungen der Tragfähigkeit

Autor

berechnete maximale Weltbevölkerungszahl

A. von Leenwenhoe (1679)

13,385 Milliarden

1. R Süssmilch (vor 1797)

13,932 Milliarden

E. G. Ravenstein (1891)

5,995 Milliarden

von Fircks (1898)

über 9 Milliarden

Ballod (1912)

22,4 Milliarden (nach damaliger japanischer Lebenshaltung)

Pcnck (1924)

7,7 Milliarden (potentiell: differenzierte Bewertung des Klimas): 15,4 Milliarden „denkbar möglich“ durch verdoppeltes Potential

Fischer (1925)

6,2 Milliarden (nach einem Bodenkoeffizienten kleiner Flächen)

Hollstein (1937)

12,1 Milliarden (bonitiert nach Landwirtschaft und Boden sowie unter Festlegung eines normierten pro-Kopf-Bedarfs)

lantzen (1940)

8 bis 10 Milliarden

Meadows (1972)

8,2 Milliarden (entspricht dem ökologische Optimum)

Müller-Wille (1978)

15,1 Milliarden (temporäres Maximum um 2100); 12,8 Milliarden (Rückgang bis 2150 durch Geburtenkontrolle

Mit einsetzender Geburtenkontrolle wird die maximal mögliche Bevölkerung zunehmend sozial bedingt und bleibt hinter der Tragfähigkeit zurück. Die Erschöpfung von Ressourcen könnte allerdings die Tragfähigkeit so stark absenken, dass das demographisch mögliche Bevölkerungsmaximum unterschritten wird.

)

Quelle: zusammengestellt nach Ruppert 1982, S. 33,34; Bähr 2004, S. 229 ff.; Elsner 1999, S. 98; Jantzen 1940, S. 115; Müller-Wille 1978

Jenseits der Tragfähigkeit

Ist der Bedarf der Bevölkerung größer als Nahrungsmittel verfügbar sind, so ist Hunger die Folge. Formal sind die generell an Hunger oder seinen Folgen leidenden Menschen als agrare Überbevölkerung zu bezeichnen. Hunger ist nach verschiedenen Ursachen zu unterscheiden, denn nicht jeder Hunger und folglich nicht jede diesbezügliche Überbevölkerung resultiert aus dem Mangel an landwirtschaftlichen Produkten. Betroffen sind heute etwa eine halbe Milliarde Kinder, die chronisch unterernährt sind. Deren Hunger ist kaum kurzfristig zu beseitigen. Trotz weiterer agrarer und industrieller Fortschritte werden im Jahr 2015 wohl noch immer 580 Mio. Menschen an Hunger leiden (United Nations Food and Agriculture Organization 2000).

Heute ist Tragfähigkeit nirgendwo mehr auf agrarwirtschaftliche und physisch-geographische Bedingungen, Produktionsmethoden und Produktivität beschränkt. Auch in reichen Gesellschaften hungern Menschen und sterben sogar daran. Also können auch rein soziale Bedingungen die Tragfähigkeit bestimmen. Dieser Umstand soll soziale Tragfähigkeit genannt werden. Sie reflektiert Verteilungsmechanismen einer Gesellschaft und kennzeichnet die Teilhabe Einzelner am gesellschaftlichen Reichtum, umfasst aber auch kulturelle Momente wie z. B. Ernährungsgewohnheiten.

Wenn die agrare Tragfähigkeit von der Produktion und der Verteilung der Produkte abhängt, ist sie als eine Form der sozialen Tragfähigkeit zu verstehen. Im engeren Sinne umschreibt sie jene Bevölkerung, die „ernährt“ werden kann, ohne dass die Gesellschaft soziale Verwerfungen erleidet.

„Sozial“ ist nicht gleich „sozial gerecht“ - das wird unter political correctness („sozial verträglich“) sowie in der „linken“ Literatur, insbesondere im Sinne einer politischen Programmatik, oft verwechselt.

Das geht nicht nur weit über die Ernährung hinaus, sondern orientiert sich an durchschnittlich üblichen Aufwendungen jenseits der Grundbedürfnisse.

Das Maß dafür wird in der aktuelleren politischen Praxis mit der Tragfähigkeit sozialer Netze bzw. der „Größen ihrer Maschen“ hinterfragt, wohl eine der größten Herausforderungen humanistischer Politik.

Interessant sind diesbezüglich die Aussagen der Kulturlandschaftsforschung. Müller-Wille (1952) bezog sich auf Wagner (1923) und Penck (1924), als er die hohe Bevölkerungsdichte in Westfalen im Vergleich mit seinen Nachbarn bewertete: Er kennzeichnete die Region als „gut bewohnt“ bzw. „reich besiedelt“. Der primär agrarwirtschaftliche Tragfähigkeitsansatz bezieht sich also auf soziale Momente, welche Kultur und Lebensweise der Menschen einer Landschaft widerspiegeln. Ihre Güte und ihr Reichtum werden als die Qualität verstanden, einer bestimmten Anzahl von Menschen als Lebensraum zu dienen: Je „reicher“ eine Region, desto mehr Menschen kann sie „ernähren“.

