1. bookVolume 59 (2001): Issue 5-6 (September 2001)
Journal Details
License
Format
Journal
eISSN
1869-4179
First Published
30 Jan 1936
Publication timeframe
6 times per year
Languages
German, English
access type Open Access

The regionalisation of Cities

Published Online: 30 Sep 2001
Volume & Issue: Volume 59 (2001) - Issue 5-6 (September 2001)
Page range: 402 - 411
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Journal
eISSN
1869-4179
First Published
30 Jan 1936
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6 times per year
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German, English
Abstract

In current discourses on regionalisation, the city and its hinterland are no longer viewed in terms of an opposition between the centre and the periphery, but are rather interpreted as one single spatial unit. Recent conceptions of the city and also other spatial constructs — such as the regional city, the Zwischenstadt, the network city and the Randstad — define urban space on a broader scale invoking the notion of the city-region. This analysis of discourses traces the shifts in patterns of perception, of ordering and of interpretation in spatial research and spatial planning with regard to suburban settlement development in both western and eastern Germany since 1990. It identifies a number of different normative positions („urban sprawl” vs. „new gestalt ”), as well as pointing to the different courses of development which have taken place in western and eastern Germany. The article closes with a critical reflection on the tendency in evidence in discourses on regionalisation to equate the city and the city-region.

Einleitung: Ziel und methodischer Ansatz der Diskursanalyse

Nach einer Definition des Soziologen Reiner Keller verleihen Diskurse physikalisch-materiellen und sozialen Phänomenen Bedeutung und konstituieren dadurch deren gesellschaftliche Realität. In Diskursen werden Arrangements von Deutungsmustern erzeugt. Diskursanalysen dienen dazu, „Prozesse der sozialen Konstruktion, Objektivation, Kommunikation und Legitimation von Sinnstrukturen auf der Ebene von Institutionen, Organisationen beziehungsweise kollektiven Akteuren zu rekonstruieren und die gesellschaftlichen Wirkungen dieser Prozesse zu analysieren.“ (Keller 1997, S.319).

Ausgangspunkt der vorliegenden Diskursanalyse ist die mit der aktuellen Regionalisierungsdebatte der Städte einhergehende Neuinterpretation der Stadt-Umland Beziehung als einer räumlichen Einheit, wodurch frühere polarisierende Konstrukte eines Stadt-Land-Gegensatzes (u.a. Zentrum - Peripherie, Metropole -Provinz, Stadt - Dorf) weitgehend verdrängt werden. Den Begriff „Regionalisierung“ verstehen wir in diesem Kontext im kommunikationstheoretischen Sinn des Geographen Gerhard Hard: „Eine ‚Region‛, das ist der Output einer Tätigkeit, die man ‚Regionalisieren‛ nennen kann, und ‚Regionalisieren‛ heißt, Begriffe und Bilder von Regionen herzustellen und diese mit mehr oder weniger Erfolg in die soziale Kommunikation einzufädeln. Es hat jedenfalls große Vorzüge, Regionen in dieser Weise nicht als physisch-materielle Wirklichkeiten an der Erdoberfläche aufzufassen, sondern sie erst einmal als Konstrukte und Bestandteile der sozialen Kommunikation zu betrachten - oder auch als Zeichen in Texten.” (Elard 1995, S. 54).

Je nach theoretischem Bezug und politischer Positionierung wurde und wird das Stadt-Umland-Verhältnis historisch völlig unterschiedlich interpretiert (vgl. als eine regulationstheoretische Interpretation: Ipsen 1991). Der Wandel von Stadt-Land-Dichotomien zu Konstrukten der Regionalisierung von Städten erfolgt daher in ungleichzeitiger und widersprüchlicherWeise. Während etwa die an Modernisierungstheorien orientierte bürgerliche Agrarsoziologie Westdeutschlands bereits gegen Ende der 50er Jahre des 20. Jahrhunderts die These einer Einebnung des Stadt-Land-Gegensatzes zu Gunsten eines Stadt-Land-Kontiniuums vertrat, wurde eine Verschärfung des Stadt-Land-Gegensatzes bis in die 70er Jahre hinein durch Vertreter von kapitalismuskritischen Polarisationstheorien behauptet. Die in der politisch links orientierten Forschung damals gängigen Interpretationsmuster des Stadt-Land-Verhältnisses in der BRD als „Herrschaft der Stadt über das Land“ und „Ausbeutung des Landes durch die Stadt“ deckten sich mit staatskonformen Positionen der Stadt-Umland-Forschung und -Planung in der DDR, die die Überwindung des kapitalistischen Stadt-Land-Gegensatzes und die Beseitigung der „Unterordnung des Umlandes unter das Zentrum“ im Sozialismus betonten.

Die normative Aufladung und ideologische Färbung der Stadt-Umland-Diskurse wird hierbei bereits deutlich. Nicht nur das Bild von der Großstadt erweist sich zwischen den Lagern der Urbanisten und Großstadtkritiker, Zentralisten und Dezentralisten als historisch polarisiert. Ebenso voreingenommen und polarisiert erscheint auch das Bild vom Umland der Städte: Dieses wird entweder als durch die Stadt ausgebeutetes „Hinterland“ oder als die Stadt auslaugender „Speckgürtel“, entweder als wildwuchernder und monotoner „Siedlungsbrei“ oder als vielseitige „Stadtlandschaft“ wahrgenommen.

Die folgende Diskursanalyse bezieht sich auf wissenschaftliche und planerische Konstrukte bzw. Deutungsmuster der Stadt-Umland-Entwickung in west-und ostdeutschen Stadtregionen. Rekonstruiert werden fachliche Aussagen zur siedlungs- und sozialstrukturellen Entwicklung. Als Träger der Diskurse wurden ausgewählte wissenschaftliche und planerische Experten aus den Bereichen Städtebau, Stadt- und Regionalplanung, Stadt- und Regionalsoziologie sowie Geographie berücksichtigt. Die methodische Sammlung und Auswertung umfasst publizierte Forschungs- und Planungsbeiträge in einschlägigen Fachzeitschriften und Fachbüchern im Zeitraum 1990 bis 2000.