Rein formal spielt in den industrialisierten Regionen der Erde Tragfähigkeit im Sinne von Existenzsicherung der Bevölkerung keine entscheidende Rolle mehr, sondern eher im Sinne von „erträglich“. Verdichtungen städtischer Kernräume mit Umweltproblemen, mentalen Belastungen durch hohe Verkehrsdichten, Unterschreitung der persönlichen Distanzmaße im täglichen Sozialkontakt, z.B. in öffentlichen Verkehrsmitteln, Stress durch Lärm, Deprivation durch hohe Wohndichten u. a. m. werden oft als unerträglich empfunden. Die Psychologie untersucht das „Crowding-Syndrom“ sogar als Krankheitsbild (Schultz-Gambard 1985). Der „Gedrängefaktor“ drückt das Empfinden räumlicher Enge aus

Individuelle Ansprüche überlagern sich mit den Möglichkeiten auszuweichen. Typisch ist die Segregation der vermögenderen Bevölkerung aus den Zentren ins Umland, aber auch das Abtauchen Deklassierter in ein Umfeld, in dem gleiche Armut in der Nachbarschaftweniger bedrückend empfunden wird, wie die Nähe „inkompatibler“ Gruppen. Crowdingkennzeichnet also in Abhängigkeit von der psychologischen Robustheit weniger die Verletzung realer Distanzen als die Unterschreitung einer als unangenehm empfundenen Nähe.

, was mit psychologischer Tragfähigkeit kaum treffender bezeichnet werden kann (Ruppert 1990, S. 4-8).

Tragfähigkeit und Relative Ilberbevolkerung

Überbevolkerung beschrieb man schon in der klassischen politischen Ökonomie. Der Begriffwurde aber mit der ökonomischen Tragfähigkeitnicht auf demographische Fragen angewandt, sondern auf die arithmetische Differenz von Erwerbspersonen und Arbeitsplätzen. Sie wurde insbesondere von Karl Marx als „relative“ Überbevolkerung bezeichnet (MEW 1964, Bd 25, S. 246 f.), wobei es eine doppelte Relativität gibt: Erstens stehen die durch Rationalisierung von der Produktion ausgeschlossenen Arbeitskräfte stets im Verhältnis zur insgesamt notwendigen Arbeit, was Arbeitslosigkeit und Produktivitat zueinander relativiert. Zweitens sind die „überschussigen‟ Arbeitskräfte für den Markt nicht „überflüssig“, sondern als Konsumenten sogar notwendig.

Das entspricht einem Standpunkt, von dem aus die Bevölkerung als Hauptproduktivkraft und Hauptkonsumptionskraft der Gesellschaft eine Einheit bildet. Diese Bevölkerung ist aber keine demographische, sondern eine sozialökonomische Kategorie. Der häufige Vorwurf an Marx, er hätte sich hinsichtlich eines „allgemeinen Populationsgesetzes der Menschheit“ geirrt, weil seine Aussagen nicht kompatibel zur Populationsdynamik der Demographie sind, ist somit gegenstandslos - er zielte auf eine Kategorie in einem anderen System ab. Zwar sind die Begriffe dieselben, sie haben aber unterschiedliche Inhalte. Wenn Bevölkerung ausschließlich als sozialökonomisches System in dessen historischer Entwicklung analysiert wird, tritt sie ausschließlich als sozialökonomische Kategorie auf (Pankratjeva 1974).

Wird heute aus demographischer Sicht von „relativer Überbevölkerung“ gesprochen, dann ebenfalls im Sinne einer ökonomischen, richtiger: einer ökonomisch-technologischen Tragfähigkeit. Dabei geht es um Defizite bei der Ausschöpfung von Ressourcen, wobei es egal ist, ob die Ursachen in fehlendem Know-how, Kapital-Defiziten oder politisch-ökonomischen und sozio-kulturellen Rahmenbedingungen liegen (Leib/Mertins 1983).

Eine ähnliche Perspektive auf die ökonomische Tragfähigkeit hatte Meadows (1972, S. 83), u. a. mit seiner Rückkopplung von Kapital, Landwirtschaft und Umweltlast auf die Bevölkerungsentwicklung am Beispiel der Vernetzung demographischer Prozesse mit ökologischen, ökonomischen und sozialen Momenten. Dieser Ansatz führt im Unterschied zur „einfachen“ agraren Tragfähigkeit zur ökologischen Tragfähigkeit. Diese beschreibt das Verhältnis von aktuellem Gebrauch und zukünftig notwendiger Menge und Qualität der Ressourcen in Abhängigkeit vom Wachstum der Bevölkerung, was weit über die agrare Produktion im engeren Sinne hinaus führt. Gerade in den Industriestaaten beruht die Effektivität der Agrarwirtschaft auf einem enormen Verbrauch an fossilen Ressourcen und auf dem Einsatz synthetischer Dünge-, Pflanzenschutz- und Schädlingsbekämpfungsmittel in einem Maße, das weit über dem ökologischen Optimum des Bodens liegt.