Der Diskursanalyse liegen folgende leitende Fragen zu Grunde:

Welche leitenden Konstrukte und Interpretationsmuster der siedlungs- und sozialstrukturellen Stadt-Umland-Entwicklung werden in den Diskursen verwendet und welcher Wandel lässt sich in den Regionalisierungsdiskursen rekonstruieren?

Welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen west- und ostdeutschen Stadtregionen werden in den Diskursen thematisiert?

Welche Schlussfolgerungen lassen sich aus der Diskursanalyse ziehen?

Regionalisierungsdiskurse im Wandel

In den wissenschaftlichen und planerischen Diskursen zur siedlungs- und sozialräumlichen Entwicklung von Stadt-Umland-Regionen in beiden Teilen Deutschlands lassen sich während der 90er Jahre folgende fünf Diskurslinien unterscheiden:

Der Aufstieg von Suburbia und die „Speckgürtel“-Bildung um die Städte,

Das Zurück zur kompakten Stadt im Nachhaltigkeitsdiskurs,

Die Kritik an der kompakten Stadt durch den Diskurs „Zwischenstadt“,

Die „postsuburbane“ Ausdifferenzierung des Umlandes,

Die neue Einheit von Stadt und Umland: „Die Region ist die Stadt“.

Der Aufstieg von Suburbia und die „Speckgürtel“-Bildung um die Städte

Da die Entwicklungspfade der Suburbanisierung in west- und ostdeutschen Stadtregionen während der Phase der politischen Teilung bis zur Wende im Jahr 1989 völlig unterschiedlichen gesellschaftlichen Rahmenbedingungen unterlagen und starke Divergenzen aufwiesen, werden retrospektive Interpretationsmuster der Suburbanisierung durch die räumliche Forschung und Planung zunächst getrennt nach west- und ostdeutschen Entwicklungspfaden dargestellt.

Polarisierung zwischen Kernstadt und „Speckgürtel“ in Westdeutschland

Eine weitgehende Abkehr von marxistischen Konstrukten eines Stadt-Land-Gegensatzes setzte in Westdeutschland während der 70er Jahre ein, als die Großstädte durch Randwanderung breiterer Mittelschichten verstärkt Einwohner an das Umland verloren, die nicht mehr administrativ durch Eingemeindungen eingefangen werden konnten. Suburbanisierung und „Stadtflucht“ werden seitdem nicht nur durch Vertreter der Städte und der Stadt- und Regionalplanung als Probleme thematisiert, sondern sind auch vermehrt Gegenstand vieler Studien der Stadt- und Regionalforschung. Die 60er und 70er Jahre werden retrospektiv als Hochphase der Suburbanisierung des Wohnens in den westdeutschen Stadtregionen beschrieben. Als klassisches Muster der wohlstandsbedingten Bevölkerungssuburbanisierung in dieser Phase gilt die Familienwanderung ins Eigenheim im näheren Umland der Städte. Die Randwanderung der Mittelschichten verbreiterte damit die Basis einer sozialen Bewegung, die in vielen deutschen Stadtregionen bereits seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts eingesetzt hat, als großbürgerliche Oberschichten in Reaktion auf die Industrialisierung die Großstädte verließen und in suburbane Vororte und Villenkolonien abwanderten.

Zur Erklärung der Suburbanisierungsprozesse zieht die Raumforschung bis heute dichotomistische Push- and Pull-Faktoren heran. Danach erzeugen spezifische Agglomerationsnachteile der Kernstädte (wie übermäßige Verdichtung, Umwelt- und Verkehrsbelastungen, soziale Probleme) einen Abwanderungsdruck, während gleichzeitig spezifische Vorteile des Umlandes (insbesondere niedrigere Grundstückspreise - die die Realisierung höherer Flächenansprüche erleichtern -und die Angebote eines „Wohnen im Grünen“) städtische Haushalte und Unternehmen in das Umland ziehen. Nach einer Phase der Wohnsuburbanisierung folgte in den 80er Jahren in den westdeutschen Stadtregionen eine Phase der verstärkten Suburbanisierung von Einzelhandels-, Freizeit- und Dienstleistungsbetrieben, die in den suburbanen Räumen im Vergleich zu den Kernstädten und ländlichen Räumen zu einem überproportionalen Wachstum der Arbeitsstätten beitrug.

Die Diskurse zur Suburbanisierung in Westdeutschland stellen einen direkten Zusammenhang zwischen dem Aufstieg des Umlandes (take-off of suburbia) und der Krise der Kernstädte her. Aus der spezifischen Problemsicht der Kernstädte wird der Begriff des „Speckgürtels“ zur Kritik an Stadtflucht und Suburbanisierung geprägt und öffentlichkeitswirksam eingesetzt. Konstrukte der räumlichen Polarisierung zwischen armer Kernstadt und reichem Umland prägen seit den 70er und 80er Jahren maßgeblich die Diskurse innerhalb der Stadt- und Regionalplanung. Die Kommission „Zukunft Stadt 2000“ beispielsweise formuliert anfangs der 90er Jahre: „Städte fließen in die Landschaft hinein. Heute können wir vor allem von der Unwirtlichkeit des Umlandes sprechen. Gleichzeitig deutet sich eine Dualisierung zwischen Kernstadt und Umland an. In den Kernstädten konzentrieren sich Arme und Ausländer. Die Umlandgemeinden werden stärker zu den Gebieten der Mittelschichten und des Einfamilienhausbaus.“ (BMBau 1993, S. 8). In einer neueren Publikation vertritt der ehemalige Stadtbaurat von Hannover ebenfalls die These, dass „die Kernstädte verarmen und der Speckgürtel immer reicher wird.“ (Adrian, in: BMBau; empirica 1998, S. 68). Auch einzelne Vertreter der Soziologie reproduzieren das polarisierte Bild zwischen Kernstadt und Umland. In Bezug auf den Prozess der Suburbanisierung führt der Soziologe Walter Siebei (Universität Oldenburg) aus: „Er führt zu einer großräumigen sozialen Segregation, bei der sich die sozial, politisch, ökonomisch und kulturell aktive Bevölkerung im Umland konzentriert, während die Kernstadt zum Auffangbecken problematischer Gruppen wird, der sog. Vier As: der Armen, der Arbeitslosen, der Alten und der Ausländer.“ (Siebei 2000, S. 29).

Empirische Untersuchungen zu den räumlichen Mustern von Suburbanisierung und sozialer Segregation in Stadtregionen kommen jedoch zu differenzierteren Ergebnissen. So stellt der Soziologe Herbert Schubert (Universität Hannover) im Ergebnis einer Fallstudie zur Stadtregion Hannover Folgendes fest: „Das Beispiel der Region Hannover hat exemplarisch verdeutlicht, daß die isolierte Betonung einer wachsenden Stadt-Umland-Segregation den Sachverhalt der realen Entwicklungsprozesse verfehlt. Ringzonale Polarisierungen zwischen Kernstadt und Umland, die im allgemeinen mit der Vorstellung einer ‚Suburbanisierung des Reichtums‛ und einer ‚Konzentration der Armut in der Kernstadt‛ verknüpft wird, lassen sich so nicht konstatieren. Es gibt keine Differenz zwischen einer homogenen Innen- und abweichend homogenen Außenstruktur. Von starken sozialen Kontrasten wird vor allem die Binnenstruktur der Kernstädte geprägt, die durch die Umlandwanderung mittlerer und höherer Einkommensgruppen allerdings verstärkt wird. Zwischen den Umlandgemeinden vollziehen sich Differenzierungsprozesse in abgeschwächter Form, die auf eine mögliche zukünftige Polarisierung im Umland verweisen.“ (Schubert 1997, S. 97).

Mit dem Suburbanisierungsdiskurs eng verbunden ist das Bild der „Auflösung“ der modernen Großstadt, die für die einen eine Verheißung (etwa im bekannten Pamphlet des Architekten Bruno Taut aus dem Jahr 1920), für die anderen eine Bedrohung darstellt. Die Frage der „Stadtauflösung“ wurde Ende der 70er Jahre unter dem Eindruck der westdeutschen Suburbanisierungswelle erneut virulent. Die Behauptung, die Stadt im traditionellen Sinn habe aufgehört zu existieren, löste bereits damals Kontroversen und Widersprüche aus. Ende der 90er Jahre wurde das Konstrukt der „Stadtauflösung“ durch Buchtitel wie „Peripherie ist überall“ (Prigge 1998) oder „Das Verschwinden der Städte“ (Krämer-Badoni u.a. 1997) noch weiter radikalisiert. Der Behauptung der „Auflösung“ der Städte wurde aus raumplanerischer Sicht widersprochen, da in vielen Kernstädten gleichzeitige Tendenzen einer städtebaulichen Verdichtung und Reurbanisierung festzustellen seien (Bose 1997).

Wachstum der DDR-Stadtränder und postsozialistische Suburbanisierung in Ostdeutschland

Im Kontrast zur staatskonformen Ideologie der Überwindung des kapitalistischen Stadt-Land-Gegensatzes im Sozialismus und den sozialistischen „Grundsätzen des Städtebaus“ beschreiben Geographen des Instituts für Länderkunde Leipzig die reale Stadt-Umland-Ent-wicklung in der DDR retrospektiv als strukturelles Wachstum des Stadtrandes auf Kosten der Kernstadt und des Umlandes: „In den Stadtregionen der DDR fanden Suburbanisierungsprozesse nicht in der Form statt wie in westdeutschen Stadtregionen. Mit der durch staatliche Wohnungsbaumaßnahmen geförderten Abwanderung der Bevölkerung aus den zunehmend verfallenden Innenstädten in die Großwohnsiedlungen am Stadtrand erfolgte zwar auch eine Dezentralisierung der Bevölkerung, die kompakte Stadt bliebt während der sozialistischen Ära jedoch erhalten. Hinsichtlich der Bevölkerungsentwicklung muss man vielmehr von einer anhaltenden Urbanisierung sprechen, denn die Großstädte - als Konzentrationspunkte des Wohnungsbaus in der DDR - sogen ihr Umland regelrecht aus.“ (Burdack, Herfert 1998, S. 3). Im Ergebnis wurden vielerorts dörfliche Siedlungsstrukturen im Stadtumland auf dem Stand der 30er Jahre konserviert.

Die Herausbildung zahlreicher Kleinsiedlungs-, Kleingarten- und Datschen-Gebiete im näheren und weiteren Umland der DDR-Städte wird als spezifische Ersatzform der Wohnsuburbanisierung in den sozialistischen Ländern interpretiert, durch welche die Bewohner der Geschosswohnungs- und Großwohnsiedlungen ihre Bedürfnisse nach garten- und landschaftsbezogenen Wohnformen kompensieren (Burdack, Herfert 1998). Durch die verbreitete Aufspaltung in ein Arbeits- und Freizeitwohnen und der Herausbildung von Zweit- und Sommerwohnsitzen entstand in den Stadtregionen der DDR und der osteuropäischen Länder ein eigener Suburbanisierungstyp, der vielerorts den Rand der Städte prägte. Im Sinne dieser Interpretation erklärt auch der Ostberliner Stadtforscher und -planer Bernd Hunger die Stadtentwicklung in der DDR mit dem Bild eines „Bermuda-Dreiecks“ aus Arbeitsplatz, Platte und Datsche, in dessen Mitte die Stadt als „schwarzes Loch“ zunehmend in Verfall geraten sei (Hunger 1990).