Nach der United Nations Food and Agriculture Organization (2000) wird die globale Nahrungsmittelproduktion zumindest bis 2030 schneller als die Weltbevölkerung wachsen. Es gibt aber räumliche Unterschiede und einen zunehmenden Druck auf die Umwelt. Ein Hauptproblem ist dabei die zunehmende Desertifikation in vielen Teilen der Erde.

Es ist letztlich der Mensch, der die Regenerationskraft der Natur durch Überbeanspruchung einschränkt. Domrös (1992) beschrieb diese neue Relation von Bevölkerungsentwicklung und Ökologie am Beispiel der Entwicklungsländer, indem er die „demographische Explosion“ der „ökologischen Implosion“ gegenüberstellte.

Tragfähigkeit im raum-zeitlichen Kontext

Es gibt keine absolute agrare, soziale usw. Tragfähigkeit - oder keine Tragfähigkeit an sich. Die Annahme konstanter Kapazitätsgrenzen ist lediglich für sehr abstrakte Modelle tauglich, wie sie zum Beispiel in der Biologie benutzt werden, wenn Wachstum durch die Begrenztheit konkreter Ressourcen limitiert wird. In der Realität ist eher eine gewisse Variabilität der Kapazitäten anzunehmen. Die Vergrößerung der Tragfähigkeit folgt insbesondere dem technischen und technologischen Fortschritt, der Verringerung vor allem der Zerstörung oder dem irreversiblen Verbrauch von Ressourcen. Daraus leiten sich jene dynamischen Modelle

Zum Beispiel bei Meadows 1972, S. 78

ab, die in moderne Bevölkerungsprognosen einfließen.

Die biologische Populationsdynamik stellt langfristige Entwicklungen zumeist als logistische Kurven dar. Es ist letztlich aber ein reduktionistischer Ansatz, der sozialhistorische Hintergründe und Migration ausspart.

Zwischen den einzelnen Formen der Tragfähigkeit gibt es vielfältige Wechselbeziehungen. Sie sind auch in ein raumzeitliches Bedingungsgefüge eingebunden, das zu einer weiteren Relativierung der Tragfähigkeit zwingt.

Die räumliche Seite dieses Konstrukts tritt zweifach in Erscheinung: Erstens wird sie durch die regionale Tragfähigkeit bestimmt, womit hier die gebietlichen Unterschiede in der Lebensqualität und deren Wahrnehmung bzw. Akzeptanz durch die Menschen bezeichnet werden

Letzteres kann dabei sogar maßgeblich sein, denn sonst wäre kaum verständlich, dass viele Menschen bei Notlagen sogar in solche Regionen abwandern, in denen kaum echte Verbesserungen der Lebenslage zu erwarten sind, wie zum Beispiel in den Slums der Metropolen vieler Entwicklungsländer.

, und zweitens durch den Grad der Isolation des jeweiligen Gebiets. So erleidet trotz verbesserter Ernährung der Weltbevölkerung Afrika eine erhebliche Verschlechterung der Versorgung, denn die Nahrungsmittelproduktion bleibt dort schon seit Jahrzehnten hinter dem Bevölkerungszuwachs zurück (Brameier 1996).

Von 1979/81 bis 1994 hatte Afrika ein Bevölkerungswachstum von 49 %, wogegen in der gleichen Zeit die Nahrungsmittelproduktion nur um 41 % zunahm.

Die zeitliche Seite folgt dem historischen Entwicklungsniveau der Produktionsfaktoren bzw. der Produktivkräfte, der Arbeitsproduktivität und der Technik. So verändert sich z. B. die agrare Tragfähigkeit einer Anbaufläche in Abhängigkeit vom technologischen Fortschritt, und so verändern sich auch überregionale Wanderungsziele mit der regionalen Lebensqualität. Schließlich ist die regionale Tragfähigkeit auch vom Warenaustausch abhängig, mit welchem organisiert wird, dass in vielen Ländern der Erde viel mehr Menschen ohne Not leben können, als es gemäß der agraren Tragfähigkeit überhaupt möglich wäre, bzw. dass aus einigen Regionen agrare Überschüsse in diesbezüglich übervölkerte Gebiete verbracht werden. Borcherdt und Mahnke (1973) fassten diese Relation als innenbedingte und außenbedingte Tragfähigkeit auf.

Diese Zusammenhänge lassen sich auch historisch klassifizieren, so dass auch von einer historischen Tragfähigkeit gesprochen werden kann. Aus sozialhistorischer Sicht erhalten Gesetzmäßigkeiten der Bevölkerungsentwicklung den Charakter historischer Bevölkerungsgesetze, die nach historischen Wirtschaftssystemen und in ihrer Verbindung und Wechselbeziehung mit dem jeweils gegebenen System gesondert zu untersuchen sind (Lenin 1961).