In der ersten Hälfte der 90er Jahre setzten in den ostdeutschen Stadtregionen - aus der Sicht der Stadt- und Regionalplanung häufig als „schockartig“ beschrieben - gleichzeitige Prozesse der Suburbanisierung des Wohnens, des Einzelhandels und des Gewerbes ein. Diese Entwicklungen führten zu einer dynamischen Transformation des in der Phase der DDR weitgehend in Stagnation verharrenden Umlandes der Städte (Herfert 1997). Insbesondere in der Standortverteilung des großflächigen Einzelhandels zwischen Kernstadt und Umland bildeten sich zwischen ost- und westdeutschen Stadtregionen beinahe umgekehrte Relationen heraus. Durch die Einzelhandelsstandorte auf der - als planerische Metapher vielfach verwendeten - „Grünen Wiese“ verloren die städtischen Zentren in Ostdeutschland bedeutende Marktfunktionen, was mit der Schwächung ihrer Zentralität einherging. Ein vorläufiger Zenit der ostdeutschen Suburbanisierungsdynamik des Wohnens, Handels und Gewerbes wird bereits gegen Mitte der 90er Jahre ausgemacht, als sich erste strukturelle Überangebote auf den Wohnungs- und Einzelhandelsmärkten abzeichneten und die massiven staatlichen Förderungen reduziert wurden. Gegen Ende der 90er Jahre wird daher ein deutlicher Rückgang der Suburbanisierungsdynamik konstatiert (Burdack, Herfert 1998, S. 35).

Das Zurück zur kompakten Stadt im Nachhaltigkeitsdiskurs

Im Rahmen des internationalen Diskurses um eine nachhaltige Stadt- und Siedlungsentwicklung während der 90er Jahre erfährt die Stadt-Umland-Debatte im wiedervereinten Deutschland durch die verstärkte ökologische Problematisierung des Flächenverbrauches und der „Zersiedelung“ in den Stadtregionen eine neue Richtung. Im Nachhaltigkeitsdiskurs wird überwiegend eine an traditionellen historischen Stadtstrukturen orientierte, anti-moderne Stadtauffassung vertreten (Jessen 1998). Nicht mehr der funktionalistische Städtebau der Moderne, sondern die kompakten, gründerzeitlichen Stadtviertel des 19. Jahrhunderts mit ihren spezifischen Merkmalen städtebaulicher Dichte, Nutzungsmischung und Trennung öffentlicher und privater Räume geben jetzt das Vorbild für die Stadtplanung und einen ressourcenschonenden Städtebau ab (BfLR 1996). Neue große Stadterweiterungen zu Anfang der 90er Jahre (z.B. Berlin-Karow-Nord, Potsdam-Kirchsteigfeld) orientieren sich wieder am historischen Modell der kompakten und verdichteten „Vorstadt“.

Im Kontext des primär ökologisch orientierten Nachhaltigkeitsdiskurses werden die suburbanen Entwicklungen häufig mit normativ und negativ besetzten Begriffen wie „Zersiedlung“, „Siedlungsbrei“, „Speckgürtel“, „Zerfransung“ bis hin zur „Wucherung“ beschrieben. Die populärwissenschaftliche Studie „Zukunftsfähiges Deutschland“ des Wuppertal-Instituts beispielsweise kritisiert ganz in der Traditionslinie der konservativ-romantischen Großstadtkritik die „Verstädterung des Landes“ und die Nivellierung der Unterschiede zwischen Stadt und Land: „Die städtische Lebensweise ist nicht mehr nur auf die Stadt begrenzt. Dadurch wird es zunehmend schwieriger zu erklären, worin sich die Stadt vom Land unterscheidet. Auch ehemals wahrnehmbare bauliche oder natürliche Grenzen zwischen ihnen sind oftmals kaum noch zu erkennen. Zwar bestand in der Geschichte der Städte über lange Zeit eine funktionierende Landwirtschaft auch im städtischen Gebiet, aber dennoch war die Stadtgrenze und die Differenz zum Umland klar ausgeprägt. Im Gegensatz zu heute, wo Wohn- und Gewerbegebiete sich flächenhaft und wildwuchernd in die Region erstrecken.” (BUND/Misereor 1996, S. 256).

Der als eine Grundlage für die folgenden städtebaulichen Fachdiskussionen dienende Städtebauliche Bericht der ehemaligen Bundesforschungsanstalt für Landeskunde und Raumordnung (heute Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung) beklagt: „In einigen polyzentrischen Verdichtungsräumen wachsen die einzelnen Städte im suburbanen Raum aufeinander zu und verschmelzen zu einem großen „Siedlungsbrei“. Zäsuren für Freiräume wurden zwar immer wieder planerisch gefordert, haben sich aber in vielen Regionen im Planungsalltag nicht durchsetzen lassen. In einigen Verdichtungsgebieten sind flächenhafte Stadtlandschaften ohne klare Stadtkanten und Stadtbegrenzungen entstanden.“ (BfLR 1996, S. 48).

Als positives Leitbild avanciert im Rahmen des Nachhaltigkeitsdiskurses die „Europäische Stadt“. Das Konstrukt der europäischen Stadt erfährt in Planerkreisen' eine breite Zustimmung und wird von Vertretern vieler Großstädte propagiert, weil es als Gegenmodell zur Zersiedlung der Landschaft, zur Auflösung urbaner Milieus, zur sozialen Desintegration, zur wachsenden Fremdbestimmung durch Globalisierung erscheint (Jessen 1998, S. 498). Die wissenschaftliche Bestimmung und Begründung spezifischer räumlicher Merkmale des europäischen Stadttyps - insbesondere des Merkmals der „Kompaktheit“ in Abgrenzung zum „urban sprawl“ des amerikanischen Stadttyps - wird auf einem Symposium des IRS-Institut für Regionalentwicklung und Strukturplanung unter dem Titel „Die europäische Stadt - ein auslaufendes Modell?“ im März 2000 durch Experten allerdings kontrovers diskutiert und beantwortet (Rietdorf 2001).

Die Kritik an der kompakten Stadt durch den Diskurs „Zwischenstadt“

In der zweiten Hälfte der 90er Jahre setzt ein erneuter Perspektivenwechsel auf die Stadtregionen ein, der sich von den im Nachhaltigkeitsdiskurs vertretenen Stadtauffassungen der kompakten Stadt distanziert. Die Entwicklung an der Peripherie bzw. dem Umland der Städte wird jetzt nicht mehr ausschließlich aus der Sichtweise der Kernstädte unter dem negativen Vorzeichen als „Zersiedlung“ und „Auflösung“ wahrgenommen, sondern erstmals als positive neue Gestalt der Stadtregion interpretiert. Die in Planerkreisen oft verwendeten Bilder von Stadt, Vorstadt und Umland werden als historisch obsolet beschrieben. Stark rezipiert wird der Beitrag des amerikanischen Stadtforschers Robert Fishman, der in Bezug auf die „neue Stadt“ in den USA behauptet: „Die neue Stadt ist weder städtisch noch ländlich noch vorstädtisch - sie besitzt alle diese Elemente gleichzeitig und entzieht sich damit der konventionellen Terminologie der Stadtplaner wie der Historiker“ (Fishman 1993, S. 61). Eine Pionierfunktion und Schlüsselrolle für einen Perspektivenwechsel nimmt innerhalb des nationalen Raumes die Buchpublikation „Zwischenstadt“ des Stadtplaners und -forschers Thomas Sieverts (Universität Darmstadt) ein. Als „Zwischenstadt“ bezeichnet er die weltweit sich ausbreitende „neue Stadtform der verstädterten Landschaft oder der verlandschaftlichten Stadt.“ (Sieverts 1997, S. 7).

Die durch die „Zwischenstadt“ ausgelöste Debatte hat zu einer deutlichen Polarisierung in der Stadt- und Regionalforschung bzw. -planung geführt. Von der einen Seite wird der Ansatz als neues Wahrnehmungsmuster von Stadtlandschaften und zukünftiges Arbeits- und Gestaltungsfeld der Stadt- und Freiraumplanung begrüßt. In einem Beitrag der Vereinigung der Stadt-, Regional- und Landesplaner heißt es: „Die Aufhebung der Gegensätze von Stadt und Landschaft (…) ist Realität. Hier mit den alten Leitbildern von konzentrierter Stadt und sogenannter ‚freier Landschaft‛ operieren zu wollen, macht keinen Sinn.“ (SRL 1999, S. 155). Im Hinblick auf das Ziel einer flächensparenden und landschaftsschonenden Siedlungsentwicklung wird der Ansatz der Zwischenstadt als Legitimation des Flächenverbrauchs kritisiert und abgelehnt. In einer Studie des Deutschen Instituts für Urbanistik Berlin heißt es beispielweise: „Den ‚urban sprawl‛ nicht als ‚Zersiedelung‛ zu bezeichnen, sondern ‚eine engmaschige Durchdringung von Freiraum und Siedlung‛ auch positiv zu sehen, können wir dagegen aus land-schafts-, Verkehrs- und sozialökologischer Sicht sowie aus siedlungs- und verkehrsökonomischen Gründen (…) nicht folgen.“ (Apel u.a. 2000, S. 71).

Die inhaltliche Provokation, die der Ansatz der „Zwischenstadt“ insbesondere in Planerkreisen auslöst, liegt dabei weniger in der deskriptiven Analyse der dispersen Siedlungsentwicklung in Stadtregionen und der zunehmenden Herausbildung hybrider Formen von Stadt und Land (schaft), als in der damit verbundenen Absage an das gängige Planungsleitbild der europäischen Stadt: „Alle Versuche, denen ich selbst bis vor kurzem noch nachgehangen habe, den Bild- und Strukturtypus der historischen europäischen Stadt mehr ^oder weniger direkt zum allgemeinen und verbindlichen Leitbild für Zukünftiges zu machen, sind meines Erachtens zum Scheitern verurteilt.“ (Sieverts 1997, S. 29). Auch aus der Sicht einzelner Vertreter der Stadtund Regionalsoziologie wird an der kompakten Stadt kritisiert, es handele sich dabei um eine rückwärtsgewandte Stadtauffassung: „Das Leitbild der kompakten europäischen Stadt ist eine rückwärtsgewandte Utopie. Diese Leitbild zu realisieren zu wollen, hieße, die Hülle der Gesellschaft des 19. Jahrhunderts ohne die Gesellschaft des 19. Jahrhunderts zu bauen.“ (Siebei 2000, S. 30).

Wolfgang Müller und Ruth Rohr-Zänker (Universität Oldenburg) plädieren ebenfalls offensiv für einen Perspektivenwechsel. Die Autoren spitzen unter dem Titel „Die Städte und ihr Umland“ ihre Position in folgenden Punkten zu:

Großstädte verlieren ihre Herrschaft über das Umland;

am Rande der Verdichtungsräume siedeln zunehmend Arbeitsstätten, Freizeit- und Versorgungseinrichtungen;

der Prozess der Dezentralisierung ist irreversibel und nicht nur negativ zu beurteilen;

die Reaktionen aus den Städten und die Bewertungen der Raumplaner und Raumplanerinnen zeichnen sich durch Voreingenommenheit für die Großstadt aus, der ökonomische und soziale Entwicklungen widersprechen.“ (Müller, Rohr-Zänker 1997, S. 156).

Die „postsuburbane“ Ausdifferenzierung des Stadtumlandes

Ein weiterer Diskursstrang über die „postsuburbane Entwicklung“ geht von einer neuen Urbanisierungsphase des suburbanen Raumes (urbanization of the suburbs) aus, die zu einer intensiveren städtebaulichen Verdichtung, funktionalen Anreicherung und Differenzierung von Orten im Stadtumland führt. Die einst als monofunktionale „Schlafstädte“ kritisierten Vororte entwickeln sich demnach zu eigenständigen Zentren, verringern damit ihre funktionale Abhängigkeit von der Kernstadt und verselbstständigen sich: „Die Bevölkerungszuwächse im Umland gehen einher mit einer funktionalen Anreicherung und Differenzierung. In wachsendem Maße suchen Gewerbebetriebe, unterschiedliche Formen des Einzelhandels, Freizeitund Kultureinrichtungen und selbst höhere Bildungsinstitute Standorte im Umland der großen Städte (…). In der Folge lösen sich die hierarchischen Beziehungen und Abhängigkeiten zwischen den Kernstädten und Umlandkommunen auf oder wandeln zumindest partiell ihren Charakter. In Anbetracht solcher Entwicklungen stellt sich mancherorts die Frage, ob der Begriff ‚Umland‛, der auf eine funktionale Beziehung zu einer Kernstadt verweist, überhaupt noch angemessen ist.“ (Aring 1999, S. 20).