Mackenroth (1953, S. 414 f.) kennzeichnet diese Relation als „historisch-soziologische Bevölkerungsweise“, in der sich der Bevölkerungsvorgang und das generative Verhalten vollziehen. Überhaupt ist für ihn die „Bevölkerungsweise“ ein zentraler Begriff, der analog zur „Wirtschaftsweise“ steht, ähnlich dem „historischen Typ der Bevölkerungsreproduktion“, der nach Visnevskij (1981) nur durch eine demographische Revolution abgelöst werden kann. Eine solche Revolution sei der weltweite Übergang zur individuell bewussten Beschränkung der Geburtenzahl, ein zuvor niemals praktiziertes „Zeugungsverhalten der Massen“, womit der „Übergang zu einem neuen historischen Typ der Geburtlichkeit“ erfolge. Mit Bezug auf ein Wirtschaftssystem oder die in einer Region vorherrschende Lebensqualität kann hinsichtlich der jeweiligen Gesellschaft auch vom „Typ der demographischen Bevölkerungsreproduktion“ gesprochen werden (Büttner 1981).

In diesem Sinne sind auch die verschiedenen Versuche der mehr oder weniger bewussten Einflussnahme der Gesellschaft auf die Populationsdynamik des Menschen zu verstehen. Alle staatlichen Regulationen der Anzahl der Menschen eines Standorts oder einer Region sowie der Reproduktionstätigkeit werden als Bevölkerungspolitik bezeichnet. Sie widerspiegeln den jeweiligen Reproduktionstyp einer Gesellschaft und reglementieren auch das Wanderungsverhalten.

Negative Beispiele überwiegen: Rassengesetz, Mutterkreuz, § 218, Zuzugssperren und Mauern. Oft spielt die reale Tragfähigkeit lediglich in den politischen Argumenten eine Rolle. Bevölkerungspolitik ist letztlich nur der Versuch, die demographische Entwicklung an die Bedürfnisse der Politik anzupassen!

Das führt allerdings über die Demographie hinaus. Der Zusammenhang von Bevölkerung und Raum wird vorrangig von der Bevölkerungsgeographie bearbeitet. Oft dominiert dabei die Migration sogar, denn für rasche kleinräumige Veränderungen der Bevölkerung sind Wanderungen zumeist wichtiger als Geburten und Sterbefälle. Aus räumlichen Unterschieden leitet Bähr (2004, S. 233-234) Kategorien der Tragfähigkeit ab, innerhalb derer unterschiedliche Ausprägungen bzw. verschiedene Aspekte das Maß der Tragfähigkeit bestimmen können. Er unterscheidet die effektive und die potenzielle Tragfähigkeit, wie Borcherdt und Mahnke die innenbedingte und die außenbedingte Tragfähigkeit, die agrare, die naturbedingte und die gesamtwirtschaftliche Tragfähigkeit sowie die maximale und die optimale Tragfähigkeit.

Die Krux mit der Nachhaltigkeit

Wird die Umwelt explizit im ökologischen Sinne als „spezifischer natürlicher Lebensraum“

Nicht zu verwechseln mit dem „Lebensraum“ in der Terminologie faschistischer Geopolitik!

verstanden wie bei Haggett (1991, S. 189), so scheint dieser Ansatz dominant auf die ökologische Tragfähigkeit ausgerichtet zu sein. Es ist in dieser Form ein auf die natürlichen Verhältnisse fixiertes Konzept, das die Handlungen des Menschen im ökologischen Gefüge zumindest teilweise ausblendet. Es ist einerseits auf den Augenblick bezogen und geht andererseits von einer Polarisierung von Mensch und Umwelt aus. Darin kommt eine anthropozentrische, nur auf den Nutzen und Verbrauch natürlicher Ressourcen orientierte, geringe Tiefe des ökologischen Denkens zum Ausdruck.

Wird das Konzept hingegen ganzheitlich als „tiefe Ökologie“ verstanden, nähern wir uns dem Ansatz der langfristig tragfähigen Entwicklung im Sinne von „sustainable development“, der den Menschen mit seiner Bedeutung für den Naturhaushalt im umfassenden Sinne einbezieht. Daraus lässt sich ein komplexerer Tragfähigkeitsbegriff ableiten, der in den letzten Jahrzehnten als Sustainability (langfristige Tragfähigkeit) zum Schlüsselbegriff der Ökologiebewegung wurde und mit „Nachhaltigkeit“ nicht nur verkürzt übersetzt, sondern auch verfremdet und politisch instrumentalisiert wird. „Sustainability“ im Sinne von langfristige Tragfähigkeit ist kein Rahmen, sondern ein Attribut der Gesellschaft. Nach Lester Brown

Gründer des Worldwatch Instituts

ist eine Gesellschaft nur dann „langfristig tragfähig, wenn sie ihre Bedürfnisse befriedigen kann, ohne die Chancen künftiger Generationen zu gefährden“ (Capra 1996, S. XI). Darum hebt sich Sustainability von anderen Formen der Tragfähigkeit als eine völlig eigenständige Kategorie ab.

Um Missverständnisse zu vermeiden: Sustainability als langfristige Tragfähigkeit hat viel mit Nachhaltigkeit zu tun, ist damit aber nicht identisch. Nachhaltigkeit war zunächst ein betriebswirtschaftliches Konzept der Forstwirtschaft, ohne Gesellschaftsanalyse und -kritik und ohne ökologische Ambition. Sie war auf langfristige, quantitative Nutzeffekte ausgerichtet, auf Versteti- gung ökonomischer Gewinne. Sustainability hingegen schließt Ökologie und die Qualität des Lebens bzw. die Lebensweise mit ein und hinterfragt zudem auch die Sinnhaftigkeit menschlicher Bedürfnisse. Langfristige Tragfähigkeit beschreibt also nicht nur die äußeren Potenziale für die Bevölkerungsentwicklung, insbesondere die Naturressourcen, sondern ist zugleich auf die mehr oder weniger bewusste Beschränkung der Ansprüche einer Gesellschaft gerichtet. Sie ist damit eine konsequente Aufforderung zu einem maßvollen Umgang mit den Ressourcen.

Ausgewählte Querverbindungen

Im Alltag gehen die Formen der Tragfähigkeit ineinander über bzw. lassen sich nicht scharf abgrenzen. Das gilt z. B. für psychologische Momente im sozialen Kontext. Dabei geht es weniger um natürliche Ressourcen, technische Kapazitäten oder soziale Potenziale, sondern um die sozialpsychologische Toleranz, die Fähigkeit, bestimmte Lasten als „erträglich“ (!) akzeptieren zu können.

Die Grenzen dieser Tragfähigkeit sind äußerst flexibel, denn sie sind sozial und psychologisch variabel. Eine darüber definierte „Überbevölkerung“ darf mit den oben diskutierten Formen nicht verwechselt werden, obgleich einige Mechanismen, mit denen diesbezüglich in der politischen Praxis hantiert wird, manchmal kaum Unterschiede erkennen lassen. Das betrifft vor allem einige Positionen der Industriestaaten seit Ende des Kalten Krieges, in denen sich im Globalisierungsprozess ein fundamentaler Neo-Malthusianismus abzuleiten scheint (Findlay 1995). Hollifield (2000) umschreibt diesen mit der „wieder auflebenden Betonung der den Ressourcen inhärenten Beschränkung“. Dabei bezieht er sich insbesondere auf (die) Land(-fläche), aber auch auf Kapital, weitere natürliche Ressourcen und Jobs - alles zusammen Kernthemen der Raumordnung. Der Gedanke schließt die Spekulation ein, dass es in der Marktwirtschaft nur soviel Arbeit gibt, wie der jeweilige Arbeitsmarkt benötigt, womit er sich bis auf die Zuwanderungsdebatte ausdehnt, aber auch Ängste vor einer Überbevölkerung berücksichtigt, die v.a. durch Umweltbelastung, Verknappungen der Sozialleistungen, Wohnungen usw. schwerwiegende Auswirkungen auf die Lebensqualität der betreffenden Staaten haben werden.

Darin spiegelt sich auch die Furcht westlicher Gesellschaften vor Massenimmigrationen aus Entwicklungsländern wider (Münz/Seifert 1999, S. 96). Folge der vermeintlich ethnischen und kulturellen „Überfremdung“ wären steigende Kriminalität, neue Formen der Konkurrenz um Arbeit und Wohnraum etc., also letztlich eine verminderte Lebensqualität für weite Teile der Bevölkerung.

Diese Ängste umreißen ein ganz spezifisches Potenzial einer Gesellschaft, das hier als sozialpsychologische Tragfähigkeit bezeichnet werden soll. Sie wird weniger durch ein rationales als eher durch ein mentales Verhältnis der Menschen zueinander bestimmt. Ihre Grenzen können bei der heutigen globalen Migration sehr schnell erreicht werden, wenn verschiedene soziale Gruppen zugleich durch Unterschiede in der Bildung (Weiss 2000, S. 174 ff.) und ihren verinnerlichten Rechtsauffassungen gekennzeichnet sind sowie auf einem differenzierten sozio-ökonomischen Status aufbauen (Kliot 1995).

Das Niveau ist entscheidend

Tragfähigkeit ist begrifflich untrennbar verknüpft mit dem Bevölkerungsoptimum und -maximum, wobei das Maximum in der Regel synonym für die Grenze der Tragfähigkeit steht, das Optimum aber wesentlich tiefer angesetzt wird. Beides wird in der Literatur trotz vieler namhafter Versuche zumeist nicht eindeutig definiert. Denn einerseits hängt die berechnete maximal mögliche Einwohnerzahl eines konkreten Gebiets bzw. der Erde insgesamt letztlich vom jeweils definierten Existenzminimum ab, ist also eine relativierende, reduktionistische Grenzwertbetrachtung. Andererseits ist die Bestimmung des Optimums auch Ausdruck von weltanschaulichen und moralischen Positionen des jeweiligen Betrachters, der seine oder die von ihm akzeptierten Wertmaßstäbe zur Lebensweise (z. B. Lebensstandard) und auch die von ihm angenommenen mittleren individuellen Ansprüche in die Kalkulation mit einbringt. Ein solches Optimum ist eher ein Begriff der Sozialökologie. In der Wissenschaftsgeschichte gab es unterschiedliche Versuche, ein Maximum der Weltbevölkerung zu bestimmen, wie Übersicht 2 zeigt.