In einem vom Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung herausgegebenen Zeitschriftenheft, das sich neuen „Orientierungen und Bewertungsfragen zur Entwicklung der Agglomerationsräume“ (BBR 1998) widmet, konstatieren die Geographen Markus Hesse und Stephan Schmitz ebenfalls „neue Formen der Urbanisierung“ im Umland, „die die alte Polarität von Zentrum und Peripherie, von Kernstadt und Umland als hinfällig erscheinen lassen. (…) Die neuen suburbanen Wachstumsräume haben viele Kristallisationspunkte. Einrichtungen, die zuvor der Großstadt Vorbehalten waren, diffundieren in die ehemaligen Dörfer und auf die sogenannte grüne Wiese. Gleichzeitig wandelt sich der Charakter der alten Stadtzentren. Schrittweise entsteht so ein ganze Reihe benachbarter und miteinander vernetzter interurbaner Fixpunkte. Diese neuen interurbanen Gebilde, die mit ‚Stadtagglomerationen‛, ‚Verdichtungsräume‛ oder ‚verstädterte Landschaften‛ bezeichnet werden, sind in ihrem Charakter weder städtisch noch ländlich noch vorstädtisch.“ (Hesse, Schmitz 1998, S. 438 u. 446).

Die These einer „Abkopplung“ des Umlandes von den Kernstädten wird, bezogen auf die westdeutschen Stadtregionen, jedoch nicht von allen Experten geteilt. Der Geograph Jürgen Aring (empirica Bonn) vertritt die These, „dass angesichts der großen Bedeutung und der zentralörtlichen Funktionswahrnehmung der Kernstädte in allen westdeutschen Stadtregionen von einer Abkopplung des Umlandes von der Kernstadt (bisher) nicht die Rede sein kann“ (Aring 1999, S. 25). Demgegenüber stellt der Soziologe und Publizist Klaus Ronneberger in Bezug auf die ökonomisch prosperierende Rhein-Main-Region bereits erste Abschottungstendenzen von Umlandgemeinden gegenüber den Kernstädten fest: „Nicht mehr die Großstadt saugt die Region aus, sondern die durch zunehmende Betriebsverlagerungen reich gewordenen Umlandgemeinden versuchen, ihren Wohlstand gegen die großstädtischen Probleme abzuschotten.“ (Ronneberger 1997, S. 12).

Auch wenn die These der Abkopplung und Verselbstständigung des Umlandes gegenüber der Kernstadt in Bezug auf deutsche Stadtregionen umstritten bleibt, zeichnet sich als ein Trend in der Stadt- und regionalsoziologischen Forschung die Analyse einer zunehmenden sozialräumlichen Differenzierung innerhalb des suburbanes Raumes ab (Keim 1998). So verwendet der bereits zitierte Soziologe Herbert Schubert zur Beschreibung der sozialräumlichen Segregationsstrukturen in Stadt-Umland-Räumen am Beispiel der Stadtregion Hannover den Begriff des „Mosaiks segregativer Strukturen“ (Schubert 1997, S. 97). Ebenfalls auf eine kleinräumige Differenzierung des suburbanen Raumes weisen Forschungsergebnisse zur sozialräumlichen Entwicklung an den Rändern der Bundeshauptstadt Berlin hin: Eine Analyse von Strukturdaten kommt zu dem Ergebnis, dass „die tatsächlich meßbaren Entwicklungsdynamiken an der Peripherie des Metropolenraumes kleinräumig hochgradig different sind und sich in unmittelbar benachbarten räumlichen Einheiten zum Teil völlig gegenläufig darstellen. Die Annahme von Ungleichzeitigkeiten oder Gegenläufigkeiten im Verflechtungsprozeß findet sich auf der Ebene der Strukturdaten damit recht eindrucksvoll bestätigt.“ (Nuissl, Joerk 1997, S. 103). Analog dazu verwendet der Soziologe Ulf Matthiesen anstelle des in Bezug auf das Berliner Umland planerisch verwendeten Begriffs des „Speckgürtels“ den Begriff des „Speckwürfels“ (Matthiesen 1997).

„Die Region ist die Stadt“ als neue Einheit von Stadt und Umland

„Die Region ist die Stadt“ lautet der beziehungsreiche Titel der gemeinsamen Jahrestagung der Akademie für Raumforschung und Landesplanung (ARL) und der deutschen Akademie für Städtebau und Landesplanung (DASL) im September 1998 in Esslingen/Neckar, die eine neue Diskursrichtung in den letzten Jahren eröffnet (ARL 1999). Damit einher geht eine Wiederbelebung der „Regionalstadt“, die bereits in den 60er Jahren durch den damaligen Stadtbaurat von Hannover, Rudolf Hillebrecht, als planerisches Modell entwickelt wurde (Calthorpe; Fulton 2001).

Ausgehend von der Leitthese der „gelebten Regionalst in den Verdichtungsräumen“ konstatiert ein Vertreter des Kommunalverbandes Großraum Hannover heute Folgendes: „Das klassische Begriffspaar, Stadt und Umland' hat für die Beschreibung funktionaler Strukturen in den Stadtregionen ausgedient. Die zumindest für monozentrische Verdichtungsräume lange dominierenden eindimensionalen und stark hierarchisch geprägten Kernstadt-Umland-Beziehungen sind abgelöst worden durch ein differenziertes System von unterschiedlich ‚begabten‛ und sich tendenziell spezialisierenden Kommunen bzw. Teilräumen mit einer Vielzahl unterschiedlicher Verflechtungsbeziehungen.“ (Priebs 1999, S. 617).