Bei erschöpfter Tragfähigkeit erleiden Menschen in jedem Falle Not. Für die Betroffenen mag es unerheblich sein, nach welcher Form der Tragfähigkeit ihre Existenz beeinträchtigt oder gefährdet ist. Die Wissenschaft jedoch benötigt diese Differenzierung für die Bewältigung von Problemlagen, um die richtigen Konzepte zu erarbeiten, denn selbst bei extremer Bescheidenheit, egal ob erzwungen oder bewusst aus Überzeugung, kann die Bevölkerung die Tragfähigkeit eines Raums langfristig nicht überschreiten.

Das gilt sowohl für die globale Bevölkerungsentwicklung als auch für die einzelner Regionen. Ob es z. B. bis 2050 auf der Erde vielleicht doch knapp 14 Milliarden Menschen werden, Wie Süßmilch schon vor über 200 Jahren errechnete, oder ob der ökologische Kollaps weiter Teile der Erde ein Massensterben auslösen wird, wie Meadows in den Worst-Case-Szenarien berechnet hat, wird jedenfalls nicht nur von der Natur abhängen, sondern auch vom mittleren Verbrauch nicht regenerativer Naturgüter gemäß der individuellen Ansprüche.

Diese lassen sich normieren: Ehlers (1984, S. 181 f.) schätzte den Energieverbrauch verschiedener Kulturen und Wirtschaftsstufen und bewertete die agrare Tragfähigkeit mit der gesamtwirtschaftlichen Tragfähigkeit. Der moderne Mensch verbraucht danach 115 mal mehr Energie als der Urmensch, benötigt aber nur fünf mal mehr für seine Ernährung; der „Rest“ entfällt auf Dienstleistungen, Industrie, Verkehr und anderes.

Damit geht er über die klassischen Ansätze hinaus, die den Bedarf des Menschen zumeist auf die Nahrung reduzierten. So ging z.B. Hollstein (1937) bei seiner „Bonitierung der Erde“ von einem „Normalbedarf“ aus. Müller-Wille entwickelte daraus den Normalverbrauch mit 2 500 Kalorien pro Personentag und verknüpfte das Bevölkerungswachstum mit der Zeitachse, so dass er für unterschiedliche Ansätze ermitteln konnte, wann die Maximalbevölkerung erreicht wird.

Zugleich schloss Hollstein in seine Berechnungen noch ein anderes Moment mit ein, das bis Ende der 1960er Jahre in fast allen Überlegungen fehlte: Bis zu jener Zeit dominierte die natürliche Seite der Populationsdynamik des Menschen - Wachstum und Vermehrung fanden in dem Maße statt, in dem der Mensch zunehmend die Natur beherrschte. In der modernen demographischen Revolution setzt sich räumlich und zeitlich differenziert die kulturelle Seite der Populationsdynamik des Menschen durch - das Wachstum verringert sich in dem Maße, in dem der Mensch die Natur seiner Vermehrung beherrscht (Weiß 2005). Müller-Wille (1978, S. 49) nahm das als „Geburtenkontrolle“ mit ins Kalkül, worauf nach einem temporären Maximum die Abnahme der Globalbevölkerung annimmt. Er beschreibt diesen Prozess als Resultat eines aufklärerischen Ideals der Bevölkerungspolitik und der Verbreitung der Emanzipationsideologie.

Vergreisung und demographische Schrumpfung fast aller Staaten Europas dürften aus dieser Sicht durchaus als Wegbereiter der Prävention einer globalen malthusianistischen Situation gewertet werden. Vielleicht sind sie sogar ein wichtiger Beitrag zur Erhöhung der globalen Verteilungsgerechtigkeit.

Fragwürdige Tragfähigkeitskonzepte hier und heute

Die aktuelle Politik in Deutschland verwendet den Tragfähigkeitsbegriff mehrfach. Er wurde sogar regelrecht populär durch seine Funktion in der „Agenda 2010“. Um die Tragfähigkeit sozialer Netze funktionstüchtig und den Sozialstaat zu erhalten, erfolgten gute demographische Analysen mit korrektem Befund. Die Ablëitungen sind aber lediglich die Umkehrung von Malthus.

Zur Vertiefung siehe auch: Weiß 2004

Nur einzelne Parameter wurden ausgetauscht: das geometrische Anwachsen der Bevölkerungszahl (Malthus) durch die logistische Zunahme der Altersrentner; die lineare Zunahme der Nahrungsmenge (Malthus) durch die Verringerung der Lebensarbeitszeit in Relation zur Lebenserwartung. Zudem wird die Spaltung der Gesellschaft in Kapital und Arbeit durch die Spaltung in Eltern und zeitlebens Kinderlose ersetzt, fast wie eine neue Klassenstruktur analog zur Ideologie des Klassenkampfes.