Der Stadtplaner und Hochschullehrer Franz Pesch (Universität Stuttgart) betont in Bezug auf westdeutsche Stadtregionen die Einheitlichkeit dieses Lebensraumes und hebt den Widerspruch zwischen den Konstrukten „Europäische Stadt“ und „Zwischenstadt“ auf: „Im Ruhrgebiet, im Frankfurter Raum oder in der Region Stuttgart haben sich die in die Landschaft hinausgreifenden Städte längst mit den Umlandgemeinden zu großen Agglomerationen verbunden. Diese werden wahrgenommen als einheitlicher Lebensraum mit intensiv verflochtenem Arbeits- und Freizeitmarkt, in dem sich die heutigen Städter so selbstverständlich bewegen wie die Generationen vor ihnen in der ummauerten alten Stadt. So ist die Zwischenstadt letztlich der gegenwärtige Aggregatszustand der europäischen Stadt - eben nicht ihr Gegenbild, wie es in der These von der Amerikanisierung der Städte unterstellt wird.“ (Pesch 1997, S. 15).

Auch unter dem Leitbegriff der „Netz-Stadt“ wird eine weitgehende Dezentralisierung der Siedlungsstruktur sowie die Auflösung der Dichotomie von Zentrum und Peripherie konstatiert. Der Stadtforscher Marco Ventu-ri (Universität Venedig) verweist dabei auf die starke Entwicklungsdynamik von Räumen außerhalb der alten Städte, die von diesen zunehmend unabhängig würden. Sein Begriff der „Netz-Stadt“ bezieht sich allerdings nicht mehr auf eine einzelne Stadt oder eine Stadt-Umland-Region, sondern umfasst auf einer höheren räumlichen Maßstabsebene ein ganzes Siedlungssystem (Venturi 1998). In diesen Regionalisierungsdiskursen wird „Stadt“ und „Stadtregion“ weitgehend gleichgesetzt. Die Definition beispielsweise des oberitalienischen Raumes als „Netzstadt“, des Ruhrgebiets als „Ruhrstadt“ oder des Raumes zwischen Amsterdam und Rotterdam als „Randstad” beruhen auf einem ungebrochenen Wachstumsdenken in Bezug auf Bevölkerung, Flächen und Mobilität. Überzeugte Urbanisten wie der Berliner Stadtforscher Dieter Hoffmann-Axthelm kritisieren zudem den „gleich- und glattmachenden Hobel der Regionalisierung“ und interpretieren das Konstrukt der Regional City als Angriff zur Auflösung der Stadt: „Die Stadtregion ist, behaupte ich, das trojanische Pferd, über welches die Raumordnung sich endlich der Stadt von innen her bemächtigt.“ (Hoffmann-Axthelm 1996, S. 37).

Entwicklungspfade west- und ostdeutscher Stadt-Umland-Regionen

In den west- und ostdeutschen Stadtregionen wird für die Nachkriegsphase als gemeinsamer Entwicklungstrend in beiden Teilen eine siedlungs- und sozialstrukturelle Aufwertung des Stadtrandes bzw. des suburbanen Raumes beschrieben. Dennoch werden unterschiedliche Pfade und Formen der siedlungs- und sozialstrukturellen Entwicklung des Stadtrandes bzw. des suburbanen Raumes betont: Im Westen herrschen die städtebaulich dispersen, auf individueller Wohneigentumsbildung basierenden Eigenheimsiedlungen vor, im Osten die städtebaulich verdichteten, auf kollektiven Mieterstrukturen beruhenden Großwohnsiedlungen, welche als funktionale Ergänzung des Wohnens zahlreiche Datschen- und Kleingartensiedlungen im näheren und weiteren Stadtumland hervorbringen.

Die hohe Suburbanisierungsdynamik nach der Wende in ostdeutschen Stadtregionen legt zunächst vielen Beobachtern nahe, die Transformation von der „sozialistischen“ zur „kapitalistischen“ Stadtregion als eine die westdeutsche Nachkriegsphase „nachholende“ Entwicklung zu charakterisieren. Gegen die Interpretation einer „nachholenden Suburbanisierung“ wenden sich die Geographen Joachim Burdack und Günter Herfert, da sie die ostdeutsche Suburbanisierung während der 90er Jahre durch folgende Spezifika geprägt sehen:

die zeitliche Parallelität von Wohn-, Gewerbe- und Einzelhandelssuburbanisierung an Stelle der zeitlichen Phasenabfolge in Westdeutschland;

die überwiegend exogenen Quellgebiete des Einzelhandels und Gewerbes im suburbanen Raum, die sich nicht durch Randwanderungen aus den Kernstädten, sondern durch Neugründungen von Betriebsfilialen vornehmlich aus den alten Ländern speisen;

die durch steuerliche Sonderabschreibungen staat-licherseits massiv induzierte Wohn- und Gewerbeentwicklung im suburbanen Raum;

der durch Investoren getragene hohe Anteil des suburbanen Miet- und Geschosswohnungsbaus im Osten gegenüber dem hohen Anteil des selbstgenutzten Wohneigentums in Ein- und Zweifamilienhäusern im Westen;

schließlich die spezifisch ostdeutschen Rahmenbedingungen einer auf stadtregionaler Ebene absolut schrumpfenden Bevölkerung (Burdack, Herfert 1998, S. 39).

Werden im Hinblick auf die Suburbanisierung eher die spezifischen Rahmenbedingungen und Entwicklungspfade in Ostdeutschland betont, so sind „postsuburbane“ Entwicklungen in Bezug auf die ostdeutschen Stadt-Umland-Regionen bisher kein Diskursthema. Stadtregionale Entwicklungen zwischen einzelnen Städten, wie sie z.B. im Raum zwischen Halle und Leipzig oder Erfurt und Weimar zu verzeichnen sind, werden eher aus der Position der Funktionalismus-Kritik als „Stadtentwicklung ohne Stadt“ (Christ 1998, S. 178) interpretiert, ohne dass die Entstehung neuer, „postsuburbaner“ Qualitäten beschrieben würde.