Die generalisierenden sozialen Systeme versagen aber nicht wegen der demographischen Entwicklung oder weil die Gesellschaft ihre Tragfähigkeit verliert - genauer: jenen Reichtum, der für einen angemessenen Lebensabend der künftigen Alten nötig ist. Die demographische Entwicklung resultiert vielmehr aus der Kinder- und v. a. Elternfeindlichkeit der Gesellschaft, in der mittlerweile die zweite Generation die Unterschreitung der einfachen Reproduktion

In der BRD wird die Ersatzreproduktion seit 1970 fast permanent um 1/3 unterschritten. In der DDR gab es zeitweilig nur dämpfende Effekte durch biographisch frühere Erstgeburten bei höherer Geburtsbeteiligung.Gemeint sind jene Betriebe, die wirtschaftlich vollständig lokal oder maximal auf die betreffende Region ausgerichtet und nicht in den globalen Wettbewerb eingebunden sind.

um etwa ein Drittel praktiziert. Die Auflösung der Solidargemeinschaft mit systematischer Individualisierung der Altersvorsorge ist weder Resultat noch Folge neuer demographischer Verhältnisse, sondern Ausdruck der Inkompatibilität der heutigen Versorgungssysteme mit der Vielfalt der individuellen Biographien sowie der fehlenden Einbeziehung des Ertrags der rasant steigenden Arbeitproduktivität.

Der Demographie fehlen dafür bislang oft noch die richtigen Worte - und die Politik reagiert mit Verfremdung der Begriffe. Denn obgleich derselbe Kapitalstock jetzt weniger Kinder zu versorgen hat, sich die Kapazität für Kinder also vergrößert, sprechen Politik und Verwaltung von „fehlender Tragfähigkeit“ - z.B. für Schulen, weil zu wenig Kinder da sind! Damit bekommt der Begriff Tragfähigkeit einen völlig neuen Inhalt und wird durch die Anzahl der Menschen definiert, die mit öffentlichen Leistungen zu versorgen sind. Vorgeblich begründet wird das mit dem Gebot des sparsamen Umgangs mit öffentlichen Finanzen. Wohlbemerkt geht es in diesem Falle nicht um die Tragfähigkeit als existentieller Rahmen für Menschen, aber es wird derselbe Begriff benutzt, wodurch die Argumente den Anstrich einer naturgesetzlichen Legitimation erhalten. Die innere Logik dieses Ansatzes steht auf dem Kopf, folgt der totalen Übertragung betriebswirtschaftlichen Kalküls auf öffentliche Haushalte und reflektiert die Gefangenheit im Wachstumsdenken.

Letzteres ist angesichts der bald allgemeinen demographischen Schrumpfung auch für die Privatwirtschaft relevant. Die „Unterschreitung der Tragfähigkeit regionaler Gewerbe“

Gemeint sind jene Betriebe, die wirtschaftlich vollständig lokal oder maximal auf die betreffende Region ausgerichtet und nicht in den globalen Wettbewerb eingebunden sind.

ist vor allem in ländlichen Räumen nicht nur eine Umschreibung für fehlenden Gewinn. Diese unterschrittene Tragfähigkeit definiert sich aus einer minimalen Kundschaft mit einer ebenso minimalen Kaufkraft in Regionen, in denen sich aufgrund struktureller Gegebenheiten nicht einmal eine Konkurrenz etablieren kann. Damit ist eine der wichtigsten Voraussetzungen für die Funktionstüchtigkeit von Marktwirtschaft, der Wettbewerb, allein schon durch objektive Gründe nicht gegeben. In Deutschland finden wir solche Strukturen deutlich ausgeprägt in Ost- elbien und in der Altmark, wo die Bevölkerungsdichte großflächig vielfach unter 50 Einwohner/km2 und die individuelle Kaufkraft in fast 50 % aller Gemeinden bis zu 50 % unter dem Mittelwert der BRD liegt. Aus Sicht der Regional-Demographie werden diese Gebiete als „ländlichste“ Räume angesprochen (Weiß 2002). Hier kumulieren bereits heute demographische Schrumpfung und Superlative Ländlichkeit zu minimierenden Faktoren der Lebensqualität.

Das hat aber nichts mit Tragfähigkeit im Sinne einer Existenzgrenze zu tun, denn ein solcher Tragfähigkeitsbegriff der Infrastruktur meint eigentlich „Auslastung“. Er ist bereits etabliert, findet sich z.B. in Umkehrung des ursprünglichen Tragfähigkeitsansatzes der Raumordnung, der obere Belastungsgrenzen in Verdichtungsräumen zu bestimmen suchte, in der modernen Regionalplanung, zum Beispiel im Landesentwicklungsplan Sachsen 2003.

Entwurf für die Beteiligung gern. § 6 Abs. 2 SächsLPIG; Drucksache 3/7887 des Sächsischen Landtages

Dabei geht es im Kern um die Ausweitung ländlicher Räume per Definition, um den Rückzug des Staates aus der Verantwortung für die Lebensbedingungen in jenen Gebieten zu begründen. Der Öffentlichkeit wird diese Ankündigung des Abbaus von Sozialleistungen mit: „Das trägt sich nicht!“ übersetzt.

Auf diesen Tragfähigkeitsgedanken wird auch Bezug genommen, wenn in den laufenden Funktional- und Verwaltungs- bzw. Strukturreformen mehrerer Bundesländer von der „Veranstaltungskraft“ der Kommunen die Rede ist. Damit ist immer nur die finanzielle Seite der kommunalen Leistungsfähigkeit gemeint. Derselbe Gedanke führt im größeren Europa zur Veränderung der Zielgebiete der Regionalförderung. Das stellt den Tragfähigkeitsbegriff endgültig auf den Kopf, denn dabei geht es letztlich nur um Argumente zur Einsparung sozialer Leistungen für ausgewählte Gruppen und Regionen.

Der feine Unterschied

Anders verhält es sich bei der Diskussion um einen möglichen Paradigmenwechsel bezüglich der regionalen Entwicklungschancen und gleichwertigen Lebensbedingungen. Das Interview von Bundespräsident Köhler am 13. September 2004

Bundespräsident Horst Köhler gab dem Magazin „Focus“ (Ausgabe 13.9.2004) ein Interview, in dem er - gefragt nach dem Umgang mit den Entwicklungschancen z. B. in Mecklenburg-Vorpommern - formulierte: „Solche Prognosen kann niemand seriös abgeben. Aber unabhängig davon gab und gibt es nun einmal überall in der Republik große Unterschiede in den Lebensverhältnissen. Das geht von Nord nach Süd wie von West nach Ost. Wer sie einebnen will, zementiert den Subventionsstaat und legt der jungen Generation eine untragbare Schuldenlast auf. Wir müssen wegkommen vom Subventionsstaat.“(Quelle: http://www.bundespraesident.de/Reden-und-Interviews-,11057.620582/Jeder-ist-gefordert.-Interview.htm?global.back=/-%2cll057%2c0/Reden-und-Interviews.htm%3flink%3dbprjiste)

wird vielfach als Aufforderung interpretiert, regionale Unterschiede in den Lebensbedingungen zuzulassen, was sogar als Einstieg in einen regelrechten „Regionaldarwinismus“ gewertet werden könnte.

Es ist jedoch zu unterscheiden, ob jemandem, der unverschuldet Nachteile gegenüber anderen erträgt, Entwicklungschancen verweigert werden, oder ob es nur keine Zuschüsse gibt, um auf das konsumptive Niveau des Bessergestellten zu kommen. Der Schlüssel zur Auflösung des scheinbaren Widerspruchs beider Positionen dürfte im Verständnis des Subsidiaritätsprinzips liegen. Aus diesem lässt sich - in Verbindung eines praktikablen Tragfähigkeitsbegriffs mit einem Leitbild für die Regionalpolitik - die Entwicklung „regional angemessener Lebensbedingungen“ begründen. Das Maß dafür lässt sich auch aus den demographischen Strukturen und Prozessen der jeweiligen Region ableiten. Aus Sicht der Regional-Demographie sollte dabei aber immer zwischen der Region und den Menschen einer Region unterscheiden werden.

„Formen“* oder auch „Dimensionen“* der Tragfähigkeit

Historische Berechnungen der Tragfähigkeit

Autor

berechnete maximale Weltbevölkerungszahl

A. von Leenwenhoe (1679)

13,385 Milliarden

1. R Süssmilch (vor 1797)

13,932 Milliarden

E. G. Ravenstein (1891)

5,995 Milliarden

von Fircks (1898)

über 9 Milliarden

Ballod (1912)

22,4 Milliarden (nach damaliger japanischer Lebenshaltung)

Pcnck (1924)

7,7 Milliarden (potentiell: differenzierte Bewertung des Klimas): 15,4 Milliarden „denkbar möglich“ durch verdoppeltes Potential

Fischer (1925)

6,2 Milliarden (nach einem Bodenkoeffizienten kleiner Flächen)

Hollstein (1937)

12,1 Milliarden (bonitiert nach Landwirtschaft und Boden sowie unter Festlegung eines normierten pro-Kopf-Bedarfs)

lantzen (1940)

8 bis 10 Milliarden

Meadows (1972)

8,2 Milliarden (entspricht dem ökologische Optimum)

Müller-Wille (1978)

15,1 Milliarden (temporäres Maximum um 2100); 12,8 Milliarden (Rückgang bis 2150 durch Geburtenkontrolle

Mit einsetzender Geburtenkontrolle wird die maximal mögliche Bevölkerung zunehmend sozial bedingt und bleibt hinter der Tragfähigkeit zurück. Die Erschöpfung von Ressourcen könnte allerdings die Tragfähigkeit so stark absenken, dass das demographisch mögliche Bevölkerungsmaximum unterschritten wird.

)

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