Schlussfolgerungen

Aus der Diskursanalyse zur Entwicklung von Stadt-Umland-Regionen in beiden Teilen Deutschlands lassen sich folgende Schlussfolgerungen und Thesen für die Stadt- und Regionalforschung sowie die Stadt- und Regionalplanung ziehen:

Es findet sowohl in der Stadt- und Regionalforschung als auch in der Stadt- und Regionalplanung eine deutliche Abkehr von ringkonzentrischen Modellen der Stadtregion statt, wonach sich das Stadtwachstum entlang eines Zentrum-Rand-Gefälles in ringzonalen Schichten ausbreitet. Gegenüber der traditionellen Stadtauffassung als ein zentriertes und hierarchisches System betont die neuere Stadt- und Regionalforschung stärker die Netz- und Mosaikstrukturen in den Stadtregionen. Diese folgen weniger zentralörtlichen Hierarchien und der Dualität von Kernstadt und Umland, sondern bilden patchwork-förmige, kleinräumige siedlungs- und sozialstrukturelle Differenzierungen aus. In der Frage der Neudefinition und Restrukturierung von Zentralitätsmustern in Stadtregionen bestehen insgesamt Forschungsdefizite, so dass derzeit unterschiedliche Aussagen getroffen und widersprüchliche Positionen in den Diskursen unüberprüfbar vertreten werden können.

Die Steuerungswirkungen der Stadt- und Regionalplanung auf die Siedlungsentwicklung in Stadtregionen bleiben auch deshalb begrenzt, weil sie in der Normativität ihrer Problemanalysen und Leitbilder verhaftet bleibt und dem Stadtumland vorurteilsbeladen entweder negativ ablehnend („Speckgürtel“) oder positiv idealisierend („Grüngürtel“) gegenüber steht. Die in Westdeutschland durch die Stadt- und Regionalplanung bereits seit mehreren Jahrzehnten relativ wirkungslos propagierte Kritik an der „Zersiedelung des Umlandes“ entspringt einer spezifisch großstadtzentrierten Perspektive, die vermutlich bereits auf der Ebene der Problemwahrnehmung nicht durch die Mehrzahl der suburbanen Akteure geteilt wird, da sie nicht deren eigensinnigen Sichtweisen und Raumperspektiven entspricht.

Mit dem Paradigma „Die Region ist die Stadt“ und neuen Modellen wie „Zwischenstadt“ oder „Netzstadt“ geht eine deutliche Maßstabsvergrößerung in der Definition des städtischen Raumes einher. Durch neue Raumkonstrukte für Agglomerationsräume bzw. Konurbationen wie z.B. „Ruhrstadt“ oder „Randstad Holland“ werden bisherige intraregionale Differenzierungen, Disparitäten, Konkurrenzen und Identitäten zu Gunsten einer höheren räumlichen Einheit aufgehoben. Der in den Regionalisierungsdiskursen verwendete Begriff von „Stadt“ erfährt hierdurch eine weitgehende Entgrenzung, da Stadt nicht als physisch-siedlungsstrukturelle, soziale oder politisch-administrative Einheit verstanden wird, sondern als fließender Raum („flows”) von Personen, Informationen und Gütern. Mit der Definition des städtischen Raumes nach Kriterien von Mobilität und Verflechtung löst sich der Stadtbegriff weitgehend auf und verliert angesichts der weitreichenden Globalisierung vieler Verkehrs-, In-formations- und Stoffströme jeden Unterscheidungswert. Um eine beliebige Verwendung räumlicher Begriffe zu vermeiden, sollten die verschiedenen Konstrukte von „Stadt“ durch die Stadt- und Regionalforschung zukünftig schärfer nach den zu Grunde liegenden Definitionskriterien (gebaute oder gelebte Stadt), ihren sozialen Trägern sowie räumlichen und sozialen Reichweiten unterschieden und analysiert werden.

Zwischen west- und ostdeutschen Stadt-Umland-Regionen weisen die Diskurse auf ausgeprägte Ungleichzeitigkeiten im Regionalisierungsprozess der Städte hin. Die Entwicklung bis zur Wende wird in beiden Teilen Deutschlands als strukturelle Aufwertung des Stadtrandes auf Kosten der Kernstädte interpretiert. Der suburbane Raum in den westdeutschen Stadtregionen wird jedoch bereits als stärker urba-nisiert und von den Kernstädten verselbstständigt beschrieben. Für die heute demographisch und ökonomisch prosperierenden Stadtregionen Westdeutschlands (z.B. Rhein-Main, Stuttgart, München) wird eine Ausdifferenzierung arbeitsteiliger Verflechtungsstrukturen festgestellt, welche die alte Polarisierung zwischen Kernstadt und Umland tendenziell überwinden und einzelne Kernstädte in ein arbeitsteiliges, polyzentrisches regionales Siedlungssystem einbetten. Dies setzt die Verteilung von Wachstumsüberschüssen sowie ein insgesamt hohes Mobilitätsniveau voraus. Demgegenüber wird für die ostdeutschen Stadt-Umland-Regionen unter den derzeitigen Rahmenbedingungen, demographische Schrumpfung, wirtschaftliche Stagnation und soziokulturelle Krisen, eine Verschärfung stadtregionaler Verteilungskonflikte, Ansiedlungskonkurrenzen und Disparitäten auch zwischen Kernstadt und Umlandgemeinden deutlich. Die räumliche und soziale Aufwertung des suburbanen Raumes geht gleichzeitig mit dem baulichen und sozialen Niedergang anderer städtischer Teilgebiete einher, wie sie sich derzeit in den Phänomenen zunehmender Stadtbrachen, Leerstände und Wohnungsabrisse in ostdeutschen Städten äußern.

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